Nudelbar Tsuta in Tokio

Imbissbude bekommt Michelin-Stern!

In den meisten Fällen sind es noble Gourmet-Restaurants, die darauf hoffen dürfen, einen der begehrten Michelin-Sterne zu ergattern. In Japan ist nun erstmals eine einfache Nudelbar in die Gourmet-Liga aufgestiegen. Der winzige Laden in der Hauptstadt Tokio serviert Ramen – eine japanische Nudelspezialität.

Nudeln in bräunlicher Brühe, dazu ein Stück Schweinefleisch, etwas Bambus und ein gekochtes Ei – so sieht ein typisches Gericht bei Tsuta aus. Und es schmeckt den Gästen offenbar ziemlich gut: Vor dem winzigen Laden in Tokios Stadtteil Sugamo bildet sich fast täglich eine lange Schlange, die nur neun Sitzplätze sind durchgehend belegt. Mehrere Medien haben schon über die Nudelbar berichtet, diverse Reiseführer empfehlen einen Besuch.

Und in Zukunft werden sich wohl noch mehr Menschen die Beine in den Bauch stehen, um einmal eine Nudelsuppe bei Tsutsa zu probieren: Wie unter anderem die „Japan Times“ berichtet, wurde die Bar, die man aufgrund ihrer geringen Größe und der günstigen Preise durchaus als Imbissbude bezeichnen kann, am Dienstag mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Es ist das erste Ramen-Restaurant weltweit, das die begehrte Auszeichnung der Feinschmecker-Bibel erhalten hat.

#東京兔記 #japanesesobanoodles蔦

Ein von rabby_woohoo (@rabby_woohoo) gepostetes Foto am

„Ein Stern hatte für uns keine Priorität“, zitiert das österreichische „Wirtschaftsblatt“ einen der Köche, Takatoshi Itam. „Das wichtigste ist, dass die Kunden unsere Ramen mögen.“ Bei Ramen handelt es sich um eine spezielle Art von Nudeln, die ursprünglich aus China stammen und in Japan abgewandelt wurden. Heute ist das Suppen-Gericht einer der beliebtesten Imbisse der Japaner und erobert auch immer mehr den internationalen Markt.

Bei Tsuta serviert man den Gästen die Suppen, die umgerechnet zwischen 6,60 Euro und 9 Euro kosten, in etwas abgewandelter und verfeinerter Form, zum Beispiel mit gegrilltem Schweinefleisch in Rosmarin oder mit Steinpilzen. Wie das aussieht, zeigen zahlreiche Fotos, die Gäste bei Instagram geteilt haben:

Hier TRAVELBOOK auf Instagram folgen!

Ob das Essen bei Tsuta eines Michelin-Sterns tatsächlich würdig ist, stellte so mancher Gast bereits infrage. „Es hat sehr mild geschmeckt. Leicht salzig, aber fast wie Wasser, finde ich“, schreibt etwa Instagram-Nutzer „mas_siva“ neben sein Suppen-Foto. Und weiter: „Ich habe fast eine Stunde gewartet, bis ich das Essen bekam.“ Für ihn persönlich sei das Tsuta trotz der Michelin-Auszeichnung nichts.

Finally come to Japanese Soba Noodles Tsuta @ Sugamo, Tokyo since 2 years. This restaurant has gotten Michelin Guide Tokyo 2015 Bib Gourmand. Bought the ticket of salt soup ramen with a boiled egg big size. Taste super light. Slightly salty but almost hot water for me. Healthy but it's not my favorite. Waited for approximately 1 hour before eating this. So this restaurant is definitely popular, but unfortunately it's not for me. Today I realized one thing. Ramen awarded by Bib Gourmand must not be my favorite. Absolutely my sense of taste should be crazy lol. #japanesesobanoodles蔦 #味玉塩そば #大盛 #白トリュフオイル入り #味薄 #私には #殆どお湯 #ビブグルマン獲得 #ラーメン #私の好みでは無いかも #私の味覚が #変なだけです #安心して下さい #food #foodie #foodporn #instagram #instafood #Noodles #ramen #travel #Tokyo

Ein von @mas_siva gepostetes Foto am

Insgesamt wurden 217 Restaurants in Tokio ausgezeichnet, 13 davon erhielten sogar drei Michelin-Sterne. „Die Zahl der Restaurants in Tokio ist riesig und die Auswahl der Gerichte sehr breit, was es zu einer extrem anziehenden Stadt für gutes Essen macht“, sagte Michael Ellis, der internationale Chef der Michelin-Guides, zur „Japan Times“.

Hier kostenlos bei TRAVELBOOK Escapes anmelden und bis zu 70 Prozent beim Urlaub sparen.