Neue Attraktion in Amsterdam

Nach diesem Zoo-Besuch ekeln Sie sich vor Ihrem eigenen Körper

Im Mikroben-Zoo „Micropia“ wird sichtbar, was mit bloßem Auge nicht erkennbar wäre: Schleimpilze, der Ebola- oder HI-Virus – und all die Millionen Mikroorganismen, die ständig an und in unserem Körper leben. Winzige Mikroben, großes Erstaunen – und natürlich ein bisschen Ekel!

Wussten Sie, dass sich genau jetzt rund anderthalb Kilo Mikroben auf Ihrem Körper tummeln, genauer gesagt 100 Billionen? Davon leben allein schon 700 Arten im Mund. Aber keine Panik: Diese Kleinstmitbewohner haben nicht nur Sie allein an und in Ihrem Körper. Jeder Mensch trägt Milliarden von Mikroorganismen an und in sich.

Die menschliche Panik vor dem Kleinstgetier ist laut Haig Balian, Zoodirektor in einem der ältesten Tierparks der Welt, dem Amsterdamer „Artis“, schnell erklärt: „Was man nicht kennt, macht Angst“, sagte er der Zeitung „Die Welt“. Als Kind schon wollte der heute 60-Jährige Zoodirektor werden. Als er schließlich den Job im 176 Jahre alten Tierpark bekam, fing er noch mal ganz klein an: Im „Artis“ entwickelte er eben jenen Mikroben-Zoo, mit dem Balian den Menschen genau diese Angst vor dem Unbekannten nehmen will.

treffe deine Mikroben from Micropia on Vimeo.

Zwölf Jahre tüftelten Forscher an dieser Idee. Seit dem 30. September können Mikroben-Fans und Hygiene-Enthusiasten nun mit den Mikroorganismen auf Tuchfühlung gehen und diese winzigen Lebewesen sprichwörtlich unter die Lupe oder besser unter das Mikroskop nehmen. „Wir zeigen, wie Mikroben leben, wie sie sich ernähren und fortpflanzen“, sagt Artis-Direktor Balian. Sonst in unseren Körpern, leben die Mikroorganismen im Zoo in künstlich geschaffenen Lebensräumen – und zwar in einer dekorativen Box auf dessen Dach. Dennoch: Es lässt sich nicht vermeiden, dass man sich im Museum immer wieder kratzen muss, wenn man sich anschaut, was auf der Haut alles rumläuft. Viele befällt auch ein Ekel-Gefühl.

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Weil sie mit bloßem Auge nicht sichtbar sind, werden die Mikroben vergrößert. So erlaubt ein 3D-Fernglas, das an Mikroskop-Linsen gekoppelt ist, den Blick mitten in die Lebenswelt etwa des possierlichen Bärtierchens oder des giftgrünen Schleimpilzes. Mit einer Art Joystick wandert man dann durch die Miniaturlandschaft und schaut dem scheinbar reglosen „Wurm“ bei der Nahrungssuche und ähnlichen Tätigkeiten zu.

Das Bärtierchen kann unter extremsten Bedingungen überleben – im Zoo wohnt es in einer künstlichen Umgebung

Foto: Micropia/ANP Foto

Was hier so lebendig und gefahrlos funktioniert, geht bei gefährlichen Mikroorganismen nicht. Ebola und den Aids-Erreger, das HI-Virus, sieht man daher aus Sicherheitsgründen nur als gläserne Skulpturen.

In diesen Glaskästen sind aus Sicherheitsgründen gläserne Skulpturen des Ebola- und HI-Virus ausgestellt

Foto: Archimage Hamburg/Meike Hansen

Weniger gefährlich dagegen sind zwei Highlights im Zoo, die zeigen, wie viele Mikroben sich wirklich auf beziehungsweise in uns tummeln. „Sie haben soeben eine Million Mikroben ausgetauscht“, verrät die LED-Anzeige am „Kiss-o-Meter“, nachdem ein Paar auf einem leuchtend roten Herz gestanden und innig geknutscht hat. Ergo: Bei einem Kuss wechseln Tausende der winzigen Lebewesen die Seite.

Kiss-o-Meter: Paaren wird hier vorgeführt, wie viele Bakterien sie beim Küssen austauschen

Foto: Micropia/Maarten van der Wal

Erschreckend, aber wahr: Ein Körper-Scan offenbart, wo wie viele der winzigen Mitbewohner an uns leben und kleben. „Allein 80 Arten sind schon auf der Ferse“, sagt Direktor Balian. Dann gibt es noch Dutzende im Auge, 700 im Mund. Na, Lust auf eine Bakterienschau? Im Körperscanner sieht man exakt, an welcher Körperstelle sich wie viele Mikroorganismen tummeln, und das schaut so aus:

Der Körperscanner im Micropia

Foto: Micropia/Maarten van der Wal

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