Im Marais eröffnet „La Jeune Rue“

Millionär baut sich in Pariser Viertel seine Szenestraße

Wer in diesem Sommer nach Paris fährt, sollte sich unbedingt etwas anschauen, was in seinem Reiseführer vermutlich noch gar nicht erwähnt wurde: Denn sie ist wirklich noch sehr jung, die junge Straße – La Jeune Rue –, das neue Design- und Gastrozentrum in Paris. In diesen Tagen eröffnen hier die ersten Geschäfte. Und La Jeune Rue liegt genau dort, wo man als Tourist sowieso hin muss: im Marais.

Es war im schicken Restaurant Le Sergent Récruteur auf der Île Saint-Louis, der kleineren der beiden Seine-Inseln mitten in Paris, als die Vision Gestalt annahm. Da saßen der junge Banker und Restaurant-Chef Antonin Bonnet zusammen und träumten von einer besseren Welt. Einer Welt, in der die Menschen nachhaltig konsumieren, sich auf herkömmliche Herstellung besinnen und natürlich genießen. Kurz: besser produzieren, besser essen, besser leben.

Doch wenn man die nötigen Millionen hat, muss so ein Traum kein Traum bleiben. Dann kauft man einfach ein paar Straßenzüge in einer Gegend von Paris – dem Ansatz entsprechend am besten in einer, die Visionen bitter nötig hat –, begeistert andere für sein Projekt und legt los. Standort: das traditionelle jüdische und seit einigen Jahren sehr angesagte Pariser Stadtviertel Marais, dessen Norden bis dato eher vernachlässigt worden war.

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La Jeune Rue, so der Name des Projekts, das nach zwei Jahren der Planung jetzt seiner Eröffnung entgegensieht – „die junge Straße”. 36 neue Geschäfte sollen hier in der Rue du Vertbois, Rue Volta und Rue Notre-Dame de Nazareth nun Kundschaft anziehen und nebenbei zusammengenommen nichts Geringeres bilden als: das neue Gastronomie- und Design-Zentrum von Paris.

Was es dort dann zu kaufen gibt, stammt von engagierten Produzenten vor Ort und kommt ohne Zwischenhändler direkt in die Geschäfte. Etwa von dem Permakultur-Farm La Ferme du Bec-Hellouin. Ökologisch und nachhaltig wird das Angebot sein. Aber auch teuer? Die Preise, so der Millionär Naudon, sollen zumindest „gerecht” sein.

Im Herzen von Paris, im In-Viertel Marais, liegt La Jeune Rue

Foto: www.blog-espritdesign.com

Und natürlich können sich nicht nur die Waren in der „jungen Straße” sehen lassen – das Design der Geschäfte soll so modern sein wie der Ansatz. Namhafte internationale Designer und Architekten konnten gewonnen werden: Andrea Branzi zum Beispiel ist für das Kino, Japser Morrison für die Tapas-Bar verantwortlich, der deutsche Ingo Maurer gestaltet eine Kneipe.

Zudem sind geplant: eine Kunstgalerie, eine Bäckerei, eine Fleischerei, ein italienisches Restaurant, eine Austernbar, ein koreanischer Imbiss, ein Käseladen und eine Eisdiele. Rund 30 Millionen Euro hat Naudon schon in sein Projekt gesteckt. Ob sich die Investition für den Millionär auszahlt? Gewinnen dürften zumindest die schon ansässigen Händler – zieht doch die neue Geschäftsstraße Pariser und Touristen in die lange etwas heruntergekommene Gegend. Und gewinnen dürfte vor allem: Paris.

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