Mehr als Wintersport

7 coole Tipps für den Sommer in Berchtesgaden

Berchtesgaden in Oberbayern kennt jeder Wintersportler und Bergwanderer. Doch lohnt sich die Region am Watzmann auch als Urlaubsziel, wenn der Schnee geschmolzen ist und man vielleicht nicht unbedingt nur wandern möchte? Wir stellen sieben einzigartige Aktivitäten vor, die man (fast nur) im Sommer in Berchtesgaden erleben kann.

Von Johannes Hanser

Der Watzmann ruft! Berchtesgaden im Südosten Oberbayerns kennt jeder Wintersportler: hohe Berge, viel Schnee im Schatten des Watzmanns, dem 2713 Meter hohen Wahrzeichen der bayerischen Alpen, und berühmte Einheimische wie Rennrodler Georg Hackl und Felix Loch, Skispringer Andreas Wellinger und Ski-Alpin-Läuferin Hilde Gerg.

Und im Sommer? Lohnt sich Berchtesgaden auch als Urlaubsziel, wenn der Schnee geschmolzen ist? Gibt es mehr als Bergwandern für normale Urlauber? Wir stellen sieben einzigartige Aktivitäten vor, die man (fast nur) im Sommer in Berchtesgaden erleben kann.

1. Kraxeln in der Schlucht

Die Einheimischen nennen das „Schluchteln“, das Kraxeln in einer Schlucht mit der Fließrichtung des Wassers. Hierbei schwimmt, klettert und kraxelt man zwischen den steilen Hängen des Canyons der Gebirgsbäche herum, entdeckt natürliche Wasserutschen, springt in glasklare Bäche. Achtung: Nur für körperlich fitte Personen, Ausrüstung wie Neopren Anzug, Schwimmweste und Helm stellt der Veranstalter zur Verfügung. Adrenalin-Junkies werden hier glücklich.

Canyoning in Berchtesgaden

Foto: RET Berchtesgaden

2. Als Co-Pilot im Sommerbob

Ein Kick für Geschwindigkeitsfreaks: Bob fahren auch im Sommer! Wenn das Eis geschmolzen und die Bobbahn am Fuße des Watzmann sich in eine Betonrinne verwandelt hat, dann schrauben die Bob-Piloten Räder unter ihre Rennbobs und starten so auf der original Rennstrecke. Als Co-Pilot ist man bei diesem Abenteuer dabei. In original Rennbobs, allerdings mit Rädern statt mit Kufen, geht es auf der Weltcup- und Weltmeisterstrecke durch die 1.200 Meter lange Betonrinne der Kunsteisbahn am Königssee am Fuße des Watzmanns. Mit bis zu 100 Stundenkilometern jagen die Adrenalinjunkies im Bob-Taxi durch den eisfreien Eiskanal.

Bobfahren geht nicht nur im Winter

Foto: Sommerbob-Taxi

3. Im Schlauchboot über den Fluss

Wie wäre es, mit dem Schlauchboot die Berchtesgadener Ache herunterzufahren? Das kristallklare und auch im Sommer kalte Wasser hat Trinkwasserqualität und bahnt sich vorbei an Bergwiesen und steilen Felswänden. Anfänger buchen am besten eine leichte Tour wie die Rafting Fun-Erlebnistour von R-E-T Berchtesgaden. Los geht es in der Unterau mit einem sogenannten „Enzianritt“. Die Tour dauert gut 2,5 Stunden und kostet ab 35 Euro pro Person. Weitere Informationen und Touren gibt es hier

Im Schlauchboot über Stromschnellen

Foto: RET Berchtsgaden

4. Sommerrodeln am Obersalzberg

Die familienfreundlichere Variante ist Rodeln ganz ohne Eis und Schnee. Die Sommerrodelbahn am Obersalzberg bietet rasantes Rodelvergnügen in der schneefreien Zeit. Auf flachen Sommer-Schlitten geht es durch die 600 Meter lange Metallrinne zum „Gasthof Hochlenzer“ hinunter. Zu zweit oder allein am Rodel. Praktisch: Der vollautomatische Aufzug bringt die Rodler zurück zum Start.

Schlittenfahren ohne Schnee – so geht's

Foto: Hochlenzer

5. Bootsfahrt über den Königssee

Am Westufer des Königssees liegt die vielfotografierte Wallfahrtskirche St. Bartholomä mit dem Zwiebelturm. Die Fahrt im Elektroboot ist immer wieder ein Erlebnis, wenn auch völlig überlaufen: Die Echowand, die Wallfahrtskirche Sankt Bartholomä, die steil aufragenden Felswände am Seeufer – das muss man gesehen haben, am besten bei Sonnenschein, denn dann funkelt der See smaragdgrün.

Bootsfahrt auf dem Königssee

Foto: getty

Tipp: Steigen Sie nicht wie alle anderen in St. Bartholomä aus, sondern fahren erst einmal bis zum Seeende weiter. Dort schließt sich der Obersee an, von hier führt ein Wanderweg zur Fischunkelalm. Wer noch eine halbe Stunde Zeit investiert und Badesachen dabei hat, kann ins eiskalte Wasserbecken steigen, am Röthbachfall, mit 470 Meter Fallhöhe Deutschlands höchster Wasserfall.

6. Ab ins Salzbergwerk

Die Besucherbahn rumpelt 1400 Meter in den düsteren Berg hinein und bringt die Bergwerksbesucher bis tief ins Innere. Stollen, enge Gänge, tropfendes Gestein. Das Salzbergwerk Berchtesgaden ist seit 1517 ununterbrochen bis heute in Betrieb und damit das älteste aktive Salzbergwerk Deutschlands.

Der unterirdische See im Salzbergwerk

Foto: salzbergwerk

Zwar bekommt jeder Besucher zur Sicherheit einen „Bergwerksarbeiter-Overall“, doch man sollte unbedingt einen Pullover dabei haben, denn es herrschen hier nur kühle 12 °C. Highlights sind die steile Bergmannsrutsche (freiwillig) und die gespenstische Fahrt über einen unterirdischen Salzsee. Am Ende der Tour gibt es als Souvenir einen kleinen Salzstreuer.

7. Zurück in die Geschichte

Ab 1923 war der Obersalzberg Urlaubsdomizil Adolf Hitlers, nach 1933 wurde er zum Führersperrgebiet und systematisch zum zweiten Regierungssitz des Dritten Reichs neben Berlin ausgebaut. Die Dokumentation Obersalzberg zeigt 900 Fotos, zahlreiche Dokumente und Filmaufnahmen und gewährt auch einen Blick in die Bunkeranlage.

Im Bunker am Obersalzberg

Foto: Dokumentation Obersalzberg

Nur wenige Meter entfernt fahren die Busse ab, die die Besucher über Serpentinen zum Kehlsteinhaus bringen, dem letzten und markantesten Überbleibsel der größenwahnsinnigen nationalsozialistischen Architektur in Berchtesgaden. Die US-Amerikaner gaben ihm den Beinamen „Eagle's Nest“. Tatsächlich thront es wie ein Adlerhorst auf 1834 Metern mit Blick auf Watzmann und Königssee. Die letzten 124 Höhenmeter hinauf zum Kehlsteinhaus geht es mit einem Messing verkleideten Lift durch den Berg.

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