Rezept für mexikanischen Avocado-Dip

So gelingt die perfekte Guacamole – in 10 Minuten

Guacamole gehört zu den leckersten Dips des Sommers. Besteht sie doch aus wenigen und gesunden Zutaten wie Avocado, Zitrone und Zwiebel. Und wahlweise auch aus Erbsen. Warum letzteres in den USA eine Debatte auslöste, wir seitdem wissen, wie US-Präsident Barack Obama seine Guacamole am liebsten isst, und wie man die perfekte Guacaomle in zehn Minuten selbst zubereitet, lesen Sie in unserer Food-Kolumne „Friederikes Weltspeisen“.

FriederikeKoenig.jpg Von Friederike Koenig

Guacamole, schon der Name klingt nach Sommer. Und weil der hoffentlich nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt, gibt es schon jetzt einen kleinen Exkurs in die wohl leckerste Beilage ebendieser warmen Jahreszeit. Der Avocadodip passt zu Tacos, Tortillas, Grillfleisch, Gemüse, lauwarmen Fladenbrot – kurz: zu schlichtweg allem.

Foto: Travelbook/ Getty Images

Bis vor ein paar Jahren war die Avocado noch so etwas wie der Exot im Supermarkt. Inzwischen löffeln die einen sie als Mittagssnack, andere pürieren sie mit sämtlichen anderen Super-Foods zu einem Smoothie und wieder andere machen daraus eben Guacamole. Für letzteres braucht man neben einer reifen Avocado außerdem eine Zwiebel, etwas Zitrone oder Limette, Salz Pfeffer, Koriander – und wahlweise Knoblauch, Tomaten oder Chili. Die Grundzutaten vermengt man, den Rest schneidet man in kleine Stücke und rührt sie unter – das dauert höchstens zehn Minuten (Rezept siehe unten).

Die Guacamole ist ein mexikanischer Klassiker mit einer Geschichte, die bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen soll. Und ein Beweis dafür, dass traditionelle Kost nicht unbedingt langer Zubereitungszeit bedarf. Laut Duden leitet sich das Wort Guacamole von dem Wort „ahuacamolli“ ab, das man einer mittelamerikanischen indigenen Sprache zuordnet; „ ahuacatl“ bedeutet Avocado und „molli“ Soße.

Eigentlich könnte man es dabei belassen und den Text an dieser Stelle beenden. Wäre da nicht eine Debatte, die an ihrer Kuriosität kaum zu übertreffen ist. Im vergangenen Jahr veröffentlichte die Tageszeitung „The New York Times“ ein Guacamole-Rezept – mit Erbsen. Zwar haben diese eine ähnlich quietschgrüne Farbe wie die Avocado-Frucht, doch wo sie sich auf keinen Fall wiederfinden sollten, ist in einer Guacamole.

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Das fanden auch die meisten Twitter-Nutzer und entzürnten sich öffentlich über diese gewagte Idee. Eine Userin twitterte „Auf keinen Fall!!!“, eine andere schrieb: „Ehrlich, müssen diese Erbsen-Liebhaber alles ruinieren?“. Ein wiederum anderer User bezeichnete die Erbsen-Zugabe sogar als einen „schamlosen Angriff“ auf seine Frau und deren mexikanisches Kulturerbe.

Und selbst US-Präsident Barack Obama mischte in der Diskussion mit, schrieb, dass er es klassisch möge, nur mit Zwiebeln, Knoblauch und Peperoni.

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10-Minuten-Rezept

Für all diejenigen, die ihre Guacamole schnell, unkompliziert und ganz ohne Erbsen am liebsten mögen, gibt es hier das Turbo-Rezept:

Zutaten

  • 2 reife Avocados
  • 1 kleine Limette (oder Zitrone)
  • 1/2 Zwiebel
  • 1 kleine Zehe Knoblauch
  • 1-2 Stiele frischer Koriander
  • evtl. eine rote Chilischote
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Avocados halbieren, Schale und Kern entfernen und in kleine Stücke schneiden. Die Limette pressen, den Saft in einer Schüssel auffangen. Die Zwiebel in kleine Würfelchen schneiden, den Knoblauch ebenfalls pressen. Den Koriander kurz abwaschen, mit einem Küchenpapier abtupfen, die Blätter abzupfen und bei Bedarf klein hacken.

  2. Avocados, Limettensaft, Zwiebel, Knoblauch und Koriander in eine Schüssel geben und alles mit einer Gabel zerdrücken. Mit Salz und Pfeffer würzen.

  3. Nach Bedarf jetzt die Chilischote längs aufschneiden, von den Kernen befreien, abwaschen, in kleine Stücke schneiden und unter die Guacamole heben. Fertig.

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