Der Fokus wird auf neue Märkte gelegt

Die Schweiz stoppt TV-Werbung in Deutschland

Unser Nachbar war ohnehin nie das günstigste Urlaubsziel. Nach der Aufwertung des Franken ist die Schweiz für viele Urlauber nun noch teurer geworden. Deswegen soll der Tourismus mit mehr Werbung angekurbelt werden – in Deutschland dagegen . Wir seien einfach zu „preissensibel“. Was damit gemeint ist.

„Schweizer Tourismus gibt Deutschland verloren“ titelt die Schweizer „Handelszeitung“, „Schweizer Tourismus will Deutsche nicht mehr locken“, heißt es bei „Bilanz.ch“, „Schweiz Tourismus stoppt TV-Spots in Deutschand“ liest man bei „20min.ch“ – es hat beinahe etwas Dramatisches, wenn man sich die Reaktionen auf die Jahresmedienkonferenz des Schweizer Tourismusverbands am Dienstag anschaut.

Dabei klang es zunächst ganz vielversprechend, was Verbandsdirektor Jürg Schmid verkündete. Dass man etwa zu den bei der Schweizer Regierung für den Zeitraum 2016 bis 2019 beantragten 240 Millionen Franken noch 30 Millionen mehr gefordert habe, um somit auf die Aufwertung der Schweizer Währung zu reagieren und die Tourismusbranche in der Schweiz vor einer größeren Krise zu bewahren. Die zusätzlichen Mittel sind vor allem dafür gedacht, verstärkt für das Land zu werben. „Der europäische Markt ist das Rückgrat der Tourismusbranche“, zitiert „Handelszeitung.ch“ Schmid. Allerdings wird hier differenziert, wie auch aus der Präsentation hervorgeht, die bei der Konferenz gezeigt wurde und die TRAVELBOOK vorliegt.

So unterscheidet der Schweizer Tourismusverband zwischen „preissensitiven“ und „weniger preissensitiven Märkten“. Deutschland und die Niederlande zählen demnach zu den Ländern, die empfindlich auf die Teuerungen reagieren. „In Deutschland gibt es einen gewissen Mittelstand, der sich einen Urlaub in der Schweiz nicht mehr leisten kann – oder leisten will“, zitiert die Zeitzng „Welt“ Schmid. Entsprechend heißt die Strategie hier und ebenso in den Niederlanden, dass diese Stamm-Märkte gehalten werden sollen. Marketingmaßnahmen sollen zwar nicht reduziert, aber auch nicht ausgebaut werden. Werbung, die auf die Breite abzielt sei mit dem „hohen Risiko an Streuverlusten“ verbunden, so Thomas Vetsch, District Manager Nord- und Ostdeutschland bei Schweiz Tourismus zu TRAVELBOOK. Stattdessen sei werde der Fokus auf ein gezieltes Zielgruppenmarketing gelegt, bei denen weniger preissensible Urlauber angesprochen werden sollen: vor allem „Bahnreisende, Naturliebhaber und Genießerinnen“ sowie die Nischen-Segmente „Best Ager“ und „Touring“.

Wohl deshalb wurden nun die „reinen Image-Inserate“ und TV-Spots gestoppt. Dies bestätigte Jörg Krebs, Leiter des Marktes Deutschland bei Schweiz Tourismus, der Schweizer Nachrichtenseiten „20min.ch“.

Aber: Die deutschen Touristen seien weiterhin „sehr wichtig“, heißt es von Seiten des Verbands. Tatsache ist aber auch, dass man sich in Europa „vermehrt auf weniger währungssensible Märkte wie die nordischen Länder und die oberen Einkommensklassen in neuen Märkten des Baltikums, des Balkans und der Türkei“ konzentrieren wolle, wie in einer Medienmitteilung ersichtlich ist.

Denn auch wenn Deutschland als wichtiger Markt für die Schweiz gilt: Die Übernachtungen deutscher Touristen sind seit Jahren rückläufig. Der Trend könnte sich durch eine Konzentration auf neue Märkte seitens des Schweizer Tourismusverbands nun sogar verstärken.

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