Slow-Food-Führer 2014

5 Restaurant-Tipps für Langsam-Esser

Die Slow-Food-Bewegung aus Italien kämpft für den Erhalt der regionalen Küche. Jetzt ist der erste Genussführer für Deutschland erschienen.

Christine Kensche Von Christine Kensche

Die Bewegung begann mit einem Skandal. Ausgerechnet gegenüber der barocken Spanischen Treppe im Herzen Roms eröffnete 1986 eine McDonalds-Filiale. Der italienische Journalist Carlo Petrini war empört. Er organisierte ein öffentliches Spaghetti-Essen als Protestaktion – es gilt als die Geburtsstunde der Slow-Food-Bewegung.

Die inzwischen weltweit vernetzte Organisation versteht sich als Gegenbewegung zur Fast-Food-Kultur. Slow Food kämpft um den Erhalt regionaler Küche und lokaler Spezialitäten. Insgesamt hat die Bewegung bereits 100.000 Mitglieder, allein in Deutschland zählt sie 12.000, die etwa Exkursionen zu traditionellen Käsereien organisieren oder Besuche bei Biobäckern, die noch mit richtigem Sauerteig arbeiten. Daneben setzen sich die Slow-Food-Anhänger für die Rettung alter Obst- und Gemüsesorten ein, die in der durchindustrialisierten Landwirtschaft aus Effizienzgründen nicht mehr angebaut werden.

Der italienische Journalist und Gourmet Carlo Petrini ist der Gründer der Slow-Food-Bewegung

Foto: dpa picture-alliance

In Italien gibt Slow Food seit 22 Jahren einen Restaurantführer heraus, („Osterie d’Italia“), der ehrfurchtsvoll „rote Bibel“ genannt wird. Die Bibel nimmt nur traditionelle Gaststätten auf, die nach alten Rezepten mit Produkten aus der Gegend kochen. „Buono, pulito e giusto“ – gut, sauber und fair, ist das Motto von Slow-Food-Gründer Petrini.

Nun ist zum ersten Mal eine Slow-Food-Bibel für Deutschland erschienen. Mehr als 400 ehrenamtliche Slow-Food-Tester sind dafür jahrelang durchs Land gereist, um die besten Gaststätten zu finden, die noch richtigen Schweinsbraten mit Kruste, Reibekuchen mit Apfelmus oder einen ordentlichen Heringsteller zubereiten.

Die empfohlenen Wirte kochen nur mit frischen Zutaten; Fleischbrühe beispielsweise wird frisch aus dem Knochen gekocht, nichts darf aus der Tüte kommen. Zudem geben sie genau an, welcher Bauer die Schweine gezüchtet oder den Salat angebaut hat.

Rund 300 traditionelle Gaststätten listet der „Genussführer Deutschland 2014“ auf – vom Forsthaus Adlgaß im untersten Zipfel Bayerns bis zum Walfischhaus auf dem Darß. Wir haben fünf Orte aus dem Führer ausgewählt, an denen Sie besonders gut – und genussvoll langsam essen können.

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