Hotellegenden, Teil 3: Das Hassler in Rom

Wo Madonna auf den Vatikan schaut

Grace Kelly und Fürst Rainer von Monaco verbrachten hier ihre Flitterwochen. Tom Cruise und Katie Holmes hatten für ihre Hochzeit gleich drei Stockwerke des Hotels gemietet. Und wenn Madonna in Rom ist, steigt sie selbstverständlich im Hassler ab. TRAVELBOOK nimmt das legendärste Hotel Italiens unter die Lupe.

Von Hans Schloemer

Der erste Eindruck: Rom liegt einem zu Füßen. Buchstäblich. Das Hassler thront am oberen Ende der Spanischen Treppe. Seine Gäste genießen einen atemberaubenden Blick auf die Altstadt Roms, den Tiber, das Pantheon und die Kuppel des Petersdoms. Ein Leading Hotel of the World – und eines der berühmtesten Hotels der Welt obendrein. Im Eingangsbereich viel edler Marmor, wertvolle Kandelaber, Spiegel, Vitrinen. Luxus statt Understatement: Man gönnt sich ja sonst auch was.

Die Spanische Treppe in Rom

Foto: PR

Das gewisse Etwas: Eindeutig der Glamour-Faktor. Dank Leinwandgöttern wie Audrey Hepburn und Gregory Peck. Beide verliebten sich ins Hassler – bei den Dreharbeiten zu der vielleicht schönsten Hollywood-Romanze „Ein Herz und eine Krone“. Grace Kelly und Fürst Rainer von Monaco verbachten hier ihre Flitterwochen. Tom Cruise und Katie Holmes hatten für ihre Hochzeit gleich drei Stockwerke des Hotels gemietet.

Blick in die Präsidenten-Suite des Hotels

Foto: PR

Die besten Shopping-Adressen Roms

Das beste Zimmer: Die cremefarbene Penthouse-Suite mit ihrer 300 Quadratmeter großen Terrasse über den Dächern der Ewigen Stadt. Madonna wohnt hier, wenn sie in Rom weilt. Auch Prinzessin Diana stieg gern in der Suite ab. Die Räumlichkeiten nehmen die komplette 8. Etage ein. Ausgestattet vom Feinsten: antike Möbel, wertvolle venezianische Spiegel, Gemälde von Tintoretto- und Caravaggio-Schülern. Und ein riesiges Bett, im dem man Partys feiern könnte. Preis pro Nacht: 15 000 Euro. Eine „einfache“ Übernachtung im Hassler gibt es ab 300 Euro. Alle 82 Zimmer sind unterschiedlich. Fast immer wird klassische Moderne mit antiken Stücken kombiniert.

Die Terrasse zur Penthouse Suite in der 8. Etage

Foto: PR

Die Fans: Könige und Staatspräsidenten. Der Kennedy-Clan. Die Beckhams. George Clooney. Jennifer Lopez. Cate Blanchett. Leonardo di Caprio. Robert Downey jr. Früher: Marlene Dietrich. Ingrid Bergmann. Frank Sinatra. Charlie Chaplin. Pablo Picasso. Jean Paul Sartre.

Besonders beindruckend: Der Chef des Hauses. Roberto Wirth liest seinen Gästen jeden Wunsch von den Lippen ab. Das ist wörtlich zu nehmen. Denn der Inhaber und General Manager des Luxushotels ist von Geburt an taub. Trotz dieses Handicaps hat er das „Hassler“, das seit 1857 im Besitz seiner Familie ist, zur Nummer eins in Rom gemacht. Ein Gentleman und ein „Sich-um-alles-Kümmerer“. Seine 160 Angestellten schauen ihm beim Reden fest ins Gesicht, damit ihrem Chef auch kein Wort entgeht.

Der Chef des Hauses: Roberto Wirth

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Die  Küche: Großes Glück. Das Rooftop-Restaurant „Imàgo“ ist komplett verglast. Und abends funkeln die Lichter Roms wie tausend Diamanten. Unbeschreiblich und umwerfend romantisch. Ein Michelin-Stern leuchtet über der Küche des Neapolitaners Francesco Apreda und seines topfitten Teams. Kombiniert werden italienische Klassiker mit asiatischen Aromen. Ungewöhnlich, aber sehr gut sind die Parmesan-Ravioli in gekühlter Tunfischbrühe. Noch besser: Panierte Jakobsmuscheln, gefüllt mit Mozzarella und schwarzen Trüffeln. Zum Abheben: Schwarztee-geräuchertes Täubchen mit Kirschen und Mandeln. Menü ab 110 Euro. Und bitte nicht so oft rüberschauen, wenn am Nachbartisch jemand sehr Berühmtes speist...

Das Restaurant Imágo

Foto: PR

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Was Sie tun sollten: Es sich auf einer der frei zugänglichen Panorama-Terrassen des Hassler gemütlich machen. Und dem Papst im Vatikan zuwinken. Vielleicht schaut er in dem Moment ja gerade aus dem Fenster.

Die Bar: Klein, edel und eher britisch. Drei James Bonds waren schon hier. Das sagt eigentlich alles. Sean Connery, Roger Moore und Pierce Brosnan ließen sich von Barchef Andrea Moschetti einen Martini mixen. Der Lieblingscocktail schöner Römerinnen ist rot wie die Sünde. Der „Hassler-Veruschka“ – Granatapfelsaft, Wodka und Champagner (19 Euro).

Wer so ein Wohnzimmer hat wie die Gäste in der Penthouse Suite, geht sicher nicht mehr an die Hotelbar

Foto: PR

Flirtfaktor: Recht hoch beim Aperitivo im Palm Court. Eine grüne Oase, die direkt an die Gärten der Villa Borghese grenzt. Historisches Gemäuer, üppige Pflanzen, sanfte Pianomusik. Gartenrestaurant und American Bar. Noch mehr Flirtchancen: Gleich vorm „Hassler-Portal“ beginnt die Spanische Treppe. Der Treffpunkt überhaupt. 136 Stufen mit entspannten Menschen aus aller Welt.

Wellness: Fitnesscenter und überschaubarer Spa Amorvero mit Dampfbad, Sauna, Solarium, Sonnenterrasse und Massagen. Braucht man in Rom aber nicht wirklich. Jeder Spaziergang durch die Ewige Stadt ist Wellness für die Seele.

Wer braucht das noch Wellness? Die Badewanne in der Penthouse Suite

Foto: PR

Fazit: Das Hassler ist selbst ein Stück Rom. Unverwechselbar und zeitlos. Etwas für Träumer, Nostalgiker und Liebhaber großer Grandhotel-Kultur.

Die Reise wurde unterstützt vom Hassler. Unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabhängigkeit finden Sie unter www.axelspringer.de/unabhaengigkeit

► Lesen Sie auch die anderen Teile unserer Serie Hotel-Legenden: 

Teil 1: Das Mandarin Oriental: Hongkongs Hotel der Superreichen

Teil 2: The Langham in London: In diesem Promi-Hotel spukt's

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Wussten Sie, dass...

... der Vatikan eine eigene Post hat? Wenn Sie sicher gehen wollen, dass Ihre Urlaubsgrüße vor Ihnen zuhause ankommen, besorgen Sie sich päpstliche Briefmarken. Die Zusteller des Vatikans sind schneller als die weltliche Konkurrenz. Wichtig: Die Post muss unbedingt in den gelben Briefkästen des Vatikans eingeworfen werden, die rund um den Petersplatz aufgestellt sind sowie an den Pilgerkirchen San Giovanni in Laterano und Sankt Paul vor den Mauern. Briefmarken gibt es in den drei vatikanischen Postämtern (direkt am Petersplatz am Ende der Kolonnaden und im Vatikanischen Museum). Zollpflichtige Waren wie Alkohol, Parfüm oder Kaffee sollten Sie allerdings besser nicht damit versenden – dann fallen Gebühren an, weil der Vatikan kein EU-Mitglied ist.


... die „Stadt der sieben Hügel“ wesentlich mehr Anhöhen hat? Die Redewendung zählt nur die klassischen Hügel, die im antiken Stadtzentrum lagen. Dazu gehören: Aventin, Kapitol, Caelius, Palatin, Viminal, Quirinal und der Esquilin. Nicht mitgezählt werden etwa der Pincio, Gianicolo und der Vatikan.

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► Zu welcher Jahreszeit?
Wer dem Massenansturm entgehen möchte, reist unbedingt außerhalb der Ferien nach Rom. Ideale Reisezeit ist Frühjahr oder Herbst, wenn es tagsüber angenehm warm, aber nicht zu heiß ist. Im August sollte man Rom besser meiden, weil die Luft vor Hitze in den Straßen steht und die Stadt (abgesehen von den immer anwesenden Touristen) wie ausgestorben ist. Die Römer fliehen nämlich jedes Jahr im August aus der Stadt und verbringen ihren Jahresurlaub am Meer. Shopping-Gurus werden in dieser Zeit vor vielen geschlossenen Geschäften stehen.

► Wie hinkommen?

Der Flug nach Rom dauert von Berlin aus rund zwei Stunden. Wer früh bucht und nicht unbedingt in den Ferien oder übers Wochenende reist, kann beim Flugpreis ein echtes Schnäppchen machen. Die meisten Airlines fliegen Roms größten Flughafen Leonardo Da Vinci (Fiumicino Airport) an, der 34 Kilometer westlich der Innenstadt liegt. Die Günstig-Airline Ryanair fliegt von mehreren Städten in Deutschland den kleineren Flughafen Ciampino 15 Kilometer südöstlich des Stadtzentrums an.

► Wo schlafen?

Sauber, günstig und zentral gelegen ist das Hotel Katty in der Via Palestro nahe dem Hauptbahnhof. Komfortabler ist das charmante 3-Sterne-Hotel Santa Maria inmitten des belebten Stadtviertels Trastevere.

► Wo essen?

Die Italiener lieben gutes Essen – ob zu Hause oder im Ristorante. Deshalb isst man in Rom eigentlich überall richtig gut. Nur Restaurants und Imbissstände in unmittelbarer Nähe von Sehenswürdigkeiten sollte man besser meiden – wo viele Touristen sind, wird auch gern abgezockt. Lieber in den Nebenstraßen nach wesentlich besseren und günstigeren Alternativen suchen.

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