Die Bierhauptstadt Deutschlands

8 gute Gründe, warum man einmal nach Bamberg muss

In Bamberg schlägt das Herz Frankens: Hier kann man das beste Bier Deutschlands trinken, 1000 Jahre Geschichte erleben und sich auf die Spuren eines sprechenden Hundes begeben. TRAVELBOOK verrät acht gute Gründe für einen Besuch Bambergs.

Von Robin Hartmann

Die bayerische Region Franken ist als echte Genießer-Gegend sowohl für ihre gern auch deftigen Schmankerl als auch für das konkurrenzlos gute Bier nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt berühmt. Und das Herz von Franken liegt in Bamberg, ein Ort mit 1000-jähriger Geschichte und einer Altstadt, die seit 1993 zum Unesco-Welterbe zählt.

1. Bamberg ist die heimliche Bierhauptstadt Deutschlands

Auf 142 Hektar Fläche erstrecken sich in Bamberg nicht nur die drei historischen Altstadt-Bezirke der Berg-, Insel- und Gartenstadt, sondern man findet auch die Schätze, die Bamberg für Urlauber rund um den Globus zu einem echten Highlight machen: die Brauereien – neun allein in der Altstadt –, die knapp 50 verschiedene Biere herstellen, von denen besonders das Bamberger Rauchbier zurecht einen Spitzenruf genießt. Ohnehin wird Bamberg oft als die heimliche Bierhauptstadt Deutschlands bezeichnet wird – zurecht.

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Das Alte Rathaus in Bamberg steht mitten im Fluss Regnitz und ist eine einzigartige Schönheit – für Touristen ein absolutes Sightseeing-Highlight

Foto: dpa picture alliance

Wer durch die wunderbaren romantischen Sträßchen und Gassen wandert, der wird sich dem Zauber des Bieres unmöglich entziehen können, und auch in Sachen Essen punkten die Brauereien mit ihren angeschlossenen Gasthöfen auf der ganzen Linie. Egal ob man im nun Fässla genießt, in der Brauerei Keesmann, im Schlenkerla, im Gasthof Spezial, im Greifenklau, im Ambräusianum, im Klosterbräu, im Kaiserdom oder im Mahrs Bräu, das leibliche Wohl steht in Bamberg ganz weit oben auf der Liste der Wohlfühl-Aktivitäten.

Hier trinkt man nicht einfach nur, man „geht auf den Keller“, ein Ausspruch, der daher rührt, dass die Braumeister ihr Bier auch heute teilweise noch in Felsenkellern unter der Erde kühlen. Über der Stadt schwebt neben dem Duft des Bieres auch eine wunderbar entspannte Stimmung , wenn sich die ganze Welt zuprostet und gemeinsam ein Seidla trinkt (Bamberger Bezeichnung für Bier) – oder auch gerne mal ein paar mehr.

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2. Überall findet man Bäckereien mit günstigen Köstlichkeiten

Ein weiteres Highlight für Leib und Seele sind die zahlreichen über die ganze Altstadt verteilten Bäckereien, die jeden Morgen und den ganzen Tag lang frischgebackene Köstlichkeiten zu Preisen anbieten, bei denen sich der Großstädter nur verwundert und erfreut die Augen reiben wird.

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Besucher erkunden Bamberg und Umgebung nicht nur zu Lande, sondern bei gutem Wetter auch gerne auf dem Wasser

Foto: dpa picture alliance

3. Hier traf E.T.A. Hoffmann einen sprechenden Hund

Und als wäre Bamberg an sich nicht schon romantisch genug, fließen durch die Stadt sowohl der Main-Donau-Kanal als auch die Regnitz, an deren Ufern sich vor allem im Sommer alle Welt trifft. Unvergleichlich schön ist auch der stadtnahe Park, der Hain, in dem der Schriftsteller E.T.A. Hoffmann einmal eine Begegnung mit einem sprechenden Hund namens Berganza gehabt haben soll. Es sagt schon einiges aus, dass das Lebensgefühl, das von diesem Park ausgeht, von den Einheimischen einfach mit „Hain-Sein“ beschrieben wird.

4. Selbst die Türen sind kleine Kunstwerke

Besucher staunen außerdem über die zahllosen teilweise windschiefen Fachwerkhäuser, die sich wohl kein Märchenerzähler besser hätte ausdenken können, und über Prachtbauten wie das Alte Rathaus, das Böttingerhaus, Schloss Geyerswörth, den Kaiserdom und viele andere. Aber selbst scheinbar simple Dinge wie Türen sind in Bamberg kleine Kunstwerke – der Fotograf Alexander R0ßbach hat ihnen sogar ein eigenes Porträt gewidmet.

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Die Sandstraße ist so etwas wie die Partymeile Bambergs. Zum größten Stadtfest, der Sandkerwa, kommen jedes Jahr im August Hunderttausende Besucher.

Foto: dpa picture alliance

5. Die legendäre Sandkerwa

Bambergs wildes Herz schlägt in der Sandstraße, wo besonders abends das Leben bis tief in die Nacht hinein tobt und sich vorwiegend junge Menschen treffen, um Live-Musik zu hören, zu tanzen, zu trinken. Die Sandkerwa, das hier jährlich im August stattfindende Volksfest, ist nicht umsonst zumindest deutschlandweit legendär.

Stellen Sie sich hier beim Ahörnla unbedingt für ein Krustenbraten-Brötchen an, oder wie die Bamberger sagen würden: ein Krustenbratla-Brötla.

6. Hier wird an fast alles ein sympathisches „la“ rangehängt

Überhaupt, die Einheimischen und ihre Stadt sind auch deshalb so sympathisch, weil sie beim Reden an fast alles die Silbe „-la“ mit dranhängen. So wird aus dem ohnehin schon altmodisch anmutenden Abschiedsgruß Ade dann Adela, und ein Croissant ist hier sowieso kein Croissant, sondern ein Hörnla.

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7. Bamberg ist die Heimat des „Sams“

Wer Bamberg näher kennenlernen möchte, kann sich einer der unzähligen Stadtführungen anschließen – die hiesige Touristeninformation berät freundlich und kompetent, sodass auch garantiert für jeden das Richtige dabei ist. Geschichtsinteressierte können sich zum Beispiel über die Zeit der Hexenverbrennung informieren, eines der dunkelsten Kapitel in Bambergs Geschichte. Kleine und große Kinder kommen dagegen bei einer „Sams-Führung“ voll auf ihre Kosten – die „Sams“-Bücher von Autor Paul Maar sowie der Film über das sympathische Fabelwesen spielen in Bamberg.

Dieses wunderschöne Tor mit Turm führt auf die sogenannte Obere Brücke, die allerdings noch bis Ende Juli für Besucher gesperrt ist.

Foto: dpa picture alliance

Romantisch wird es bei einer Gondeltour auf der Regnitz, sportlich bei einer Fahrrad- oder Segway-Tour. Wer es lieber ruhiger angehen lässt, kommt mit der Stadtbus-Linie 910 ganz bequem zu vielen Sehenswürdigkeiten. Zudem locken zahlreiche Museen und Galerien, und wohl kaum sonst wo findet man so viele Antiquitäten-Händler auf einem Fleck wie in der Bamberger Altstadt.

8. das Bamberger Umland lockt mit Natur und Brauereien

Bei aller Romantik muss man aber eines festhalten: Bamberg ist besonders im Sommer von Besuchern völlig überlaufen, was sogar den Autor Tommy Jaud in seinem Roman „Resturlaub“ zu einigen bösen Seitenhieben verleitet hat. Die gute Nachricht: Auch das Umland hat jede Menge zu bieten, vor allem Natur – und noch mehr Brauereien. Rund 60 weitere Schank-Stätten mit insgesamt etwa 400 verschiedenen Bieren erwarten großstadtmüde Gäste. Zudem führen diverse ausgezeichnete Radwege durch die Region. Ob man also Bamberg länger besucht oder nur als Zwischenstopp auf einer längeren Tour erwählt, es wird auf jeden Fall ein Erlebnis werden. Eines, dass man so bald wie möglich wiederholen wollen wird.

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