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Das frische Grün/Orange der Opuntien-Kakteen, das blasse Rosa der Tamarisken, das facettenreiche Grau der Felsklippen, das leuchtende Karminrot, der dampfende Farbkessel…
Sabas Martin erweckt mit seiner farbenfrohen Sprache und dem geübten Blick eines erfahrenen Erzählers einen Schlüssel- und Wendepunkt der Geschichte der kanarischen Inselwelt zum Leben.
Er erzählt von den Strapazen das jungen Plantagenbauers Quintero, der eine gewagte Idee zu verwirklichen versucht: Die Zucht von Koschenilleläusen zur Herstellung des Farbstoffs Karmin der heute noch für Aquarellfarben, Lippenstifte und Campari verwendet wird.
Am Anfang als Träumer verlacht, lässt sich Quintero nicht unterkriegen, er trotzt selbst der großen Gelbfieberepidemie 1811, und so scheint sein Plan schließlich aufzugehen, die Farbherstellung entwickelt sich zum wirtschaftlichen Standbein einer ganzen Insel.
Doch der Wind des Schicksals weht launisch über der Isla Nacaria. Mit der Erfindung erster synthetischer Farbstoffe beginnt der Niedergang der blühenden Wirtschaftslandschaft. Als er schließlich seine Fabrik schließen muss, zerbricht dieser Verlust den sonst so lebensfrohen Quintero …
Bewegt und direkt, aber ohne jedes überflüssiges Pathos, schildert der spanische Erfolgsautor die Geschichte eines aufstrebenden jungen Mannes, der sich – aufs Engste verwoben mit dem Schicksal seiner Heimatinsel – einem Phänomen ergeben muss, das Insel, Menschen und Träume gleichermaßen in seinen Bann zieht: Das Auf und Ab der Gezeiten. Ebbe und Flut. Erfolg und Scheitern.
Unabhängig von der Geschichte der Inseln kann das Buch als poetische Parabel auf zeitgemäße Wirtschaftskrisen gelesen werden: es geht um den Aufbau einer Illusion und darum, was das Zerbrechen dieser Illusionen auslöst. Diese magische reale Geschichte entwickelt eine unheimliche Sogkraft. Sie basiert auf den Erinnerungen des Großvaters des Autors.
Roman, aus dem Spanischen von Gerta Neuroth. 192 S., gebunden mit Schutzumschlag, Gemälde auf dem Umschlag und im Innenteil von Andrés Delgado .Fotografien von Gero Neuroth und Imeldo Bello.
Preis: Euro 12,90, SFr 24,- ISBN 978-3-88769-375-6, März 2009. Der Roman erhielt den „Premio de Novela Alfonso García Ramos“.
Biografie Sabas Martín: geb.1954 in Santa Cruz, Teneriffa, ist ein bekannter spanischsprachiger Autor mit umfangreichem Werk (Prosa, Lyrik, Essays, Songtexte) und Journalist, war u.a. Intendant des „Teatro de Cámara del Círculo de Bellas Artes de Tenerife “, ist Mitglied der Academia Canaria de la Lengua und erhielt namhafte Literaturpreise. Texte von Sabas Martín wurden bisher u.a. ins Französische, Englische, Italienische, Kroatische und Bulgarische übersetzt. Dieser Roman ist die erste Übersetzung eines seiner Werke ins Deutsche.
Weitere Informationen: konkursbuch Verlag, Babett Taenzer
Postfach 1609, 72006 Tübingen, Tel. 07071/66551,
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, www.konkursbuch.com
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