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Frühlingsgefühle in Michigan

Hier blüht uns ganz großer Spaß!

Wow - was für wunderbare Naturschauspiele: Kirschblüten-Träume, Bilderbuch-Strände, wüste Wälder und raue Seen: Michigan ist der Bundesstaat mit den 100 Gesichtern. Natur zum Durchatmen und mittendrin die quirlige „Comeback-City“ Detroit – ein Mix, der Lust auf Land und Leute macht!

Ein Schleier aus Milliarden von Kirschblüten legt sich über das Land, taucht die Grand Traverse Bay am Lake Michigan in duftendes Schneeweiß. Es ist Juli und in Traverse City, der „Kirschhauptstadt der Welt“, findet für acht Tage das alljährliche „National Cherry Festival“ statt. Mehr als 3 Millionen Kirschbäume gibt es in dieser Gegend um die Westküste des Landes und das muss gefeiert werden –  mit lecker Kirschkuchen versteht sich...

Willkommen im Bundesstaat Michigan, einer der naturschönsten Urlaubsregionen der USA!

Gelegen im Mittleren Westen bildet Michigan das Herz der „Große-Seen-Region“, hat mit 5300 Kilometern die längste Süßwasserküste der Vereinigten Staaten. Das „Land des großen Wassers“, wie die Indianer ihre Heimat nannten, wird eben nicht nur von Lake Michigan, Lake Huron, Lake Superior und Lake Erie umrahmt -  im Inneren finden sich noch 11.000 weitere Seen.

Wie gemalt: Der Miners Lake ist einer von 11.000 Seen in Michigan.

Foto: Brand USA

Michigan selbst zerfällt in zwei Halbinseln: die obere („Upper Peninsula“) besticht mit riesigen Wäldern und 5-Sterne-Wildnis; die Untere („Lower Peninsula“) lockt mit romantischen Küstengebieten und der auferstandenen Auto-Metropole Detroit.

Riesen-Dünen – und eine Bären-Mama

Wir starten unsere Tour in Traverse City, der Kirschenstadt auf der Unteren Halbinsel. Wer sich nichts aus süßen Früchtchen macht – no problem: spektakulär sind die „Sleeping Bear Dunes“, einer der beliebtesten Travel-Orte Amerikas, besonders für Familien.

Die Sleeping Bear Dunes laden dazu ein, vom Alltag abzuschalten und die Natur zu genießen.

Foto: Brand USA

Bis zu 140 Meter hohe Sanddünen überragen hier das Ufer des Lake Michigan, 60 Kilometer die Küste entlang. Der Legende nach sehen die Dünen aus wie eine Bärenmutter, die auf ihre im Meer verschollenen Jungen wartet. Ein Fleckchen Erde zum Staunen – und Starten: 13 Wanderwege durchziehen das Naturschutzgebiet mit seinen 21 Seen. Absolutes Highlight: der „Dune Climb“. Die Aussicht von oben auf Glen Lake ist traumhaft – und entschädigt fürs Hochkraxeln. Als Sundowner sei in der Traverse City Region ein gutes Tröpfchen von einem der vielen exquisiten Weingütern empfohlen. Das milde Klima am Lake Michigan lässt die Trauben auf besonders intensive Weise gedeihen – eine Verkostungstour lohnt sich!

Mackinac Island – autofreies Juwel 

Hier steht die Zeit still: Auf der Mini-Insel Mackinac Island fahren keine Autos!

Foto: Brand USA

Weiter geht´s Richtung Norden, dort erhebt sich die Mini-Insel Mackinac Island wie ein funkelndes Kleinod aus dem Lake Huron. Schon das Übersetzen mit der Fähre lohnt sich – was für ein Küsten-Panorama! Autos sind auf dem Eiland nicht erlaubt, am besten, man mietet sich Rad oder Pferdekutsche für die Tour durch den Viktorianischen Ort.  Nicht versäumen: den Aufstieg zu Fort Mackinac, einer Festung von 1782 – oder das Naschen in einem der berühmten Fudge-Shops, die ihre zuckersüßen Plombenzieh-Toffees in allen Variationen anbieten (im August ist „Fudge Festival“).

„Big Mac“ - der ideale Durchhänger

Oder doch lieber Lust auf „Big Mac“? So nennen die Einheimischen die Mackinac Bridge, mit 8038 Metern eine der längsten Hängebrücken der Welt. Als Nadelöhr verbindet sie die Untere mit der Oberen Halbinsel. Auf der „Upper Peninsula“ sind etwa 90 Prozent der Fläche von Wäldern bedeckt – ein Traum für Wanderer, Biker und Outdoorfans, die Natur gern pur erleben, oder sich an einem der 150 Wasserfällen erfrischen wollen.

Ein Paradies für Bike-Fans: Die Wälder in Michigan

Foto: Brand USA

An der rauen Küste des Lake Superior, dem größten der fünf „Großen Seen“ Nordamerikas, wartet das historische Uni-Städtchen Marquette. Von hier starten Rad- und Wandertouren für Jedermann – einfach mal mitmachen. Immerhin: Michigan hat mehr als 575 Wanderwege!

Das rockt: Klippen, 70 Meter hoch

Ein echtes Naturwunder des Landes sind die orangeroten Klippen der Pictured Rocks, die aus dem azurblauen Lake Superior ragen. Sie bilden das Herzstück des über 65 Kilometer langen Pictured Rocks Nationalpark. Mit Höhen von 70 Metern stechen die bunten Sandsteinfelsen aus dem See und bieten mit ihren versteckten Höhlen und Bögen einen Parcours für Touren mit Kajak oder Kanu.

Paradies für Paddler: die Pictured Rocks im Lake Superior.

Foto: Brand USA

Vom Strand direkt nach Holland

Nach Wäldern und Wildnis auf der Oberen Halbinsel ist es Zeit für Beachlife – und davon hat Michigan eine Menge zu bieten: auf 300 Kilometern reiht sich im Südwesten des Landes Sandstrand an Sandstrand – und das beste: es gibt keine Haie! In den hübschen Badeorten entlang des Ufers lässt sich wunderbar bummeln, shoppen oder frische Seeforelle schlemmen. Wer dennoch auf Nervenkitzel steht: In Muskegon liegt „Michigan´s Adventure Amusement and Water Park“: Der größte Wasser- und Freizeitpark des Landes sorgt mit der Wildwasser-Achterbahn für richtig Adrenalin...

Nicht nur Surfer kommen am Grand Haven Beach voll auf ihre Kosten.

Foto: Brand USA

Beschaulicher verläuft es in Grand Haven. Hier wirkt jeder Tag am zuckerweißen Strand wie Wellness, und bei knapp 30 Grad im Sommer ist die Runde auf dem Badelaken gut auszuhalten. Nur zum „Coast Guard Festival“ im August, wenn Hunderttausende Besucher kommen und die berühmte Parade verfolgen, schlagen die Wellen etwas höher. Gourmets sollten im September zum jährlichen „Salmon Festival“ vorbeischauen - die leckeren Lachs-Kreationen sind eine Spezialität der Region.

Weiter geht´s nach Holland. Yes, richtig gelesen: das gemütliche Städtchen am Black River wurde 1847 von niederländischen Siedlern gegründet. Jedes Jahr im Frühjahr versprüht das Tulpenfestival samt Parade und Feuerwerk echtes Holland-Feeling. Holzschuhe gibt´s an jeder Ecke, dazu eine 270 Jahre alte Windmühle und viele Fahrradwege -  auf ihnen lässt sich stilecht mit dem Hollandrad die Stadt erkunden.

Europa in den USA: Wer durch Downtown Holland flaniert, vergisst fast, dass er sich mitten in Michigan befindet.

Foto: Brand USA

O´zapft is in Frankenmuth

Auch die Bayern sind in Michigan zuhause! Wir reisen weiter nach Frankenmuth, 1845 von fränkischen Missionaren gegründet. Ein Viertel der knapp 5000 Einwohner spricht heute noch deutsch. In dem „Bayerischen Disneyland“ lassen sich jedes Jahr drei Millionen Besuchern Haxe, Wurst und Weißbier schmecken.

Sieht aus wie Bayern, ist aber Michigan.

Foto: Fotolia

Hier gibt´s Kuckucksuhren, Krachlederne und „Bronner´s Christmas Wonderland“ – der riesigen Weihnacht-Shop hat 361 Tage im Jahr geöffnet. Stille Nacht....

Detroit – das „neue Berlin“ der USA

Zum Schluss der Tour kurven wir in die Motor City Detroit, direkt an die Grenze Kanadas. Lansing ist zwar die Hauptstadt Michigans, aber Detroit um einiges größer – und spannender: als Wiege der Autoindustrie und einst reichste Metropole Amerikas, meldete die runtergewirtschaftete Stadt 2013 Insolvenz an.

Was für ein Anblick: Die Skyline von Detroit ist wieder cool.

Foto: Brand USA

Heute ist Detroit dabei, sich neu zu erfinden – und es funktioniert: neue Ausgehviertel wie „The District“, kreative Start-ups und Shops erobern die City. Ehemals verwaiste Grundstücke erblühen als Parks oder Gärten, aus alten Bahntrassen werden Radwege. Überhaupt: Bikes sind hier total „in“, überall eröffnen hippe Läden, die Räder verkaufen und Touren durch die auferstandene Stadt anbieten. Es ist diese besondere Mischung, die den Reiz von Detroit ausmacht: ein Mix aus Moderne mit einem Hauch von Underground. Einige Investoren prophezeien bereits, dass die Stadt das Zeug hat „zum Berlin der USA“ zu werden. Und Musik-Ikone Patty Smith riet den jungen Kreativen New Yorks kürzlich, sofort vom Big Apple nach Detroit zu ziehen.

Motown City: Detroit ist die Wiege der Automobilindustrie

Foto: Fotolia

Vor allem: Kunst verändert die City. Gemälde und Graffiti in Gassen und auf Hauswänden sorgen für Farbe – und lässige Stimmung.  Im Lafayette Park konzipierte Bauhaus-Meister Mies van der Rohe eine Siedlung, die als „Zukunfts-Prototyp der urbanen Stadtentwicklung“ gilt, geführte Touren sind hier möglich. 2015 kürte die UNESCO Detroit als erste und einzige US-Stadt zur "City of Design".  Das „Institute of Arts“ mit Werken von van Gogh oder Picasso, ist eines der bedeutendsten Kunstmuseen der USA. Und im „Motown Museum“ lässt sich in die Welt des legendären Plattenlabels eintauchen. Es hat Stars wie Michael Jackson, Lionel Richie und The Commodores hervorgebracht und prägte die Musikwelt mit seinem einzigartigen Sound.

Wer nach so viel Sightseeing Appetit bekommt, sollte auf jeden Fall eine typische „Pizza Detroit Style“ (mit Peperoni) probieren - ihr dicker, knuspriger Rand ließ schon Food-Kritiker der „New York Times“ schwärmen.

Klingt gut, oder? Klingt auf jeden Fall nach einem super Comeback für Detroit. Und nach Lust auf ganz viel Michigan!

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