Auf den Spuren von „Paddington“ durch die britische Hauptstadt

Zum Kinostart des Kinderbuchklassikers

Die Geschichte von Paddington ist bald 60 Jahre alt – und kommt am 4. Dezember in die Kinos. Elyas M'Barek („Türkisch für Anfänger“, „Fack ju Göhte“) spricht den Bären in der deutschen Fassung – und hat den TRAVELBOOK-Usern hier etwas mitzuteilen:

Von Andrea David

Bei einem Besuch in London kann man sich ganz real auf die Spuren von Paddington machen. Andrea David, die den Blog filmtourismus.de betreibt, hat es getan.

„Bitte kümmern Sie sich um diesen Bären. Danke!“ steht auf dem Schild der kleinen Bronzestatue in der Haupthalle der legendären Paddington Station. Der Hauptbahnhof im Westen der Stadt war Namensgeber des peruanischen Bären, den Michael Bond im Jahr 1958 erfand, und hat bereits durch Agatha Christies Miss-Marple-Krimi 16 Uhr 50 ab Paddington Berühmtheit erlangt. London-Reisenden dürfte er ohnehin im Gedächtnis bleiben: Denn wer vom Flughafen mit dem Heathrow Express anreist, hat hier seine erste Begegnung mit London. Und so erging es auch Bär Paddington aus Peru.

Seit 2000 sitzt der Paddington in Bronze auf dem Bahnhof, der so heißt, wie er

Foto: Andrea David/filmtourismus.de

Eine Schwäche für alles Britische – vor allem für Marmelade aus Bitterorangen – hat den tollpatschigen Bären Paddington aus dem „finstersten Peru“ nach London geführt. Da stand er dann, mit diesem Schild um den Hals, mutterseelenallein auf dem Bahnsteig, wo ihn die Eheleute Brown schließlich entdeckten, die gerade ihre Tochter Judy vom Zug abholen wollten. Mrs. Brown fand, man müsse den Bären mitnehmen und ihm ein Zuhause geben – und da er noch keinen Namen hatte, nannten sie ihn nach dem Bahnhof, in dem sie ihn trafen: Paddington.

Viele Kinder kennen die Geschichte des kleinen Bären mit dem blauem Dufflecoat und dem rotem Hut. In über 40 Sprachen wurden die Bücher von Michael Bond übersetzt und weltweit mehr als 35 Millionen Mal verkauft. Jetzt kommt der Bär in die Kinos. Unter anderem mit Hugh Bonneville („Downton Abbey“, „Notting Hill“) als Mr. Brown und Oscar-Preisträgerin Nicole Kidman („The Hours“, „Moulin Rouge“) als fiese Tierpräparatorin, die dem Bären an den Kragen will. Am Sonntag ist Deutschlandpremiere in Berlin – mit Elyas M’Barek, der dem Petz aus Peru in der deutschen Fassung seine Stimme leiht.

Die Paddington-Map zeigt, wo die Bären überall in London stehen. Ab dem 10. Dezember werden sie dann von Christie's zu Gunsten einer Kinderorganisation versteigert.

Foto: screenshot

Doch natürlich muss man nach London gucken, Sehnsuchtsziel von Paddington – und so wie der Bär auf London, so scheint die Stadt auch auf den knuddeligen Bären zu stehen. Denn der hat nicht nur sein Denkmal im Bahnhof Paddington – bereits im Februar 2000 wurde die Skulptur, entworfen von Marcus Cornish, von Michael Bond enthüllt – sondern ist derzeit in London allgegenwärtig: 50 Bärenfiguren stehen hier in der ganzen Stadt verteilt. Alle wurden individuell gestaltet. Und zwar von Prominenten. Von David Beckham, Kate Moss, Emma Watson, Sandra Bullock, Nicole Kidman – und vielen mehr.

Die Bären bilden den Paddington Trail, der noch bis 30. Dezember 2014 Museen, Parks, Geschäfte und Sehenswürdigkeiten verknüpft, eine Übersicht gibt es auf der Paddington Trail Map. Und natürlich steht eine der Bärenfiguren im berühmten Kaufhaus Selfridges an der Oxford Street. Hier nämlich kaufte der Autor Michael Bond am Heiligabend 1956 seiner Frau einen kleinen Stoffbären und benannte ihn nach dem Bahnhof, in dessen Nähe sie damals wohnten. Später sollte das niedliche Stofftier ihn schließlich inspirieren, eine Geschichte über ihn zu schreiben – und Paddington war geboren.

Das Kaufhaus Selfridges in der Oxford Street

Foto: Andrea David, filmtourismus.de

Im Kaufhaus kann man eine Auswahl der Statuen in Kleinformat kaufen, der Erlös wird gespendet. Und vielleicht erinnert sich der ein oder andere daran: Es war auch das Selfridges, in dem sich Rowan Atkinson im Film Tatsächlich... Liebe beim künstlerischen Einpacken eines Weihnachtsgeschenkes sehr sehr viel Zeit ließ. Überhaupt bewegt man sich immer auch auf anderen Kino-Klassikern, wer der Spur des Bären durch London folgt.

So wohnt Paddington im Film bei der Familie Brown nahe der Portobello Road, die auch schon im Film Notting Hill mit Hugh Grant und Julia Roberts zu sehen war. Hier herrscht ein buntes Treiben rund um die Marktstände mit Obst & Gemüse, Antiquitäten und besondere Fundstücke. Als Herr Grubers Antiquitätenladen diente übrigens auch das Alice's als Drehort.

Alice's, Portobello Road in Notting Hill

Foto: Andrea David/filmtourismus.de

Zum richtigen Paddington-Feeling gehören natürlich auch die Fahrt in einem schwarzen Taxi und ein köstlicher Afternoon Tea. Besonders stilvoll und traditionell lässt sich letzterer bei Fortnum & Mason im Diamond Jubilee Tea Salon, der 2012 von der Queen persönlich eröffnet wurde, genießen. Die Plätze sollte man in jedem Fall vorreservieren.

Gefahr lauert für Paddington im Natural History Museum, für das Nicole Kidman im Film als zwielichtige Tierpräparatorin arbeitet. Bereits in der Haupthalle am Eingang wird man hier von einem imposanten Dinosaurier-Skelett begrüßt. Kurzzeitige Gefahr dürfte auch mancher Besucher verspüren, wenn er am brüllenden, sich real bewegenden T-Rex vorbeispaziert. Ansonsten kann man hier beruhigt die riesige Sammlung an Naturwundern bestaunen und an speziellen Dino-Snores-Terminen sogar im Museum übernachten.

Das Museum of London war zwar nicht Drehort des Filmes, zeigt jedoch in einer gesonderten Ausstellung „A Bear Called Paddington“ wie sich die beliebte Kinderbuchfigur über die Jahrzehnte entwickelt und es schließlich bis auf die große Leinwand geschafft hat. Bis zum 4. Januar 2015 können hier Originalillustrationen und Zeitdokumente rund um Paddington sowie aktuelle Filmrequisiten bewundert werden. Der Eintritt ist frei.

Paddington in der Haupthalle des Natural History Museum

Foto: Studiocanal

Für alle, die noch intensiver den pelzigen Fußstapfen von Paddington folgen möchten: Ab April 2015 wird es sogar eine spezielle Paddington-Bär-Bustour geben und man kann sich bequem zu den berühmtesten Orten der Paddington-Bücher sowie den Drehorten des Films führen lassen. Die Stadtrundfahrt im Minibus inklusive Live-Kommentar kostet 35,50 Euro und ist online im Visitbritainshop buchbar.

Die Tickets können bereits reserviert werden – vielleicht keine schlechte Idee als Weihnachtsgeschenk für große und kleine Paddington-Fans? Oder soll es lieber ein Bär sein? Dann gehen wir dorthin zurück, wo alles begann: An den Bahnhof Paddington. Die Treppe hinter der Bronze-Statue führt direkt zu einem kleinen Shop mit Paddington-Souvenirs aller Art. Es ist der weltweit einzige Laden, der sich ausschließlich dem Bären mit dem blauen Dufflecoat widmet.

Der Paddington Shop in der Paddington Station

Foto: Andrea David/filmtourismus.de

Andrea David betreibt den Reiseblog filmtourismus.de, auf dem sie berühmte Drehorte auf der ganzen Welt vorstellt – mit einer übersichtlichen A-Z-Suche nach Orten, Filmen und Serien. Hier geht's zu Andreas Blog!

Lesen Sie auch: New York für Filmjunkies

Paddington – Der Film startet am 4. Dezember in den deutschen Kinos. Hier der Trailer: 

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Wussten Sie, dass...

... die London Underground (von den Einheimischen Tube genannt) die älteste U-Bahn der Welt ist? Am 10. Januar 1863 wurde sie als erste unterirdische, damals noch mit Dampfloks befahrene Bahn eröffnet. Heute wird sie täglich von über 3 Millionen Menschen benutzt.


... es in der britischen Hauptstadt mehr als 30.000 Geschäfte gibt?


... das die Beleuchtung des berühmten Kaufhauses Harrods aus rund 100.000 Glühlampen besteht?


... der bekannteste Maßschneider der Stadt Turnball & Asser nicht nur für das Königshaus, sondern auch für Prominente aus aller Welt Hemden schneidert? Al Pacino, Robert Redford, Robbie Williams und sämtliche James Bond-Darsteller zählen zu den Kunden. Für die gibt es die feinen Seidenhemden in zwei Versionen: hauteng für normale Auftritte, „mit Luft“ für Action-Szenen.


... vor 100 Jahren „Jack the Ripper“ sein Unwesen im Londoner East End trieb? Noch bis vor wenigen Jahren wagte sich kaum jemand in diese finstere Ecke hinter der Liverpool Street. Heute ist sie total angesagt.


... der Eintritt in Museen in London frei ist?


... der als Gefängnis berühmte gewordene Tower ursprünglich ein Königspalast war? Bis zu Jakob I. im 16. Jahrhundert wohnten alle englischen Könige und Königinnen zeitweise dort. Heute werden im Tower die britischen  Kronjuwelen aufbewahrt und eine reichhaltige Waffensammlung.


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Bloss nicht...

... drängeln! Engländer sind äußerst diszipliniert und „Queuing“ (Schlange stehen) gewöhnt. Auf Rolltreppen auch nur rechts stehen, die linke Spur ist für die ganz Eiligen.


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... meckern, wenn man angerempelt wird, sondern sich am besten selber  entschuldigen.


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... nach London mit dem Auto fahren. Parkplätze gibt’s kaum und man zahlt seit 2003 wochentags für die Innenstadt eine Extra-Gebühr (Congestion Charge) von 10 Pfund.


... im Taxi nach dem Kofferraum suchen. Die schwarzen Cabs haben keinen.  Koffer stellt man vor seinen Sitzplatz im Heck, wo ausreichend Platz ist.


... in der Nähe von Touristenattraktionen ein Restaurant suchen. Dort sind die Preise noch höher als sowieso schon im teuren London.

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