Getestet!

Eine Nacht im besten Hotel Deutschlands

Zum zweiten Mal in Folge hat ein Dresdner Hotel es an die Spitze der besten Hotels Deutschlands geschafft und den begehrten Traveller's Choice Award von Tripadvisor verliehen bekommen. Die Auszeichnung beruht auf den Bewertungen von mehr als 1000 Hotelgästen. TRAVELBOOK wollte wissen, worin das Erfolgsgeheimnis des Hotels liegt – und hat es für eine Nacht getestet.

Angelika Pickard Von Angelika Pickardt

Sieht man sich die Bewertungen im Internet an, dürfte eine Übernachtung im Swissôtel in Dresden kein Risiko sein. Im Gegenteil: Kein anderes Hotel in Deutschland wurde im vergangenen Jahr von seinen Gästen besser beurteilt – und das bereits zum zweiten Mal in Folge.

Von insgesamt 1167 Reviews bei Tripadvisor, der weltweit größten Reise-Community, haben 936 Gäste das Hotel mit „ausgezeichnet“ bewertet, weitere 196 mit „sehr gut“. Das Dresdner 5-Sterne-Haus konnte damit seine Spitzenposition halten und bekam erneut den Traveller's Choice Award für Deutschlands bestes Hotel verliehen. Auch bei anderen Portalen wie booking.com oder Holidaycheck schneidet das Swissôtel bei den Bewertungen sehr gut ab.

Welche Hotels es auf Platz 2 bis 10 geschafft haben, sehen Sie hier

Aber wie fühlt sich denn nun eine Nacht im „besten Hotel Deutschlands“ an? Was macht das erst 2012 eröffnete Swissôtel Dresden besser als andere Hotels? Das wollten wir wissen – und fuhren nach Dresden.

Die Lage

Das Hotel liegt in der historischen Altstadt, direkt gegenüber vom Residenzschloss, in dem sich das Grüne Gewölbe befindet. Zwinger, Semperoper und Frauenkirche sind gleich um die Ecke. Zentraler kann die Lage kaum sein, was so ziemlich jeden Dresden-Besucher freuen dürfte.

Von außen kaum als Hotel erkennbar: das Gebäude, in dem das Swissôtel Dresden seine Räume hat

Foto: Swissôtel Dresden

Der erste Eindruck

Als das Taxi hält, muss ich erstmal genau hinsehen, um das Hotel überhaupt als solches zu erkennen: Es befindet sich in einem herrschaftlichen, nach alten Plänen neu erbauten Gebäude, in dem sich unten schicke Ladengeschäfte aneinanderreihen. Aber, ein kleiner Schriftzug an der vorderen Hauswand zeigt es an, ich bin hier richtig. Von außen wirkt das Hotel recht klein. Doch dieser Eindruck, so werde ich später noch sehen, täuscht gewaltig.

Durch den Eingang, der etwas versteckt zwischen den Torbögen des Gebäudes liegt, betrete ich die elegante, mit viel Marmor und modernen Details ausgestattete Lobby, in der eine imposante Freitreppe aufwartet und eine überdimensionale Tischlampe in elegantem Weiß das optische Herzstück bildet. Deren Unterteil halte ich fälschlicherweise für eine Sitzbank und lasse mich samt Gepäck darauf nieder. Die Hotelmitarbeiter, ganz professionell, übersehen meinen peinlichen Fauxpas und tun so, also ob nichts sei.

Ein bisschen schäme ich mich, dass ich nur meine kleine Sporttasche statt des schickeren, aber für eine Nacht viel zu großen Trolleys mitgenommen habe. Aber diese Sorge stellt sich schnell als unbegründet heraus. Denn obwohl das Hotel fünf Sterne hat, fühlt man sich hier auch als „Ottonormalverdiener“ durchaus wohl. Will heißen: Das Ambiente ist zwar schick, aber nicht überkandidelt.

Das Designer-Stück in der Lobby: eine überdimensionale Tischlampe in elegantem Weiß

Foto: Swissôtel Dresden

Ich werde sehr freundlich begrüßt, ein Portier lässt es sich nicht nehmen, trotz meiner Proteste meine winzige Tasche auf mein Zimmer zu bringen. Was mir bereits im Foyer auffällt und was sich an vielen Stellen im Hotel fortsetzt: Im Dekor finden sich sowohl schweizerische, als auch sächsische Elemente wieder. Das Konzept des Hauses, so erklärt mir der Hoteldirektor später, liegt in der Verschmelzung beider Kulturen, sowohl in der Ausstattung, als auch beim Essen.

Das Zimmer

Als erstaunlich groß und weitläufig entpuppt sich das Hotel, wenn man erstmal die Gästeetagen betreten hat. Immerhin 235 Zimmer und Suiten gibt es hier. Mein Zimmer liegt im oberen Stockwerk – mit Blick auf die Kuppel der Frauenkirche! Begeistert reiße ich das Fenster auf und schaue über die Dächer der Dresdner Altstadt. Das Zimmer ist geräumig, mit einem großen Flur und einem riesigen Bett. Darüber klebt ein riesiges Wandtattoo, das für meinen Geschmack etwas gewöhnungsbedürftig ist. Aber auch hierbei haben sich die Innenausstatter etwas gedacht: Das Tattoo zeigt Dekorelemente des Meissner Porzellans, womit wiederum optisch an den Standort angeknüpft werden soll.

Mein Zimmer – mit Blick auf die Frauenkirche und Wandtattoo hinter dem Bett

Foto: Swissôtel Dresden

Das Bad ist schmal, aber elegant, die Dusche darin ebenerdig und erstaunlich groß. Nur der Duschkopf hätte angesichts des vielen Platzes darin etwas größer ausfallen können und ist meines Erachtens für ein Fünf-Sterne-Hotel nicht angemessen. Das Bett ist dafür extrem bequem, man kann sogar aus einem Kissen-Menü auswählen und sich die passende Kopfunterlage aufs Zimmer bestellen, ohne dafür etwas extra bezahlen zu müssen. Für Dunkelschläfer außerdem perfekt: An den Fenstern gibt es extra Außenrollläden.

Der Spa-Bereich

Ein Schwimmbad hat das Swissôtel Dresden leider nicht. Dafür aber einen mit 500 Quadratmetern recht kleinen, aber feinen Wellnessbereich im Untergeschoss, dessen Highlight ein steinernes Gewölbe aus dem 15. Jahrhundert ist. Das uralte Mauerwerk hat man zu einem urgemütlichen Ruheraum umfunktioniert, in dem ich nach einer wohltuenden Massage mit Kräutern aus der Schweiz beinahe wegschlummere.

Einzigartig: Der Ruheraum des Spa-Bereichs ist in einem historischen Gewölbe untergebracht

Foto: Swissôtel Dresden

Der Service

Bei den Bewertungen auf Tripadvisor und anderen Portalen ist der Service im Swissôtel einer der Punkte, die am meisten von den Gästen gelobt werden. Und es stimmt: Die Mitarbeiter des Hotels sind tatsächlich sehr aufmerksam und stets um das Wohl der Gäste bemüht, ohne dabei aufdringlich zu sein. Einzig beim Frühstück wurde ich für meinen Geschmack etwas zu häufig gefragt, ob ich noch einen Wunsch habe.

Bestimmt sechs bis sieben Kellner schwirrten durch den Frühstückssaal, obwohl längst nicht alle Tische besetzt waren und das Frühstück als Buffet serviert wird. Wenn man wie ich ein Morgenmuffel ist, kann das etwas anstrengend sein. Was mich sehr freut: Der nette Mitarbeiter am Empfang gibt mir gute Tipps, wie ich meinen wirklich nur sehr kurzen Trip nach Dresden optimal nutze, um die schönsten Ecken der Stadt zu sehen und versorgt mich auch gleich mit einem Stadtplan.

Der Frühstückssaal mit Buffet

Foto: Swissôtel Dresden

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Die Preise

Für ein Fünf-Sterne-Hotel in einer solch zentralen Innenstadtlage habe ich ganz klar höhere Preise erwartet, als sie das Swissôtel anbietet. Über Ostern etwa kostet das Doppelzimmer (27 Quadratmeter) 106 Euro pro Nacht, ein großer Raum für drei Personen (45 Quadratmeter) 175 Euro und die 60-Quadratmeter-Suite für max. vier Personen 202 Euro – das ist deutlich weniger, als andere Fünf-Sterne-Häuser in Dresdens Zentrum in diesem Zeitraum kosten.

Fazit: Ich habe im Swissôtel Dresden bequem genächtigt und mich sehr gut – manchmal beinahe zu gut – betreut gefühlt. Absolute Pluspunkte sind die zentrale Lage, die großen Zimmer und die für ein Fünf-Sterne-Hotel vergleichsweise moderaten Preise. Die Ausstattung ist mit dem Mix aus schweizerischen und sächsischen Elementen originell und durchdacht, wenn auch sicher an mancher Stelle Geschmackssache.

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Die Reise wurde unterstützt vom Swissôtel Dresden Am Schloss. Unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabhängigkeit finden Sie unter www.axelspringer.de/unabhaengigkeit

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