Villen-Spotting, Drachensteigen, Sonnenuntergänge...

7 gute Gründe für Usedom im Herbst

Im Sommer bleibt am Strand der Kaiserbäder auf Usedom oft kein handtuchbreites Fleckchen frei. Im Herbst wird es deutlich entspannter. Sonne gibt es immer noch genug. Und für vieles bleibt dann einfach deutlich mehr Zeit. TRAVELBOOK nennt sieben weitere gute Gründe für einen Usedom-Urlaub in der kalten Jahreszeit.

1. Lange Spaziergänge

Heringsdorf zählt dazu, auf der einen Seite davon Bansin, auf der anderen Ahlbeck, ein Stück weiter südöstlich liegt Swinemünde, das heute Swinoujscie heißt und zu Polen gehört – alle Kaiserbäder liegen so dicht beieinander, dass man beim Strandspaziergang von einem zum anderen laufen kann. Oder mit dem Rad alle auf einmal abfahren. Im Herbst macht das besonders Spaß, halten einen doch weder Hitze noch Massen von Urlaubern davon ab, auch größere Distanzen anzugehen. Im Winter, wenn noch kein Schnee liegt, kann man die Strecke auch abfahren. Dann aber Handschuhe und Mütze nicht vergessen, der Wind pfeift.

Weiter Strand – auf Usedom ist er kilometerlang und im Herbst längst nicht so überlaufen wie im Hochsommer

Foto: Andreas Heimann

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2. Villen-Spotting

Die Kaiserbäder, das waren die touristischen Hotspots an der Ostseeküste vor dem Ersten Weltkrieg. Erst kamen die Adeligen, später auch betuchte Bürgerfamilien, die gerne bei den Freiherren, Grafen oder sogar beim Kaiser um die Ecke Urlaub machen wollten. Ein bisschen wilhelminisch sieht es dort immer noch aus: Bäderarchitektur heißt der Stil, in dem in den Badeorten zahllose Villen gebaut sind. Ein Hingucker, jede einzelne!

Die Bäderarchitektur aus der Kaiserzeit macht auch heute Eindruck – an der Promenade von Bansin ist noch viel davon zu sehen, genau wie in Heringsdorf und Ahlbeck

Foto: Usedom Tourismus

3. Drachen am Strand

Am Strand bauen Kinder Sandburgen oder lassen mit Mama oder Papa Drachen steigen. Und selten gibt es Tage, an denen sich nicht der eine oder die andere in die Ostsee traut, manche noch Mitte Oktober und einige sogar nackt, Herbst hin oder her. In der Nachsaison geht es auch an Heringsdorfs Seebrücke, die mit 508 Metern als Deutschlands längste gilt, etwas entspannter zu.

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4. Lesungen in der Villa Irmgard

Nur eine Handvoll Besucher sieht sich am Nachmittag in der Villa Irmgard um. Der russische Schriftsteller Maxim Gorki hat von Mai bis September 1922 in dem Haus in Heringsdorf gewohnt und an seiner Autobiografie geschrieben. Heute ist es ein Museum, in dem es auch im Herbst regelmäßig Lesungen oder Filmvorführungen gibt.

Die Villa Irmgard in Heringsdorf – der russische Schriftsteller Maxim Gorki hat im Sommer 1922 in dem Haus gewohnt

Foto: Usedom Tourismus/Andreas Dumke

5. Heringsdorfs Geschichte entdecken

Eine weitere Ausstellung widmet sich den Persönlichkeiten, die Heringsdorfs Geschichte mitgeschrieben haben: Hans von Bleichröder zum Beispiel, Hof-Bankier des Kaisers und seinerzeit der reichste Mann Berlins, oder Richard Schering, Pharmazeut und erfolgreicher Unternehmer. Beide hatten in den Zeiten, als Heringsdorf für Berlins High Society eine der angesagtesten Adressen war, eine Villa in bester Lage.

Maxim Gorkis Fotoalben – auf dem Schreibtisch in der Villa Irmgard dürfen Besucher darin blättern

Foto: Usedom Tourismus/Ann Schult

6. Den Horizont suchen

Ahlbeck ist von Heringsdorf aus schnell erreicht. Die Seebrücke gilt bei vielen als die fotogenste der Insel. An ihrem Ende, wo die Ausflugsschiffe der Adler-Reederei ablegen, reicht der Blick weit über die Ostsee. Im Herbst ist der Horizont manchmal kaum auszumachen, weil Himmel und Wasser im gleichen Graublau schimmern.

Abendstimmung in Heringsdorf – wenn die Sonne bald untergeht, lassen sich die Möwen neben der Seebrücke nieder

Foto: Andreas Heimann

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7. Die Sonnenuntergänge

Abends ist es in den Kaiserbädern in der Nachsaison ziemlich still. Aber die Sonnenuntergänge bleiben sehenswert – oder werden sogar noch schöner. Selbst wenn die Sonne schon hinterm Horizont versunken ist, stapfen noch Strandläufer durch den Sand. Auf den Holzpfählen neben der Heringsdorfer Seebrücke ruhen sich dann etliche Möwen aus. Die Schwäne, die hier zu Hause sind, lassen sich nicht mehr sehen. Nur ihre Fußspuren sind immer noch da.

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