JACDEC-Ranking

Das sind die sichersten Airlines der Welt

Das jährliche Ranking des Hamburger Flugunfallbüros JACDEC zeigt, welche der großen, internationalen Fluggesellschaften sicher sind. Die ersten zwölf Plätze – und welche Airlines auf den Rängen 58, 59 und 60 landeten.

Das Flugunfallbüro „Jet Airliner Crash Data Evaluation Centre“, kurz JACDEC, veröffentlicht seit 2013 jährlich ein Sicherheits-Ranking, welches die größten kommerziellen Fluglinien der Welt miteinbezieht. Die weltweit angesehene Institution mit globaler Datenbank arbeitet mit den führenden Luftfahrtbehörden zusammen.

Wie schon in den Jahren 2015 und 2016 führt die aus Hongkong stammende Cathay Pacific die Sicherheitsliste der 60 größten Fluggesellschaften an. Den zweiten und dritten Platz belegten die neuseeländische Airline Air New Zealand und Hainan Airlines aus China.
Die deutsche Lufthansa landete auf einem guten Platz 12.

Ganz vorn landeten folgende Airlines:

  1. Cathay Pacific Airways, China
  2. Air New Zealand, Neuseeland
  3. Hainan Airlines, China
  4. Qatar Airways, Katar
  5. KLM, Niederlande
  6. EVA Air, Taiwan
  7. Emirates, VAE
  8. Etihad Airways, VAE
  9. Qantas, Australien
  10. Japan Airlines, Japan
  11. All Nippon Airways, Japan
  12. Lufthansa, Deutschland

Insgesamt umfasst das jetzt veröffentlichte Ranking 60 Plätze, von denen bislang nur die ersten zwölf (siehe oben) und die Ränge 58, 59 und 60 herausgegeben wurden. Die vollständige Liste wird JACDEC in zwei Wochen veröffentlichen. Die in Taiwan ansässige China Airlines landete auf Platz 60, hinter der kolumbianischen Airline Avianca Colombia (Platz 59) und der indonesischen Fluglinie Garuda Indonesien (58).

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Die Bewertungskriterien

Die Hamburger Unfalluntersucher messen bei ihrer Bewertung unter anderem Verkehrsleistung und Zwischenfälle. Das aktuelle Ranking bezieht sich auf Vorfälle im Zeitraum 1989 bis Ende 2016. Neben Flugzeug-Totalverlusten werden auch schwere Zwischenfälle erfasst. Dabei muss es sich nicht unbedingt um Unfälle im klassischen Sinn handeln, es kann auch um Beinahe-Kollisionen oder riskante Situationen gehen. Je länger ein Unfall zurückliegt, umso schwächer wirkt er sich auf den JACDEC-Sicherheitsindex aus. Verschiebungen in der Liste bedeuten also nicht, dass die betreffenden Unternehmen nicht mehr sicher sind.

Aber nicht nur Un- und Zwischenfälle werden untersucht. Auf seiner Website schreibt das Flugunfallbüro: „Eine Lehre unserer nun jahrzehntelangen Erfahrung in der Analyse der Flugsicherheit ist die folgende: Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen der Sicherheit einer Fluggesellschaft und der Kompetenz und Transparenz der Kontrollbehörden.“ Deshalb beziehe man auch die Ergebnisse des „Universal Safety Oversight Audit Programm“ (USOAP) mit ein, ein weltweites Programm, das von der International Civil Aviation Organization (ICAO) geführt wird. Hierfür wird insbesondere untersucht, inwieweit ein Land in der Lage ist, definierte Standards in der Luftsicherheit zu erfüllen und aufrechtzuerhalten.

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Darüber hinaus bewertet JACDEC auch, ob und wie transparent eine Airline bzw. die Regierung des Landes, in dem sie ansässig ist, sich zeigt und in inwieweit sie die Öffentlichkeit über mögliche Zwischenfälle informiert. Während Länder wie die USA, Großbritannien, Kanada, Frankreich, Australien, Deutschland und die skandinavischen Staaten, aber auch Südafrika und Kolumbien in Sachen Transparenz gut abschnitten, wurden andere Länder wie zum Beispiel China, Malaysia, Thailand und die Türkei hier niedriger eingestuft.


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