200 Gänge, 24 Stunden, 2730 Euro

Das ist das längste Menü der Welt

24 Stunden am Stück Völlerei: Anders kann man das Vorhaben von britischen Unternehmern nicht bezeichnen, die planen, im September das längste Menü der Welt in London auszurichten. 200 Gänge soll es geben, verteilt auf 24 Stunden.

Ein ganzer Tag vollgestopft mit Essen, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes – das können gut betuchte Gäste am 3. und 4. September in London beim „The 200 Club“ erleben, dem wohl längsten Menü der Welt. Der Grund für die Namensgebung: 200 (!) Gänge kommen innerhalb von 24 Stunden – also an einem Tag und in einer Nacht – auf den Tisch.

Dabei handelt es sich um zehn komplette Mahlzeiten, hinzu kommen 190 Zwischenmahlzeiten. Die Vorstellung ist verrückt, insgesamt 200 Teller vorgesetzt zu bekommen – selbst wenn sich darauf nur eine einzelne Beere, ein Klecks feiner Trüffelschaum oder gar ein Salatblättchen befinden. Rein rechnerisch sind das mehr als acht Gerichte pro Stunde.

Los geht das „große Fressen“ direkt nach dem Aufstehen um 8 Uhr mit einem „Yellow Breakfast“. Was sich dahinter wohl verbirgt? Auf einem Foto ist ein Teller mit einer Banane zu sehen – die ist auf jeden Fall schon mal gelb. Laut der Beschreibung erwartet die Hungrigen (oder soll man lieber sagen: Gierigen?) eine Mahlzeit mit Zitrus und Koffein.

Doch nicht nur das Frühstück ist nach Farben ausgerichtet, sondern das komplette Menü. So gibt es ein „Pink Dinner“ mit geräuchertem Fleisch und glimmendem Holzrauch oder ein „Brown Blackout“ mit Kaffee, Schokolade, schwarzem Knoblauch, Tintenfisch-Tinte, Sojasoße und Lakritze.

Ob es sich bei diesem Süppchen um das „Pink Dinner“ handelt?

Foto: Adam Laycock

Doch es wird noch verrückter: Die Initiatoren – die Künstler und Unternehmer Sam Bompas und Harry Parr und die Macher der Angebots-Webseite „Bespokeoffers“ – bezeichnen das Essen als eine „wahre Herausforderung“. Wer sie meistert, bekommt am Ende ein Zertifikat überreicht und darf sich dann „Ultra Diner“ nennen. Mit wahrem Genuss hat das offenbar wenig zu tun, viel mehr mit Völlerei.

Das Spektakel hat natürlich seinen Preis: Zwei Personen zahlen umgerechnet rund 2730 Euro. Wer sich weder zutraut so viel essen zu können, noch das nötige Kleingeld hat, kann auch eine abgespeckte Version des Menüs für rund 67 Euro erstehen – und bekommt nur die zehn Hauptmahlzeiten serviert.

Die Macher in der Küche: Sam Bompas (rechts) und Harry Parr

Foto: Stefan Braun

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