Infos von der ITB-Messe in Berlin

Griechenland – der Sommertrend 2017

Vom 8. bis 12. März findet in Berlin die weltgrößte Tourismusmesse ITB statt. Länder, Veranstalter, Hotels, Airlines, Start-ups aus der Reisebranche und Reiseblogger stellen sich und neue Trends vor. TRAVELBOOK berichtet über aktuelle Meldungen – unter anderem darüber, dass Griechenland in diesem Jahr wieder voll im Trend liegt.

„Es ist der Gewinner des Urlaubssommers 2017.“ Die Rede ist von Griechenland. Das Land ist wieder im Kommen – sagen gleich mehrere Veranstalter auf der Reisemesse ITB in Berlin. Sie berichten von einer sehr hohen Buchungsnachfrage für das Land.

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„Griechenland liegt derzeit absolut im Trend“, heißt es etwa bei DER Touristik. Tui erklärt, die Nachfrage sei „ungebrochen“. Die Buchungen legten für die Sommersaison um 30 Prozent zu. Griechenland sei „schon jetzt der Gewinner des Urlaubssommers 2017“. Besonders beliebt sind bei den Urlaubern die griechischen Inseln.

Vergangenes Jahr sah das teilweise noch ganz anders. Die Flüchtlingsroute verläuft durch die östliche Ägäis. Auf Inseln wie Kos, Lesbos oder Samos brachen die Touristenzahlen ein. Urlaub neben Menschen, die aus Krieg und Chaos fliehen – das war vielen verständlicherweise zu heftig. Die Situation hat sich allerdings wieder normalisiert. Derzeit kämen dort sehr wenige Geflüchtete an, sagt Andreas A. Andreadis, Präsident des Verbandes der griechischen Tourismusindustrie SETE.

Das macht sich auch bei den Reiseveranstaltern bemerkbar. Bei FTI etwa sei die Insel Kos das Zielgebiet mit der höchsten Buchungssteigerung unter den griechischen Inseln. Aber auch andere Inseln wie Rhodos oder Kreta, die nicht unmittelbar von der Krise betroffen sind, erfreuen sich großer Beliebtheit. Thomas Cook etwa hat das Flugangebot für die Sommersaison um mehr als 30.000 zusätzliche Flugplätze nach Kreta, Rhodos, Korfu und Kos erweitert.

Weitere Meldungen von der ITB 2017 im Überblick:
+++ Ist die Kreuzfahrt die letzte sichere Urlaubsform

Schiffsreisen sind im Trend. Auch in Zeiten des Terrors geht es der Branche gut. Da stellt sich die Frage, ob die Kreuzfahrt ein Profiteur der politischen Unsicherheit und der Angst vor Anschlägen ist. Anders formuliert: Ist die Kreuzfahrt die letzte sichere Reiseform?

Wie sicher sind Kreuzfahrten heutzutage noch?

Foto: Getty Images

Der Umsatz des Gesamtreisemarktes ist geschrupft, dafür haben zwei Millionen Deutsche 2016 eine Kreuzfahrt unternommen, ein Plus von rund 11 Prozent. Ursache dafür war nicht zuletzt die Krise nach den Anschlägen unter anderem in der Türkei. Während viele Hotels in dem Land unter der Flaute litten, konnten die Reedereien ihre Schiffe einfach in andere Fahrtgebiete verlegen.

Zwar reisen die Menschen nicht weniger als früher, aber es hat deutliche Verschiebungen der Reiseströme gegeben. „Sicherheit wird, anders als früher, nicht mehr per se im Urlaub vorausgesetzt, sondern hinterfragt und als Qualitätselement einer Reise oder einer Destination wahrgenommen“, sagte der Tourismusforscher Prof. Torsten Kirstges von der Jade-Hochschule in Wilhelmshaven. Laut einer Umfrage des Instituts Norstat im Auftrag des Reiseportals Travelzoo beschäftigen sich 72 Prozent der Urlauber bei der Auswahl ihres Ziels stärker als früher mit dem Thema Sicherheit.

Ob die Sicherheit tatsächlich der Grund für die ansteigenden Nachfragen bei den Kreuzfahrten ist, ist fraglich. Für Kirstges ist die Sicherheit ein Aspekt für den Erfolg von Kreuzfahrten - „aber nicht der alleinige oder entscheidende Grund“. Vielmehr würden Kreuzfahrten für immer mehr Leute bekannt, verfügbar und erschwinglich. Die Sicherheitsvorteile gäben dem Gast allerdings ein „leichteres, unbeschwertes Urlaubsgefühl“.

+++ Erlebt das spanische Festland eine Renaissance?

Braucht man die deutschen Urlauber eigentlich noch von Spanien-Urlaub überzeugen? Eigentlich nicht, zumal in Krisenzeiten. Mallorca wird im Sommer wieder richtig voll. Die Veranstalter brauchen Alternativen - und setzen nun auch aufs spanische Festland.

Angesichts des Booms auf den Kanaren und Balearen setzten etliche Reiseveranstalter verstärkt auf das Festland, wie hier bei Torremolinos

Foto: dpa/Philipp Laage/dpa-tmn

Tui baut die Region um Huelva in Andalusien weiter aus und hat das Flugangebot nach Malaga und Jerez erhöht. Thomas Cook und Neckermann haben auf dem Festland die Hotelkapazitäten erweitert. Bei FTI heißt es: „Das spanische Festland erlebt im Moment eine Renaissance.“ Für Costa Brava, Costa Barcelona und Costa Dorada erwarten die Münchner derzeit ein zweistelliges prozentuales Buchungsplus. DER Touristik erwartet mehr Gäste in Andalusien und dort besonders an der Costa de la Luz. Auch Katalonien werde stark gebucht. Alltours hat das Programm um die Costa Calma, Costa Dorada, Costa de Almeria und Barcelona ausgebaut.

+++ Portugal boomt

Portugal war ein großer Gewinner des vergangenen Reisejahres. Insgesamt 1,2 Millionen Besucher aus Deutschland reisten 2016 in das Land - ein Plus von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das teilte das Fremdenverkehrsamt Portugals auf der Reisemesse ITB in Berlin mit.

Die Zahl der Übernachtungen legte um 9,8 Prozent zu. Besonders sind die Besucherzahlen an der Algarve, im Alentejo, auf den Azoren und auf Madeira gewachsen. Zunehmend beliebt seien auch Nord- und Zentralportugal.

Der positive Trend könnte sich fortsetzen: Die großen deutschen Reiseveranstalter berichten für den Sommer 2017 von mehr Buchungen als im Vorjahr. „In Portugal erlebt Madeira einen regelrechten Boom“, heißt es bei DER Touristik. Das Image von der „Blumeninsel für Senioren“ sei überholt - immer mehr jüngere Urlauber entdeckten die Insel. Als Geheimtipp gilt noch die kleinere Nachbarinsel Porto Santo. Auch beim größten deutschen Veranstalter Tui ist Portugal nach eigenen Angaben im kommenden Sommer wieder sehr nachgefragt. FTI spricht von einem hohen zweistelligen prozentualen Buchungsplus.

+++ Im In- und Ausland: Die beliebtesten Reiseziele der Deutschen

Die eigene Heimat ist nach wie vor das bevorzugte Reiseziel der Deutschen: Beinahe jede dritte Urlaubsreise von fünf und mehr Tagen Dauer wurde 2016 innerhalb Deutschlands verbracht, wobei es die meisten nach Mecklenburg-Vorpommern zog. Im Ausland führt Spanien mit 15 Prozent aller langen Urlaubsreisen vor Italien (acht Prozent) und der Türkei (sechs Prozent). 

Die Grafik verdeutlicht die Ergebnisse.

 

Quelle der auf dem „VIR Online Summit 2017“ im Rahmen der Tourismusmesse ITB vorgestellten Ergebnisse ist die „FUR-Reiseanalyse 2016-2017“ des Verbands Internet Reisevertrieb e.V. (VIR).

  +++ Der Urlaubstrend geht zu Auto und Ferienwohnung

Die Deutschen lieben nahe Urlaubsziele. Holland oder Österreich. Daraus ergeben sich zugleich neue Trends, die sich in der aktuellen Reiseanalyse widerspiegeln. Einer davon sind die Ferien mit dem Auto oder Wohnmobil.

Urlaub mit Anreise per Auto und Aufenthalt in einer Ferienwohnung oder einem Ferienhaus werden immer beliebter. Das geht aus einer aktuellen Reiseanalyse hervor.

Insgesamt 47 Prozent aller Urlaubsreisen wurden 2016 per Pkw oder Wohnmobil unternommen - 2015 waren es 45 Prozent. Das zeigt die Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR), die auf der Reisemesse ITB (8. bis 12. März) in Berlin vorgestellt wurde. Zudem wurden 26 Prozent der Urlaubsreisen in einer Ferienwohnung oder einem Ferienhaus verbracht - im Vorjahr waren es 23 Prozent.

Ein Grund für diese Entwicklung: Viele Urlauber entschieden sich 2016 eher für Urlaub in Deutschland oder in einem Nachbarland, während klassische Flugreiseziele wie die Türkei oder Ägypten wegen Angst vor Terroranschlägen viele Touristen verloren. Die FUR befragte im Januar 2017 mehr als 7500 Personen in Deutschland.

+++ Der Tourismus in europäischen Städten steigt weiterhin an

Europas Städte werden immer beliebter: Um 3,6% stiegen die Übernachtungen 2016 im vergleich zum Vorjahr an.


+++ Brasilien wirbt um Touristen
+++ Saunawoche in Finnland und Filmdorf in Schweden

Die Finnen zelebrieren auch im Sommer ihre Leidenschaft fürs Saunieren. Im Juli bilden fahrbare Saunas ein kleines Dorf in Himos. Filmreif geht es dagegen in Südschweden zu, wo man bald hinter die Kulissen von Astrid Lindgrens Lönneberga-Verfilmungen schauen kann.

Reiseneuigkeiten aus Nordeuropa und Indonesien wurden auf der Reisemesse ITB (8. bis 12. März) präsentiert.

Finnland baut fahrbares Sauna-Dorf auf Zeit: Mit einem Sauna-Dorf will Finnland den Beginn einer Saunawoche im Land feiern. Dazu sollen am 1. Juli alle fahrbaren Saunas in Himos zu einer Art Dorf arrangiert werden, wie Visit Finland mitteilt. Die Saunas öffnen dann die Türen für alle Besucher. Die Sauna-Woche geht bis zum 8. Juli und bietet außerdem eine Art Sauna-Marathon. Auf einer Strecke von zehn Kilometern stehen 18 Saunas für Pausen bereit.

Neues Filmdorf in Südschweden zu Astrid-Lindgren-Filmen: In Südschweden öffnet am 17. Juni das Filmdorf Smaland in Mariannelund. Dort wurden einst die Filme vom Michel aus Lönneberga gedreht, der Kinderbuch-Figur von Astrid Lindgren. In dem neuen Erlebniszentrum sollen Besucher hinter die Kulissen der Filme schauen können, teilte die Tourismusregion Smaland mit.

+++ Italien setzt auf Ziele abseits der Touristenzentren

Rom, Florenz, Mailand: Das sind die großen Touristenzentren Italiens. Doch das Land hat mehr zu bieten. Die noch unbekannten, aber schönen Orte will es künftig deutlicher zeigen.

Italien will im kommenden Jahr verstärkt auf Orte abseits der klassischen Reiseziele setzen. Dafür wird die Tourismuszentrale spezielle Hashtags nutzen.

Das Land habe einen starken Kontrast zwischen überfüllten Orten wie Rom und weniger besuchten Regionen, erklärte Tourismusminister Dario Franceschini auf der Reisemesse ITB (8. bis 12. März) in Berlin. Diese seien aber gleichzeitig sehr attraktiv. Mit spezieller Werbung will das Land Touristen auf diese unbekannteren Orte aufmerksam machen.

Die italienische Zentrale für Tourismus (ENIT) setzt dabei zum Beispiel auf spezielle Hashtags beim Kurnachrichtendienst Twitter. Unter #italianvillages (italienische Dörfer) etwa finden Reisende weniger bekannte Orte wie die Gemeinde Fornelli oder die Stadt Trevi in Umbrien. Besonders häufig von deutschen Reisenden werden ENIT zufolge Südtirol, Venetien oder die Lombardei besucht. Urlauber aus Deutschland seien für das Land eine sehr wichtige Zielgruppe.

Italienische Dörfer: Fornelli ist einer der Orte, in den die Tourismusverantwortlichen von Italien verstärkt Besucher locken wollen.

Foto: dpa/Sandro Bedessi/Fototeca Enit/dpa-tmn

+++ Luxemburg führt die Hotelklassifizierung ein

Im Rahmen der ITB wurde nun der offizielle Startschuss für die Hotelklassifizierung in Luxemburg gegeben. Schon Anfang April werden die ersten luxemburgischen Hotels nach den harmonisierten europäischen Richtlinien der Hotelstars Union eingestuft. Die Hotelklassifizierung in Luxemburg wird auf freiwilliger Basis angeboten.

+++ National Geographic und die ITB berlin vergeben World Legacy Award

Gemeinsam verliehen National Geographic und die ITB den National Geographic World Legacy Awards 2017. In fünf Kategorien wurden besonders nachhaltige und visionäre Reiseunternehmen und -ziele ausgezeichnet. „Nachhaltige Tourismusentwicklung ist entscheidend für die Zukunft des Reisens und für den ganzen Planeten. Die Zeit zum Handeln auf einer globalen Ebene ist jetzt“, erklärt der Experte für nachhaltigen Tourismus Costas Christ.

Die Gewinner und Finalisten:

Kategorie Earth Changers (Veränderer der Erde)

Gewinner: Cayuga Collection, Costa Rica and Nicaragua
Finalist: Finch Bay Galapagos Hotel, Ecuador
Finalist: ITC Hotels, Indien

Kategorie: Sense of Place (Erhaltung der Bedeutung eines Ortes)

Gewinner: Stadt Santa Fe, New Mexico, USA
Finalist: Adventure Canada, Kanada
Finalist: Awamaki, Peru

Kategorie: Conserving the Natural World (Erhaltung der natürlichen Umwelt)

Gewinner: North Island, Seychellen
Finalist: Mark Thornton Safaris, Tansania
Finalist: Misool, Indonesien

Kategorie: Engaging Communities (Engagement in Gemeinschaften)

Gewinner: Lodge at Chaa Creek, Belize
Finalisten: Andaman Discoveries, Thailand
Finalisten: Chambok Community Based Eco-Tourism/Mlup Baitong, Kambodscha

Kategorie: Destination Leadership (Beispielhafte Destinationsführerschaft)

Gewinner: Slowenisches Tourismusamt, Slowenie
Finalist: The Riverwind Foundation/Jackson Hole Chamber of Commerce, Wyoming, USA
Finalist: Segera Retreat, Kenia

+++ Das bieten die neuen Expeditionsschiffe der Hapag-Lloyd Cruises

Im Frühjahr und Herbst 2019 stellt Hapag-Llyod Cruises zwei neue Expeditionskreuzfahrtschiffe in Dienst. Jetzt wurden erste Details bekanntgegeben.

„Hanseatic nature“ und „Hanseatic inspiration“: So werden die beiden neuen Expeditionskreuzfahrtschiffe von Hapag-Lloyd Cruises heißen. Das teilte die Reederei auf der ITB mit. Die Neubauten sollen im Frühjahr und Herbst 2019 in Dienst gestellt werden. Auch etliche Details wurden präsentiert:

Kabinen: Beide Schiffe bieten Platz für maximal 230 Passagiere, bei Antarktis-Fahrten werden aufgrund von Beschränkungen beim Landgang höchstens 199 Gäste an Bord sein. 120 Kabinen und Suiten soll es an Bord geben - darunter 4 Grand Suiten und 14 Junior Suiten. Alle Kabinen haben entweder einen Balkon oder Fenster nach außen.

Erster Blick in die Kabinen: Helle Farben und viel Glas sollen das Design prägen

Foto: dpa/Hapag-Lloyd Cruises

Design: Das Innendesign soll das Thema Natur widerspiegeln. Das sei bei der Auswahl der Stoffe und bei Farben und Formen berücksichtigt, so Isolde Susset, Leiterin Produktmanagement Expeditionskreuzfahrten.

Restaurants: Neben einem Hauptrestaurant mit 182 Plätzen soll es an Bord jeweils ein Spezialitätenrestaurant (44 Plätze) und ein Büfettrestaurant (124 Plätze) geben.

Öffentliche Bereiche: Neben den Restaurants gibt es eine Boutique, einen Fitness- und Spa-Bereich, eine Observation Lounge, eine Multifunktionslounge sowie ein sogenanntes Wissens-Atelier. Höhepunkt für Isolde Susset ist allerdings der Decksumlauf auf dem Vorderschiff, der jederzeit für Passagiere zugänglich ist. Sie kommen dadurch verhältnismäßig nah an das Wasser. Daneben gibt es einen Poolbereich, der bei Bedarf überdacht werden kann. Über eine Marina sind Wassersportaktivitäten und Ausfahrten mit Zodiacs möglich.

Passagiere: Während sich die „Hanseatic nature“ an ein rein deutschsprachiges Publikum richten soll, wird die „Hanseatic inspiration“ auch international vermarktet.

Destinationen: Beide Schiffe haben die höchste Eisklasse für Passagierschiffe und können auch extreme Expeditionen wie zum Beispiel in die Antarktis fahren.

+++ Neue Onboard-Lounge bei Emirates

Emirates stellt erstmals die neue Lounge im Airbus A380 aus.

+++ Österreich beliebt bei den Deutschen

Österreich hat 2016 deutlich mehr deutsche Reisende angelockt als im Vorjahr. Insgesamt wurden knapp 13 Millionen Gästeankünfte gezählt – ein Plus von 845.318 Gästen und somit sieben Prozent im Vergleich zu 2015.

Im Schnitt blieben die Deutschen im vergangenen Jahr 4,1 Nächte, wie Österreich Werbung ajf der ITB mitteilte. Besonders beliebt war Tirol mit 46 Prozent aller Übernachtungen, gefolgt von Salzburg (20,5 Prozent) und Vorarlberg (9,7 Prozent). Nach wie vor beliebt seien Aktiv- und Natururlaub und natürlich das Skifahren.

Zwei Gründe sehen die österreichischen Touristiker für den Zuwachs: Zum einen bediene Österreich die Sehnsucht vieler Deutscher nach Natur und Gelassenheit. Zum anderen hätten sicher auch geopolitische Einflüsse, politische Unsicherheiten und soziale Unruhen in anderen Urlaubsländern Auswirkungen gehabt, sagte Oskar Hinteregger, Manager bei Österreich Werbung für die deutschsprachigen Länder. In welchem Ausmaß dies der Fall war, lasse sich aber nicht sagen.

+++ Neue Business-Sitze bei Qatar

+++ Tunesien verzeichnet „allmähliche Erholung“

Tunesien hatte im vergangenen Jahr einen starken Einbruch des Tourismus zu verkraften. Nun hofft das nordafrikanische Land wieder auf wachsende Urlauberzahlen.

Tunesien zählte 2016 insgesamt 129.085 Einreisen aus Deutschland, im Jahr zuvor waren es noch 218.403 – ein Minus von 41 Prozent, wie das tunesische Fremdenverkehrsamt auf der ITB mitteilte. Zum Vergleich: Im Jahr 2010– also vor dem sogenannten Arabischen Frühling – kamen 458.631 deutsche Besucher.

Der letzte Einbruch der Gästezahlen folgte auf Anschläge in Tunis und Port El-Kantaoui 2015 mit vielen Toten. Seitdem gab es keine Anschläge auf Urlauber mehr. „Wir sind ein sicheres Land“, sagte der Botschafter Tunesiens in Berlin, Elyes Kasri. Man habe merkliche Fortschritte erzielt, was die Sicherheit angeht.

Die großen deutschen Reiseveranstalter berichten von mehr Tunesien-Buchungen für den Sommer 2017 als im Vorjahr. Tui beobachtet derzeit eine „allmähliche Erholung“ und rechnet damit, dass die Nachfrage weiter anzieht. Die Buchungen seien gut im Plus. Tui fliegt im Sommer wieder mit zwei Vollcharter-Maschinen von Tunisair auf die Ferieninsel Djerba. Auch Thomas Cook und Neckermann sprechen von einer „positiven Buchungsentwicklung“.

FTI verzeichnet nach eigenen Angaben schon seit August 2016 eine kontinuierlich wachsende Nachfrage nach Tunesien-Reisen. Vor allem der Sommer 2017 werde gut gebucht – das Plus sei zweistellig im Vergleich zum Sommer 2016. Auch Alltours sieht einen Aufwärtstrend. Etwas weniger optimistisch äußert sich DER Touristik: Die Buchungen seien weiterhin „eher zurückhaltend“.

+++ Die Krise des Tourismus in der Türkei


+++ Reisebüro bei Jüngeren out

Junge Erwachsene buchen ihre Urlaubsreisen überwiegend online. Mehr als jede zweite (54 Prozent) mehrtägige Urlaubsreise wird bei 20- bis 34-Jährigen im Netz gebucht, wie die GfK-Konsumforscher ermittelten.

„Die heute Jungen werden ihr digitales Verhalten mit in die Zukunft nehmen“, sagte Dörte Nordbeck von der GfK auf der ITB. Die sogenannten Millennials verreisen demnach häufiger als die Generation ihrer Eltern und Großeltern – ihre Reisen sind allerdings kürzer und günstiger.

Wichtig ist für sie außerdem eine individuelle Organisation der Reise. Sie planen Anreise und Unterkunft vorwiegend selbst. Die Pauschalreise ist mit 31 Prozent weniger gefragt als im gesamten Reisemarkt (38 Prozent).

Nach Angaben der Gfk sind Fernreisen mit 26 Prozent besonders beliebt (Gesamtmarkt: 17 Prozent). Auch Städtereisen und Rundreisen sind gefragt. Badeurlaub ist so populär wie bei Älteren auch (29 Prozent).

Auch interessant: 7 Tricks, wie sie richtig für den Urlaub packen

+++ So viele deutsche Urlauber in den Niederlanden wie noch nie

Die Niederlande ziehen immer mehr Besucher aus Deutschland an. 2016 kamen knapp 4,6 Millionen – ein Plus von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr und ein erneuter Rekord.

Insgesamt wurden rund 15,7 Millionen internationale Reisende verbucht, teilte das Niederländische Büro für Tourismus (NBTC) mit. Nach Angaben von Anouk Susan, Deutschland-Direktorin des NBTC, habe das Land vor allem vom Trend profitiert, mehrmals im Jahr Urlaub zu machen und dabei eher nahegelegene Ziele anzusteuern. Daneben hätten Großveranstaltungen zum Besucheranstieg beigetragen, wie zum Beispiel das Themenjahr „Hieronymus Bosch 500“.

2017 feiern die Niederlande das Themenjahr «Von Mondrian bis Dutch Design». Geplant sind zahlreiche Ausstellungen – unter anderem im Gemeentemuseum Den Haag. Außerdem wurde vor kurzem das renovierte Mondrian-Haus in Amersfoort wiedereröffnet. Im Norden der Provinz Flevoland gibt es zudem ein rund 6000 Quadratmeter großes Tulpenfeld, das ein Mondrian-Gemälde zeigt. Das Gemälde ist von Aussichtstürmen, aber auch bei einem Hubschrauberrundflug zu sehen.

+++ Heidi Hetzer (79) beendet ihre 3-jährige Weltreise

Obwohl die meisten Reisen auf der ITB beginnen sollen, findet dieses Jahr auch eine ganz besondere am letzten Tag der Messe ihr Ende: Die 79-jährige Rallyfahrerin Heidi Hetzer kehrt nach fast drei Jahren Weltreise nach Berlin zurück. Im Juli 2014 hatte sie ihr Abenteuer gestartet – in einem Hudson Greater Eight, Baujahr 1930, liebevoll nur „Hudo“ genannt. Nach rund 85.000 Kilometern ist sie wohlbehalten und mit einem Oldtimer voller Aukleber wieder zurück in Deutschland und darf sich auf der ITB zurecht feiern lassen.

Heidi Hetzer mit ihrem Oldtimer „Hudo“

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+++ TRend: Online-buchen und Urlaub in der Heimat

Der Verband Internet Reisevertrieb e.V. präsentierte die Studie Reiseanalyse 2017: Die Deutschen buchen bevorzugt online. Auch gibt es einen starken Trend, die Unterkünfte und Flüge separat zu buchen, anstatt auf Pauschalreisen zurückzugreifen. Dabei findet jeder dritte Urlaub, der länger als fünf Tage dauert, in Deutschland statt.

+++ Kreuzfahrtreisen Boomen
+++ Endlich! Costa Kreuzfahrten inkludiert Trinkgelder

Für viele Gäste auf Kreuzfahrtschiffen ist es ein Ärgernis: das obligatorisch erhobene Trinkgeld. Doch immer mehr Reedereien rücken zumindest für Urlauber aus Deutschland davon ab. Nun hat Costa angekündigt, das Trinkgeld in den Reisepreis zu inkludieren.

Die neue Regelung gilt vom 10. März an zunächst für alle Gruppenreisen und Buchungen über den sogenannten Flexpreis, teilte die Reederei am Rande der Reisemesse ITB (8. bis 12. März) mit. Im neuen Katalog, der im Frühjahr erscheint und vom Herbst 2017 an gültig ist, wird die Regelung dann auch für alle übrigen deutschen Passagiere umgesetzt.

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Bislang wurde bei Costa pro Tag und Person ein Trinkgeld von 10 Euro automatisch auf das Bordkonto gebucht. Wer das nicht wollte, musste dem Verfahren aktiv widersprechen. Man entspreche mit der Inkludierung des Trinkgelds in den Reisepreis den Wünschen der Urlauber aus Deutschland, erklärte eine Unternehmenssprecherin. Costa-Passagiere aus anderen Ländern zahlen das Trinkgeld weiterhin.

Bei den deutschen Reedereien Aida Cruises und Tui Cruises war das Trinkgeld ohnehin schon immer eingeschlossen - ebenso bei Hapag-Lloyd Cruises. Urlauber können hier lediglich freiwillig einzelnen Mitarbeitern oder der gesamten Crew ein Trinkgeld zukommen lassen. Zuletzt war dann auch Norwegian Cruise Line (NCL) nachgezogen, die für Reisende aus Deutschland einen All-inclusive-Preis angeben.

Als größere Reedereien mit obligatorischem Trinkgeld bleiben jetzt noch MSC Kreuzfahrten und Royal Caribbean. MSC verlangt derzeit 10 Euro pro Tag und Person. Der Betrag kann jedoch von den Reisenden angepasst werden. Bei Royal Caribbean werden 13,50 US-Dollar fällig (rund 12,80 Euro). Auch hier können Reisende die Summe verändern.

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