Nordseeinsel

11 gute Gründe für Urlaub auf Juist

„Töwerland“ nennen die Juister ihre schöne Nordseeinsel. Das heißt „Zauberland“ auf Plattdeutsch. TRAVELBOOK verrät, warum die ostfriesische Insel den Namen verdient und was Sie sich dort nicht entgehen lassen sollten.

Von Maike Grunwald

Juist ist kein Ort, wo man zufällig landet: Die längste der ostfriesischen Nordseeinseln ist nicht so einfach zu erreichen wie zum Beispiel die Nachbarinsel Norderney, die im Sommer mit stündlichen Fährverbindungen auch Tagestouristen anlockt. Wer nach Juist fährt, hat sich bewusst dafür entschieden und ist meist Wiederholungstäter. Doch was ist das Besondere an der schwer erreichbaren Insel? TRAVELBOOK nennt elf Gründe, warum Juist süchtig macht.

Die besten Deals & Storys: Jetzt für den TRAVELBOOK-Newsletter anmelden!

1. Die Überfahrt

Juist kann die Fähre nur bei Flut anlaufen, sodass es auch in der Hochsaison maximal zwei Verbindungen gibt (hier geht's zum Fahrplan). Zwar verkehren auf den Nordseeinseln Mini-Flugzeuge, die auch Juist anfliegen. Aber die Überfahrt mit der Fähre ist der ideale Start für einen Urlaub im „Töwerland“ und eigentlich schon der erste gute Grund für einen Urlaub auf Juist: Nach einer Stunde frischer Nordseebrise, Möwenrufen und Wellenrauschen hat jeder den Alltag hinter sich gelassen.

Nordseestimmung auf Juist

Foto: dpa Picture Alliance

2. Keine Autos, kein Lärm, kein Stress

Juist ist eine autofreie Insel. Es gibt genau zwei PKW, und die gehören den beiden Ärzten der Insel und werden nur im Notfall eingesetzt. Das heißt: keine Ampeln, keine Staus, keine Abgase, keine Motorenlärm. Nur Nordseerauschen. Kinder haben Platz zum Spielen und Herumrennen, ohne dass sich die Eltern Sorgen machen müssen.

Taxi auf Juist

Foto: dpa Picture Alliance

3. Überall freundliche Pferde

Ein angenehmer Nebeneffekt der Autofreiheit: Zum Transport von Koffern, Lebensmitteln und als Taxis werden – neben Fahrrädern mit Anhängern – jede Menge Pferdewagen eingesetzt. Romantisches Hufgeklapper und niedliche Streicheltiere lassen Romantiker- und Kinderherzen höher schlagen. Wenn sie Feierabend haben, bilden die grasenden Pferde ein idyllisches Bild.

Grasende Pferde bestimmen die Idylle der autofreien Insel

Foto: getty images

4. nahezu unendliche strände

Die weiten Strände auf der Nordseite der Insel scheinen besonders bei Ebbe unendlich zu sein. In den bunten Strandkörben lässt es sich herrlich entspannen. Zu jeder Jahreszeit lohnen sich lange Spaziergänge: Der kräftige Seewind, der an manchen Tagen den feinen Sand wie einen Schleier über den Boden weht, pustet den Kopf frei und versorgt die Atemwege mit gesunder salzhaltiger Luft. Dazu das Wellenrauschen – so muss Nordseeurlaub sein!

Legendär: Die weiten Strände von Juist

Foto: Getty Images

5. Wattwandern mit heino

Auf der Südseite der Insel liegt hinter den Salzwiesen das Wattenmeer, Unesco-Weltnaturerbe und Nationalpark. Ein riesiger Organismus, der pausenlos die Umwelt reinigt und unzähligen Tieren Lebensräume bietet. Ein echtes Highlight ist eine Wattwanderung mit Heino, dem legendären „Wattflüsterer”. Er ist auf der Insel geboren und seit Jahrzehnten Wattführer, wie sein Vater vor ihm. Keiner kennt und liebt das Wattenmeer wie er – Begeisterung, die ansteckt. Das besondere Licht im Watt zaubert stimmungsvolle Bilder.

Watt entdecken mit Wattführer Heino

Foto: dpa Picture Alliance

Folgen Sie der Autorin Maike Grunwald auf Twitter, Instagram oder besuchen Sie ihren „Reisetageblog“

6. Die Vogelwelt

Das Trillern der Austernfischer, die Rufe der Möwen und das Flöten der Brachvögel sind die Musik der Nordsee. Etwa 12 Millionen Vögel kommen jedes Jahr ins Wattenmeer, um zu rasten, zu brüten oder ihr Gefieder zu wechseln. Im Frühling und ab Spätsommer bevölkern  Schwärme von Ringelgänsen und anderen Zugvögeln Wattenmeer und Salzwiesen. Ihre langen Routen zwischen den Überwinterungsländern im Süden und den Brutgebieten im Norden können von Südafrika bis in die Arktis reichen. Juist hat neben Nordsee und Wattenmeer auch noch ein Süßwasserbiotop: das Naturdenkmal „Hammersee“, der größte Süßwassersee auf einer Nordseeinsel. Kein Wunder, dass die Insel ein Paradies für Vogelbeobachter ist. Im Herbst gibt es vom Nationalpark-Haus organisierte Bootsausflüge zur Juister Vogelinsel Memmert, die kein Mensch betreten darf.

Austernfischer am Strand

Foto: Getty Images

Die am besten bewerteten Hotels auf Juist finden Sie hier

7. Babyrobben und andere süße Tiere

Im Sommer sieht man mit etwas Glück kleine Robben am Strand. Dann heißt es: Abstand halten und aus der Ferne bewundern, damit sie nicht flüchten. Ihre Mütter sind nur beim Fischen, sie kümmern sich schon. Ein Highlight für Erwachsene und Kinder sind Bootstouren zu den Seehundbänken vor der Insel. Im Winter bringen die Kegelrobben dort ihre Jungen zur Welt. Ganz aus der Nähe zu bewundern sind die Rehe der Insel, die kaum Scheu zeigen. Vielleicht auch deshalb, weil auf Juist für Hunde überall Leinenpflicht besteht, um Zugvögel und andere Tiere vor Stress zu schützen. In der Ausstellung im Nationalpark-Haus und bei den öffentlichen Veranstaltungen und Natur-Touren erfährt man mehr über die Tierwelt.

Zum Dahinschmelzen, diese kleine Robbe

Foto: Getty Images

8. Ostfriesentee und frische Waffeln

Standesgemäß genießt man den Ostfriesentee im bauchigen Kännchen auf dem Stövchen serviert mit Wölkchensahne und Kluntjes (Kandiszuckerklumpen), dazu ein kleines Kännchen mit heißem Wasser, um ihn bei Bedarf zu verdünnen – zum Beispiel beim Frühstück im Traditionshotel Pabst oder nachmittags mit den bekannt leckeren frischen Waffeln im schnuckeligen historischen „Lütje Teehuus“ („Kleinen Teehaus“) im Januspark. Dort kann man auch herzhafte Spezialitäten genießen, wie Ostfriesische Nordseekrabbensuppe oder Juister Pannfisch.

Gemütlich: Ostfriesentee auf dem Stövchen

Foto: getty images

9. „Rosinenstuten“ und „Tote Tanten“

Wunderschön ist eine Radtour zur Gaststätte „Domäne Bill” auf dem Westende der Insel, genannt „Die Bill”, wo man auch herrlich spazieren gehen kann. Allein schon wegen der legendären „Rosinenstuten”, dem hausgebackenen Rosinenbrot, lohnt es sich, herzukommen. Ideal dazu: eine „Tote Tante”, heiße Schokolade mit Rum. In dem entspannten Lokal mit Meerblick und Selbstbedienung gibt es auch gute Hausmannskost.

Der legendäre „Rosinenstuten” der Domäne Bill auf Juist

Foto: dpa Picture Alliance

10. Die Wege des Naturforschers

Der kürzlich angelegte Otto-Leege-Pfad ist ein Kunst- und Naturlehrpfad mit Ententeich, Boden-Bild der Zugvogelrouten, Tafeln zur Blumenwelt der Dünen, Windharfe und Wasserklangschale zum Selbstmusizieren ist ein neues Highlight auf Juist. Benannt wurde er nach dem bekannten Naturforscher, der mit der Insel eng verbunden ist. Der Pfad führt barrierefrei durch die traumhafte Juister Dünenlandschaft, die sonst aus Naturschutzgründen nicht zugänglich ist.

Der neu angelegte Otto-Leege-Pfad führt durch die herrliche Juister Dünenlandschaft, die sonst aus Naturschutzgründen nicht zugänglich ist

Foto: wikipedia

Auch interessant: Welche Nordseeinsel passt zu mir?

11. Wellness mit Nordsee-Blick

Im Meerwasser-Erlebnisbad „Töwer Vital“ ist das Wasser zu jeder Jahreszeit 30 Grad warm. Eineinhalb Stunden tägliche Nutzung sind im Kurbeitrag inklusive, also frei bei Vorlage der TöwerCard. Auch die frisch modernisierte Sauna lockt mit fantastischem Nordsee-Blick, nicht nur vom Außenbereich hoch oben auf dem Ruhedeck, sondern direkt von der großen finnischen Sauna aus. Donnerstagnachmittags bei der Damensauna sind Frauen unter sich.

(mgr)

Die Teilnahme an der Reise wurde unterstützt von der Kurverwaltung Juist. Unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabhängigkeit finden Sie unter www.axelspringer.de/unabhaengigkeit.

Kennen Sie schon TRAVELBOOK Escapes? Kostenlos anmelden und bis zu 70 Prozent beim Traumurlaub sparen.


[Link auf http://de.pinterest.com/travelbookde/]