Essen, Einwohner, Erfindungen...

11 Fakten über Bayern, die garantiert nicht jeder kennt

Bayern ist das mit Abstand am meisten von Touristen besuchte Bundesland in Deutschland. Unzählige Reiseführer wurden schon über den Freistaat und seine Bewohner geschrieben – und doch gibt es Dinge, die selbst viele Einheimische nicht über ihr Land wissen. Hier kommen elf lustige und skurrile Fakten über Bayern, die garantiert nicht jeder kennt.

Der in Bayern geborene Kabarettist und Autor Jörg Maurer hat seiner Heimat ein Buch gewidmet, das auf liebevolle Art mit Vorurteilen und Klischees aufräumt und angebliche Fakten widerlegt. Der Titel: „Bayern für die Hosentasche: Was Reiseführer verschweigen“. TRAVELBOOK zeigt daraus elf überraschende und kuriose Dinge über den Freistaat und die Gepflogenheiten seiner Einwohner, die garantiert nicht jeder kennt.

Das „Y“ war nicht immer da

Bis 1825 schrieb man noch Baiern, also mit einem „i“ in der Mitte. Am 20. Oktober jenes Jahres erließ Ludwig I., der damalige König von Bayern, eine Anordnung, wonach das i gegen ein y getauscht wurde. Angeblich erließ er diese Vorschrift zum griechischen Ypsilon, weil sein Sohn Otto zum König von Griechenland ausgerufen wurde.

Ein Bayer erfand das Wiener Würstchen

Johann Georg Lahner wurde im bayerischen Gasseldorf (heute Ebermannstadt) geboren und gilt als Erfinder der Wiener Würstchen. Allerdings lernte er sein Metzgerhandwerk in Frankfurt, zog danach nach Wien und bot seine Erfindung dort ab 1805 unter dem Namen Frankfurter Würstchen an. So heißen sie in Wien noch heute, während man sie in vielen Gegenden Deutschlands und auch im Ausland eben Wiener nennt. Ein Bayer, der Coburger Metzger Johann Georg Hehner, soll übrigens auch den Hotdog erfunden haben.

Das Wiener Würstchen ist eine Brühwurst im Saitling und wird aus Rind- und Schweinefleisch hergestellt

Foto: Getty Images

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Es gibt ein Dorf mit 50 Ortsteilen

Gerade mal rund 3300 Einwohner hat die kleine Gemeinde Rudelzhausen in Oberbayern – dafür aber ganze 50 Ortsteile: Agstall, Aich, Aign, Berg, Bergham, Bergmühle, Birnfeld, Enzelhausen, Furth, Furthmühle, Giebitz, Grafendorf, Grub, Grünberg, Hagmühle, Hebrontshausen, Hemersdorf, Iglsdorf, Kirchdorf, Kleinbirnfeld, Kohlmühle, Kreuth, Kronthal, Lohschneider, Maierhof, Moosbach, Moosmühle, Neubauer, Niederhinzing, Niederreith, Notzenhausen, Oberhinzing, Oberreith, Peterloh, Pimmerdorf, Pittersdorf, Pumpernudl, Ried, Rudelzhausen, Schlag, Schwaiba, Stolzhof, Straßhäusl, Straßlehen, Tegernbach, Traich, Unterau, Weiher, Weingarten und Winklmann.

Diese Promis stammen aus Bayern

Hätten Sie gewusst, dass der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger im bayerischen Fürth geboren wurde? Oder dass die US-Schauspielerin Sandra Bullock eine deutsche Mutter hat und in Nürnberg aufgewachsen ist? Ebenfalls in Bayern geboren wurde Levi Strauss, der Erfinder der Jeans. Sein Geburtsort ist Buttenheim bei Bamberg.

Levi Strauss wurde am 26. Februar 1829 als Löb Strauß in Buttenheim geboren und wanderte 1847 mit seiner Mutter nach Amerika aus

Foto: Getty Images

Ein Bayer hält den Rekord im Rückwärtslaufen

Erfunden wurde die Sportart vom Franzosen Christian Grollé im Jahr 1978, und der Bayer Roland Wegner hat ihr ab der Jahrtausendwende einen gewissen Coolness-Faktor verpasst, indem er ihr den Namen RetroRunning verpasste. Seit 2007 hält er sogar den Weltrekord in der ungewöhnlichen Sportart: Die 100 Meter lief Wegner rückwärts in 13,6 Sekunden. Rückwärtswettkämpfe gibt es inzwischen auf der ganzen Welt.

Weißwürste bestellt man nur stückweise

Auf Märkten und in bayerischen Wirtshäusern bekommt man Weißwürste mit Brezn, süßem Senf und Weißbier – und das traditionell am Vormittag. Natürlich dürfen Sie Weißwurst auch mittags, abends oder nachts essen, wie Autor Jörg Maurer klarstellt, aber eines sollten Sie nie tun, egal wie groß der Hunger auch sein mag: Weißwürste paarweise bestellen. Der Grund: Kühlen die üblicherweise aus Kalbfleisch und Gewürzen hergestellten Brühwürste zu schnell aus, verfärbt sich die Haut.

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Das Pils hat ein Bayer erfunden

Dass die Bayern gerne Bier trinken, weiß man. Die mit Abstand meistgetrunkene Sorte ist laut der Webseite „bayrisch-bier.de“ Weißbier (36 Prozent), wohingegen die den deutschen Markt insgesamt dominierende Sorte Pils in Bayern vergleichsweise wenig getrunken wird (11 Prozent). Erfunden wurde das Pils dennoch von einem Bayern. Der in Vilshofen geborene Braumeister Joseph Groll wurde Mitte des 19. Jahrhunderts in ein Brauhaus in der böhmischen Stadt Pilsen berufen, um ein besseres Bier als das bis dato dort hergestellte zu brauen.

Ein Bayer hat's in Tschechien erfunden: das Pils

Foto: Getty Images

In Leberkäse ist keine Leber

Anders als der Name suggeriert enthält Leberkäse keine Leber – zumindest dann nicht, wenn es sich um den echt „Bayerischen Leberkäse“ handelt. Steht in der Speisekarte dagegen schlicht „Leberkäse“, so muss die in Pastetenform hergestellte Brühwurst laut den Leitsätzen des Deutschen Lebensmittelbuchs sogar Leber enthalten. Eine Alternative ist, ihn als Fleischkäse zu bezeichnen.

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Bayern hat den kältesten See

Minus 45,9 Grad Celsius: So kalt war der Funtensee in Berchtesgaden laut Messungen von  Meteomedia an Weihnachten 2001 und damit so kalt wie kein anderer See in Deutschland. Der DWD registrierte am selben Tag -44 Grad Celsius im Funtensee, der auf einer Höhe von mehr als 1600 Metern liegt.

Im Funtensee in den bayerischen Alpen soll die bislang kälteste Temperatur in einem deutschen See gemessen worden sein

Foto: Getty Images

Bayern hat nur einen Leuchtturm

Wo kein Meer ist, sind keine Leuchttürme. Immerhin hat Bayern aber einen kleinen Anteil am riesigen Bodensee, und dort, in Lindau, steht auch der einzige Leuchtturm des Bundeslandes. Der zugleich südlichste Leuchtturm Deutschlands ist ein besonders schönes Exemplar und wurde Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut.

Der Leuchtturm steht in Lindau gegenüber vom Bayerischen Löwen und ist ein beliebtes Fotomotiv

Foto: Getty Images

weltgrösster Landbohrturm steht in Bayern

83 Meter hoch ist der Landbohrturm in Windischeschenbach, und das darunter liegende Bohrloch sage und schreibe 9101 Meter tief. Damit handelt es sich um die größte Landbohrturmanlage weltweit, und sie kann noch heute besichtigt werden. Installiert wurde sie ursprünglich zur Erforschung der Erdkruste.

Das Buch „Bayern für die Hosentasche: Was Reiseführer verschweigen“ ist seit Ende Juli im Handel erhältlich und kostet 10,30 Euro

Foto: Fischerverlage

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