Ziemlich gute Aussichten

14 Orte, an denen Ihnen ganz Berlin zu Füßen liegt

Bei einem Städte-Trip hilft es immer, sich einen Überblick zu verschaffen. Und wo ginge das besser als von Türmen, Kirchen oder Hügeln? TRAVELBOOK hat für die deutsche Hauptstadt Berlin die besten Aussichtspunkte zusammengetragen.

Eric Paul Von Eric Paul

In Sekundenschnelle schießt der Fahrstuhl nach oben. Mehr als 200 Meter über dem Erdboden hält er an, die Besucher steigen aus und die deutsche Hauptstadt liegt ihnen zu Füßen: Der Berliner Fernsehturm ist nicht nur ein Wahrzeichen, sondern mit insgesamt 368 Metern auch das höchste Bauwerk in Deutschland – und nur einer von 14 grandiosen Aussichtspunkten in Berlin.

1. Fernsehturm

Am 3. Oktober 1969 eröffnete der Fernsehturm, dessen markante Form bis weit über die Grenzen Berlins hinaus zu sehen ist. Auf 203 Metern Höhe befindet sich die Panoramaetage, direkt darüber (207 Meter) das Telecafé. Der Clou:  Bei einer schmackhaften Mahlzeit am Morgen oder nach Sonnenuntergang kann man das komplette Berliner Panorama in 30 oder 60 Minuten betrachten – denn solange benötigt die gesamte Etage für eine 360-Grad-Drehung, je nach Einstellung des Restaurants.
Eintritt: ab 13 Euro pro Person (ermäßigt 8,50 Euro), Anmeldung empfehlenswert

Höher geht's nicht: der Fernsehturm bietet Aussicht auf über 200 Metern Höhe

Foto: Eric Paul/Foto-Prisma.de

2. Kollhoff-Tower

Der schnellste Aufzug Europas bringt die Besucher in nur 20 Sekunden auf 100 Meter Höhe – auf die Aussichtsplattform des Kollhoff-Towers am Potsdamer Platz. Vom Sonnendeck sind praktisch alle baulichen Highlights der Hauptstadt gut zu sehen – egal ob Fernsehturm, Siegessäule, das Schloss Bellevue, Berliner Dom oder das Sony-Center. Im rundum verglasten Panoramacafé können die Besucher den Ausblick auch bei einem Kaffee und einem Stück Kuchen genießen.
Eintritt: ab 6,50 Euro (ermäßigt 5 Euro, Kinder bis 6 Jahre zahlen keinen Eintritt). Für mehr Informationen und Öffnungszeiten klicken Sie hier.

Der 100 Meter hohe Kollhoff-Tower (Bildmitte) bietet durch seine zentrale Lage einen perfekten Blick auf weite Teile Berlins

Foto: Getty Images

3. Funkturm

Die Berliner haben ihn den „Langen Lulatsch“ getauft, den 1926 erbauten, 147 Meter hohen stählernen Funkturm im Westen Berlins. Ursprünglich sollte er funktional als Plattform für Antennen dienen, doch die Aussichtsplattform und ein exklusives Restaurant machten ihn zur Hauptstadtattraktion. Auf die in 126 Metern Höhe gelegene Plattform gelangen die Besucher in nur 33 Sekunden per Fahrstuhl. Den weiten Ausblick über Berlin kann man dann aber so lange genießen, wie man möchte.
Eintritt: 5 Euro für die Aussichtsplattform (ermäßigt 3 Euro) und 3 Euro für die Restaurantebene (ermäßigt 2 Euro). Weitere Informationen zu Anreise und Speisekarte finden auf der Homepage des Turms .

Der Funkturm ragt im Westen Berlins in den Himmel

Foto: Getty Images

4. Dachterrasse des Park Inn

Wer direkt am Alexanderplatz die luftige Aussicht genießen und dabei den Fernsehturm trotzdem im Blick haben will, der besucht die Dachterrasse des „Park Inn“: Auf 150 Metern Höhe kann jedermann in Liegestühlen und mit einem Getränk vom Kiosk verweilen. Wer den besonderen Kick sucht, der kann sich mit der weltschnellsten Personenseilwinde in die Tiefe stürzen. Auf diese Weise ist man auf jeden Fall schneller wieder unten als mit dem Fahrstuhl.
Eintritt: 4 Euro; Aufzug nur bis zum 37. Stock, anschließend geht es zu Fuß weiter. Öffnungszeiten und Gutscheine gibt es auf der Website des Hotels. Jochen Schweizer Base Flying: ab 59,90 Euro, die Tickets gibt es online.

Das Park Inn am Alexanderplatz ist zwar ein Hotel, die Dachterrasse ist aber öffentlich zugänglich

Foto: Sebastian Ruff/Flickr/CC BY-SA 2.0

5. Siegessäule

Mitten im Großen Tiergarten steht die 67 Meter hohe Siegessäule mit der schimmernden Siegesgöttin Victoria, die von Berlinern schlicht „Goldelse“ genannt wird. Den rötlichen Rumpf zieren vergoldete Kanonen aus den preußischen Kriegen. Wer den Ausblick auf das Brandenburger Tor, den Potsdamer Platz und das Regierungsviertel genießen möchte, braucht eine gute Kondition: 285 Stufen und 51 Höhenmeter gilt es bis zur Plattform zu erklimmen.
Eintritt: 3 Euro (ermäßigt 2,50 Euro), Öffnungszeiten und eine Bildergalerie finden Sie auf der Homepage der Stadt.

Oben auf der Siegessäule genießt man neben der „Goldelse“ den Blick über den Tiergarten auf das Brandenbruger Tor

Foto: Getty Images

6. Hi-Flyer am Checkpoint Charlie

Ein Aussichtspunkt der ganz besonderen Art ist der „Welt“-Ballon direkt am Checkpoint Charlie: Der Hi-Flyer ist einer der größten Heliumballons der Welt und startet – schwacher Wind vorausgesetzt – alle 15 Minuten bis in eine Höhe von 150 Metern, bleibt dabei aber mit dem Boden verbunden. Von oben überblickt man zahlreiche historische Punkte Berlins, das Axel-Springer-Hochhaus und das Sony Center. Der große Vorteil: Es gibt keine störenden Wände oder Häuser rund um den Ballon und die Sicht ist rundum frei.
Tickets: 19,90 Euro (ermäßigt 14,90 Euro), Kinder von 3-10 Jahren 4,90 Euro. Es ist ratsam, sich vor dem Besuch bei der Windhotline (030 - 22 66 788 11) zu informieren. Rundflüge und spezielle Angebote finden Sie auf der Betreiber-Homepage.

Solange der Wind es zulässt, startet der Weltballon regelmäßig

Foto: Air Service Berlin CFH GmbH

7. Glockenturm am Olympiastadion

Bei gutem Wetter kann man vom Glockenturm auf der einen Seite bis nach Spandau, auf der anderen bis zum Alexanderplatz blicken. Bei besonders klarer Luft reicht es sogar bis nach Potsdam. Direkt unter dem erst 2006 sanierten Turm liegen die Waldbühne und das Olympiastadion. Mit einem Glasaufzug gelangen die Besucher auf die 77 Meter hohe Aussichtsplattform. Der aktuelle Turm ist übrigens nicht der erste. Die zu den olympischen Spielen 1936 erbaute Version wurde zum Ende des Zweiten Weltkriegs durch ein Feuer zerstört, später gesprengt und zwischen 1960 und 1962 wieder neu errichtet.
Eintritt: 4,50 Euro, Kinder 2,50 Euro, die Öffnungszeiten und Infos zu den Ausstellungen finden Sie auf der Homepage des Turms.

Der Glockenturm ist direkt am Olympiastadion gelegen

Foto: Ausstellungs- und Besucherzentrum Glockenturm im Olympiapark

8. Berliner Dom

Die größte Kirche Berlins bietet nicht nur im Inneren einen faszinierenden Anblick. Auch der Kuppelrundgang in etwa 50 Metern Höhe bietet – vor allem durch die Lage im Zentrum der Stadt – tolle Ausblicke in alle Himmelsrichtungen: In unmittelbarer Umgebung liegen der Alexanderplatz mit dem Fernsehturm, das Rote Rathaus, die Spree und die Museumsinsel sowie der Lustgarten. Und in ein paar Jahren, so jedenfalls der Plan, wird auch das wiedererrichtete Stadtschloss hinzukommen.
Eintritt: 7 Euro (ermäßigt 5 Euro) inkl. Museum und Krypta, Kinder unter 18 Jahren in Begleitung der Eltern zahlen keinen Eintritt. Aktuelle Termine und Ausstellungsinformationen können Sie der Homepage entnehmen.

Unweit des Alexanderplatzes steht der Berliner Dom direkt an der Spree

Foto: Getty Images

9. Teufelsberg

Frühestens im Jahre 2022 werden wir erfahren, was in der alten Abhör- und Störsenderanlage auf dem Teufelsberg wirklich geschehen ist. Durch ihre Lage in Westberlin, umgeben von DDR-Staatsgebiet, war sie die wichtigste Station dieser Art. Seit 2011 haben Besucher die Möglichkeit, zumindest das Gelände auf geführten Touren zu erkunden. Neben dem fantastischen Ausblick (55 Meter über Stadtniveau) kann man in den alten Räumlichkeiten auch eine der größten Street-Art-Galerien Deutschlands bewundern. Neben den „Stillen Begehungen“ kann man auch an einer historischen Führung teilnehmen. Eine Anmeldung ist über die Homepage erforderlich.
Eintritt Stille Begehung: 7 Euro, Kinder unter 15 Jahren in Begleitung kostenlos. Historische Führung: 15 Euro (ermäßigt 8 Euro) Kinder unter 15 Jahren frei.

Der Teufelsberg ist nicht nur wegen der Aussicht eine Reise wert: Der Kalte Krieg hat hier Spuren in Form einer alten Abhörstation hinterlassen.

Foto: Christoph Creutzburg/Flickr/CC BY-ND 2.0

10. Reichstagsgebäude

Als Ort der Geschichte und des deutschen Parlaments lockt das Reichstagsgebäude jährlich knapp drei Millionen Besucher an und ist damit das meistbesuchte Parlamentsgebäude der Welt. Vom Dach hat man einen spektakulären Ausblick über den Tiergarten und den Potsdamer Platz sowie über die Spree und auf das Brandenburger Tor. Besucher müssen sich vorher online anmelden und können neben der Dachterrasse auch in die Kuppel hochsteigen oder sogar eine Plenarsitzung besuchen.
Besuchszeiten: tägl. 8 bis 24 Uhr (Einlass viertelstündlich bis spätestens 22 Uhr), der Eintritt ist frei.

Nach vorheriger Anmeldung kann man in der Kuppel bis ganz nach oben laufen. Der Ausblick ist vor allem am Abend fantastisch

Foto: Getty Images

11. Französischer Dom

Schon von unten sieht der 1780 bis 1785 erbaute Dom wunderschön aus. Der Ausblick aus etwa 40 Metern Höhe lohnt sich aber genauso. Denn direkt gegenüber, auf der anderen Seite des Gendarmenmarktes, steht der baugleiche Deutsche Dom, direkt dazwischen das Schauspielhaus Berlin. Zur anderen Seite hat man gute Sicht auf den Berliner Dom und den Fernsehturm. Doch sollte man bei aller Weitsicht auch mal nach unten schauen – denn von oben kann man bis auf den Boden des Doms hinabsehen.
Eintritt: 3 Euro, Kinder bis 14 Jahre 1 Euro. Falls Sie im Französischen Dom heiraten wollen, können Sie über die Website Kontakt aufnehmen. Dort finden Sie auch die Öffnungszeiten.

Falls nicht gerade eine Hochzeit im Inneren stattfindet, können Besucher den Turm des Französichen Doms erklimmen

Foto: Getty Images

12. Kreuzberg mit Viktoriapark

Bereits seit dem 15. Jahrhundert wurde der Kreuzberg als Weinanbaugebiet genutzt. Heute lädt an dieser Stelle insbesondere der Viktoriapark mit viel Grün und einem Wasserfall zum Flanieren und Verweilen ein. Auf der Spitze steht seit 1821 das Nationaldenkmal, das an die Befreiungskriege gegen Napoleon erinnert. Und auch der Ausblick 32 Meter über dem Stadtniveau kann sich sehen lassen: Alexanderplatz und Potsdamer Platz sind nicht weit entfernt und stechen über den umliegenden Stadtteilen heraus. Unser Tipp für Naturliebhaber.
Eintritt: frei; wie Sie am einfachsten hinkommen, erfahren Sie hier

Die Aussicht von oben ist sicherlich nicht die spektakulärste, doch der Kreuzpark wartet dafür mit Berlins einzigem Wasserfall auf.

Foto: Graccem/Flickr/CC BY 2.0

13. Zionskirche

Im Jahre 1873 wurde der Bau der Zionskirche, finanziell unterstützt durch Wilhelm I., vollendet und beeinflusste die Entstehung eines neuen, dicht besiedelten Arbeiterviertels. Der 67 Meter hohe Turm in Mitte bietet, gelegen auf einer Erhebung, einen tollen Ausblick über die Dächer der Umgebung, darunter der nahe Alexanderplatz, der Berliner Dom und Prenzlauer Berg. Einen Fahrstuhl gibt es nicht – die Besucher steigen aber lediglich 104 Stufen bis zur Aussichtsplattform hinauf.
Besichtigung: jeden Sonntag zwischen 12 und 17 Uhr oder nach Absprache. Eintritt: Turmbesteigung frei, Führungen 2 Euro (ermäßigt 1,50 Euro). Mehr zur Geschichte der Kirche lesen Sie auf der Kirchenwebsite.

Die Zionskirche war früher Zentrum einer kleinen Gemeinde. Heute ragt sie über die Dächer von Berlin-Mitte und bietet Besuchern einen hübschen Ausblick.

Foto: Thomas Quine/CC BY 2.0

14. Trümmerberg im Volkspark Friedrichshain

Der Volkspark ist der älteste Berliner Park und wurde 1846 anlässlich des 100. Jubiläums der Thronbesteigung Friedrichs des Großen angelegt. Neben dem Märchenbrunnen am westlichen Ende ist der Trümmerberg einen Besuch wert. Er wurde nach dem Zweiten Weltkrieg aufgeschüttet, um Überreste der Friedrichshainer Flakanlagen verschwinden zu lassen, nachdem die Sprengung misslang. Wanderwege führen durch dichte Bewaldung auf die Spitze in 40 Metern über der Stadt, von der man aufgrund der Bewaldung eine nach Jahreszeit variierende Aussicht hat. Eine Alternative bietet der Humboldthain, an dem noch Reste der Flaktürme zu sehen sind.

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Gut zu wissen

Bundesland: Berlin

Hauptstadt: Berlin

Währung: Euro (€)

Fläche: 891,85 km²

Einwohner: 3,5 Millionen

Sprachen: Deutsch

Religion: evangelisch 21,5%, katholisch 9,2%

Strom: 230V/50Hz

Zeitzone: UTC +1 - UTC +2 (März bis Oktober)

Telefonvorwahl: +49

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... BER – das Kürzel des Berliner Pannenflughafens im Englischen für „beyond economical repair“ steht? Das heißt so viel wie: Reparieren lohnt sich nicht.


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... Berlin drei Unesco-Welterbestätten besitzt? Neben der berühmten Museumsinsel und den preußischen Schlössern und Gärten gehören seit 2008 auch die Berliner Siedlungen der Moderne dazu.

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