Unterirdisch, in einer Schlucht oder total erotisch

Die 12 ungewöhnlichsten Weihnachtsmärkte in Deutschland

Bratwurst essen, Glühwein trinken, in der Kälte rumstehen: So sehen viele Weihnachtsmarktbesuche aus. Aber es geht auch anders, viel außergewöhnlicher. In Deutschland gibt es nämlich jede Menge schräge Adventsmärkte – von vegan über anzüglich bis kitschig-verspielt und total unterirdisch. Eine Auswahl der skurrilsten Weihnachtsmärkte im Land.

Feng-Shui-Weihnachtsmarkt

Totale Harmonie verspricht der Feng-Shui-Weihnachtsmarkt auf Schloss Bensberg in Bergisch Gladbach (NRW). Das Design der Buden sowie der Aufbau des Weihnachtsmarktes richten sich nach der chinesischen Lehre von der Harmonisierung der Menschen mit ihrer Umgebung. Neben kulinarischen Leckereien werden zum Beispiel handgeschöpfte Schokolade, außergewöhnlicher Schmuck und Öl-Raritäten angeboten, für Stimmung sorgen Gaukler und Gesangsdarbietungen.

Der Feng-Shui-Weihnachtsmarkt auf Schloss Bensberg

Foto: Schloss Bensberg

11. bis 13. Dezember 2015, geöffnet Freitag 16 bis 21 Uhr, Samstag ab 13 Uhr, Sonntag 11 bis 20 Uhr, Eintritt 7 Euro (inkl. ein Heißgetränk)
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erotischer weihnachtsmarkt

Das längliche Gerät ist ein großartiges Präsent für die einsame Hausfrau – versichert Elmar Thüry. Der Odenwalder ist stolz auf die Produkte, die er auf „Hamburgs geilstem Weihnachtsmarkt“ anbietet: Vibratoren aus Fichtenholz. TÜV-geprüft, 100 Prozent ökologisch, handgedrechselt. Thüry ist beim Santa-Pauli-Markt in Hamburg alle Jahre wieder ebenso eine Attraktion wie die Engel im Strip-Zelt. Die Macher des erotischen Weihnachtsmarktes auf dem Spielbudenplatz an der Reeperbahn versprechen „(be)sinnliche“ Atmosphäre und schaffen tatsächlich die Balance zwischen frivol und adventlich.

Der Santa-Pauli-Markt auf dem Spielbudenplatz an der Reeperbahn ist sicher einer der speziellsten Weihnachtsmärkte des Landes

Foto: Spielbudenplatz/Marius Roeer

Noch bis 23. Dezember, Montag bis Mittwoch von 16 bis 23 Uhr, Donnerstag von 16 bis 0 Uhr, Freitag und Samstag von 13 bis 1 Uhr und Sonntag von 13 bis 23 Uhr

Weihnachtsmarkt im Weinkeller

22 Kilometer Weinkeller ziehen sich durch den Untergrund von Traben-Trarbach, um 1900 war die Stadt an der Mosel neben Bordeaux (Frankreich) sogar die größte Weinhandelsmetropole. Acht dieser Weinkeller öffnen auch diesen Winter wieder freitags bis sonntags als Weihnachtsmarkt, oder besser: „Mosel-Wein-Nachts-Markt“. Neben klassischen Leckereien und Dekoration gibt's hier einiges rund um Wein und Wellness zu entdecken.

Blick in den unterirdischen Weihnachtsmarkt in Traben-Trarbach (Rheinland-Pfalz)

Foto: Blickfang Werbung

Noch bis 3. Januar 2016 jeweils, an den Wochenenden. Mehr Infos hier.

Rosa märkte

Nicht dass es ungewöhnlich wäre, dass es einen schwul-lesbischen Weihnachtsmarkt gibt, aber meist ist es das Programm oder zumindest die Aufmachung: Der „Pink Christmas“, der schwul-lesbischen Weihnachtsmarkt am Münchner Stephansplatz im Glockenbachviertel (noch bis zum 23. Dezember) findet in diesem Jahr zum elften Mal statt und und gilt laut Veranstalter Robert Maier-Kares als „der kleinste, aber auch bunteste Weihnachtsmarkt“ der Stadt. „Wir feiern für und mit Schwulen, Lesben, Nachbarn, Freunden und allen, die Spaß an einem friedlichen und bunten Miteinander haben“, so Maier-Kares. Einzigartig sind die Bühnenshows. Stars, Sternchen, Travestie, Schlager und DJ-Sounds. Ebenfalls einen schwul-lesbischen Weihnachtsmarkt gibt es seit einigen Jahren in Frankfurt am Main. Die „Rosa Weihnacht“ findet noch bis zum 22. Dezember auf dem Friedrich-Stoltze-Platz statt.

Travestie gehört auch dazu beim Pink Christmas in München – ein besonders bunter Weihnachtsmarkt

Foto: Pink Christmas

Deutschlands höchster Weihnachtsmarkt

Kontrastprogramm liefert Deutschlands höchster Weihnachtsmarkt, der Christkindlmarkt auf der Zugspitze. Per Bayerischer Zugspitzbahn von Garmisch-Partenkirchen oder Eibseeseilbahn ab Grainau geht es auf knapp 3000 Meter. Dort stehen vier Büdchen in atemberaubender Bergkulisse. Hier muss das Christkind wohnen, denkt mancher.

Vier Büdchen in atemberaubender Bergkulisse bilden Deutschlands höchstgelegenen Weihnachtsmarkt

Foto: Bayerische Zugspitzbahn

Geöffnet: 5./6. Dezember

ökologischer Weihnachtsmarkt

In Berlin organisiert der Verein Grüne Liga als Netzwerk ökologischer Bewegungen einen echt fairen Hüttenzauber. Der Advents-Ökomarkt am Kollwitzplatz in Prenzlauer Berg bietet nur Waren, bei deren Herstellung soziale und ökologische Standards eingehalten werden. Der Glühwein: bio. Die Waffeln: Vollkorn. Wer hier verkauft, verpflichtet sich, dies „musik- und abfallfrei“ zu tun. Mehrweg statt Pappbecher, Gespräche statt Gedudel.

Was auf dem Advents-Ökomarkt auf dem Berliner Kollwitzplatz an Weihnachtsware angeboten wird, ist sozial und ökologisch bedenkenlos hergestellt

Foto: Grüne Liga Berlin

Geöffnet: 6./13./20. Dezember

Veganer Weihnachtsmarkt

Gänsebraten? Schwierig. „Bei uns gibt es absolut gar nichts vom Tier“, erklärt Christina von Willisen von Veganes Hannover. Der sechste vegane Weihnachtsmarkt in der niedersächsischen Landeshauptstadt sei „weihnachtlich, festlich, tierrechtlich“. Auf dem Steintorplatz bieten 30 Aussteller fair produzierte Kleidung, tierversuchsfreie Kosmetik und Zutaten für das eben vegane Weihnachtsessen. Zwar gibt es auch Döner und Bratwurst, aber selbstredend bio-vegan.
Geöffnet: 5./6. Dezember

Waldweihnachtsmarkt

Kitschig geht es natürlich auch. Mit Lichtlein, Engelsklängen, Tannenbäumen und über allem Zuckerguss. Das romantische Landgut Krumme mit dazugehörigem Waldstück in Velen westlich von Münster ist dafür die ideale Kulisse. Beim Waldweihnachtsmarkt bieten 200 Aussteller Handwerk, Kunst und Köstliches an. Seinen märchenhaften Zauber aber erhält der Markt durch über eine Million Lichter. „Wir legen sehr viel Wert aufs Licht“, sagt Josef Krumme über seinen ganz persönlichen Wintertraum, den er gemeinsam mit seiner Familie ausrichtet. Dazu gibt es rund 1000 Weihnachtsbäume und eine begehbare Krippe.

Weihnachten im Wald: Der Weihnachtsmarkt auf dem Landgut Krumme in Velen findet in romantischer Atmosphäre statt

Foto: Velener Waldweihnachtsmarkt

Geöffnet: 5./6./12./13./19./20. Dezember

Stromloser Weihnachtsmarkt

Gänzlich ohne Strom und dafür mit Zeitreise feiert man dagegen in der kleinsten Hansestadt der Welt den Christmarkt. Der steht in Werben an der Elbe in Sachsen-Anhalt nämlich ganz im Zeichen der Biedermeier-Zeit. „Und zur Biedermeier-Zeit gab's noch keinen Strom. Authentische Bedingungen sind uns wichtig“, erzählt Werner Eifrig vom Arbeitskreis Werbener Altstadt. So erstrahlen mehr als 40 märchenhafte Stände auf dem Platz gleich neben der Kirche dicht gedrängt im malerischen Schein von Kerzen und Petroleumlampen.

Ein Weihnachtsmarkt als Zeitreise: Der Biedermeier-Christmarkt in Werben an der Elbe entführt den Besucher in vergangene Zeiten

Foto: dpa/ Jürgen Sturtzel

Geöffnet am 3. Adventswochenende

Skandinavischer Weihnachtsmarkt

Inmitten der Backstein-Gebäude gehört der Lucia Weihnachtsmarkt in der Berliner Kulturbrauerei im Prenzlauer Berg zu den Geheimtipps der Hauptstadt. Der gemütliche Markt ist den nordisch-skandinavischen Ländern gewidmet. So findet man unter anderem Rentierwurst, Elchfleischbällchen, finnische Waffeln, schwedischen Punsch und diverse isländische Spezialitäten. Zudem bietet der Markt wunderbare Gelegenheiten zum Wärmen: So etwa eine Mantel-Heizung, diverse Feuerstellen und eine Wärme-Hütte mit Sauna-Ofen.

Gemütlich: der Lucia Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei

Foto: Getty Images

Noch bis 22. Dezember, Montag bis Freitag 15 bis 22 Uhr, Samstag/Sonntag 13 bis 22 Uhr.

Schwimmender Weihnachtsmarkt

Einmal im Jahr verwandelt sich die ostfriesische Hafenstadt Emden in einen weihnachtlichen Budenzauber. Der Emdener Engelkemarkt findet zum Teil sogar an Bord von Schiffen statt. Große und kleine Seeleute können auf etlichen Museumsschiffen und Traditionsseglern den unverwechselbaren Duft von Mandeln, Plätzchen und Grog genießen – und das sogar noch nach Weihnachten.

Der Emdener Engelkemarkt von oben betrachtet

Foto: PR/Karlheinz Krämer

Geöffnet: noch bis 23. Dezember und 27. Dezember bis 31. Dezember, täglich von 11 Uhr bis ca. 20 Uhr.

Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht

Zum sechsten Mal findet dieses Jahr der Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht im Hochschwarzwald (Baden-Württemberg) vor spektakulärer Kulisse statt. Unter dem illuminierten Viadukt sind 40 Holzhütten aufgebaut, in denen Kunsthandwerk und Herzhaftes wie Süßes aus dem Schwarzwald angeboten werden.

Spektakulärer Anblick: Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht im Hochschwarzwald

Foto: Hochschwarzwald Tourismus GmbH

Geöffnet: Sa. 05.12./ 12.12./ 19.12. von 15 bis 21 Uhr, So. 06.12./ 13.12./ 20.12. von 12 bis 19 Uhr, zusätzlich Freitag, 4.12. und 11.12. von 15 bis 21 Uhr, Eintritt 3,50 Euro.

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