Lichter, Farben, Goldene Zeiten...

7 gute Gründe für Amsterdam im Herbst

Eigentlich passt kaum eine Jahreszeit besser zu der Grachtenstadt als der Herbst: Denn jetzt sorgen die Sonne und das gefärbte Laub dafür, dass Amsterdam ganz besonders holländisch erscheint – nämlich ziemlich oranje. Hinzu kommen recht milde Temperaturen, zahlreiche Events und sehr viele Lichter – besonders ab dem 27. November, wenn Illuminations-Künstler aus aller Welt die Stadt in einem ganz besonderen Licht erscheinen lassen.

1. Alles ist Oranje

Amsterdam hat ein gemäßigtes Meeresklima, das stark von der nahen Nordsee beeinflusst wird – und da Wasser Wärme eine ganze Weile speichern kann, bleiben die Temperaturen hier im Herbst relativ mild. Für viele Amsterdam-Besucher ist jetzt ohnehin die schönste Jahreszeit: Ein bernsteinfarbener Laubregen legt sich auf das Kopfsteinpflaster, das Wasser der Grachten reflektiert die goldene Herbstsonne und all dies führt dazu, dass Amsterdam im Herbst ein bisschen holländischer scheint als sonst: nämlich oft ganz in Oranje, der Nationalfarbe der Niederländer.

Herbststimmung in den Grachten

Foto: getty

2. Amsterdam in neuem Licht betrachten

Seit der Umstellung auf Winterzeit am letzten Wochenende wird es wieder früher dunkel. Aber gerade in der Dunkelheit besitzt Amsterdam einen einzigartigen Charme. Dafür sorgen der Schimmer der Straßenlaternen, die Lichterketten der beleuchteten Wasserkanäle und Brücken und die traditionell großen Fenster der holländischen Häuser, aus denen es jetzt sehr viel früher warm und einladend leuchtet. Ab dem 27. November kommen noch ein paar Lichter dazu. Denn dann beginnt das Amsterdam Light Festival – und bis zum 18. Januar hüllen Künstler aus der ganzen Welt die Grachten in ein ganz besonderes Licht. Und das sieht dann zum Beispiel so aus:

Impressionen vom Amsterdam Light Festival

Foto: Janus van den Eijnden

3. Aufwärmen in Bruine Cafés

Spaziergänge an der frischen, noch dazu kühlen Luft haben vielleicht nicht immer ein konkretes, aber dafür diffuses Ziel: eine gemütliche, warme Stube zum Aufwärmen nämlich. Ideal geeignet dafür sind die „Bruine Cafés“, denn heimeliger geht es kaum als in diesen traditionellen, holländischen Lokalen, die auf das 17. Jahrhundert zurückgehen. Der Name führt allerdings etwas in die Irre, denn um ein Café im herkömmlichen Sinn handelt es sich hier nicht, eher um eine Schänke oder Kneipe. Aber bruin, also braun, sind diese Lokale ziemlich sicher, da traditionell in dunklem Holz getäfelt.

Das Café Hoppe ist eine der ältesten Kneipen in Amsterdam

Foto: dpa

4. Den Nikolaus schon im November begrüßen

Die Niederländer können es nicht abwarten: Sie begrüßen den Nikolaus schon Mitte November in Amsterdam, und zwar mit einer bunten Parade. In diesem Jahr dürfte das Fest um den Sinterklaas zusätzlich interessant werden: Denn im Juli beschloss eine eigens eingesetzte Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen, dass der Nikolaus-Helfer namens Zwarte Piet – der Schwarze Peter, in der Regel dargestellt mit Afro-Perücke, schwarzgemaltem Gesicht und roten Lippen – eine rassistische Figur sei. Daher wird es ab 2014 bunt: Das Gesicht des Piets wird am 16. November beispielsweise weiß (weißer Peter), gelb (Käsepeter) oder hellbraun kariert sein (als Stroopwafel-Peter analog zu den beliebten Sirupwaffeln).

5. Mikroben entdecken

Nun gut, viel zu sehen gibt es nicht im weltweit ersten Mikroben-Zoo, der vor wenigen Wochen in Amsterdam eröffnete. Zumindest nicht mit dem bloßen Auge, sind die Viren und Bakterien doch winzigst klein. Aber unter dem Mikroskop, im Modell oder mittels 3D-Fernglas nehmen die kleinsten Tierchen, etwa das possierliche Bärtierchen (siehe Foto), Gestalt an. Beeindruckend auch der Mikroben-Scanner. Und wer es etwas romantischer mag, nutzt den Kiss-O-Mat – um danach zu erfahren, dass beim leidenschaftlichen Zungenkuss mit dem oder der Liebsten nicht nur Gefühle im Spiel waren, sondern auch  eine Million Mikroben, die währenddessen die Seiten wechselten.

Das Bärtierchen, einer der Bewohner des Mikroben-Zoos

Foto: Micropia ANP

6. Goldene Zeiten in der Hermitage erleben

„Portrait Gallery of the Golden Age“ heißt die Ausstellung, die am 29. November in der Hermitage Amsterdam eröffnet wird und eine Zeitreise zurück ins 17. und 18. Jahrhundert verspricht. Zu sehen nämlich sind 32 großformatige Gruppenporträts dieser Zeit, die man im Nachhinein als goldene bezeichnet, allesamt Leihgaben aus dem Amsterdam Museum und dem Rijksmuseum. Stadtgeschichte in XXL sozusagen, zuweilen auch in XXXL: 15 Werke sind so groß, dass für die Anlieferung das Dach der Hermitage geöffnet werden musste.

7. Auf den Spuren eines Bestsellers wandeln

Zwei unheilbar an Krebs erkrankte Teenager träumen von einer Reise nach Amsterdam und als sie diese schließlich antreten, erreichen Bestseller und Verfilmung ihren Höhepunkt – kein Wunder also, dass die Fans von John Greens „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ (siehe auch Gewinnspiel unten) spätestens seit dem Filmstart Mitte des Jahres in Scharen nach Amsterdam pilgern. Wahre Fans tun das im Herbst, denn als Hazel und Gus, die beiden Protagonisten, nach Holland reisen, liegt auch schon Laub auf den Wegen.

Die berühmte Bank-Szene aus dem Film „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“

Foto: 20th Century Fox

Stationen für die Filmfreunde sind natürlich das Anne-Frank-Haus, wo sich die beiden das erste Mal küssen. Und die Leidsegracht, wo im August jene grüne Bank auf mysteriöse Weise verschwand, auf der die Protagonisten in einer wichtigen Szene zu sehen waren. Und was dem Amsterdam-Hype neben Geschichten wie diesen zusätzlich zu Gute kommt: Dass der Autor des Bestsellers, John Green, ein erklärter Fan der Stadt ist – und mit seiner Liebe zu der holländischen Metropole auch nicht hinter den Berg hält, wie etwa in folgendem Video:


Über „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“: Der Jugendroman erschien im Januar 2012 bei Dutton (Penguin Verlag) und wurde gleich in der ersten Verkaufswoche auf Platz 1 der New-York-Times-Bestenliste für Kinder- und Jugendliteratur geführt. Im Juli des gleichen Jahres erschien The Fault in Our Stars unter dem Titel Das Schicksal ist ein mieser Verräter in der deutschen Übersetzung von Sophie Zeitz. Die Verfilmung kam am 12. Juni 2014 in die deutschen Kinos, seit einigen Tagen ist der Film auf Blu-ray und DVD erhältlich.

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Wussten Sie, dass...

... Sie in Amsterdam über 1.281 Brücken spazieren können? Die älteste stammt aus dem Jahr 1648, die bekannteste ist die Magere Brug, die schon zigmal als Filmkulisse diente.


... man von der Ecke Reguliersgracht und Herengracht (auf der Seite der ungeraden Hausnummern) auf insgesamt 15 Brücken gleichzeitig blickt? Eigentlich sind es sogar 16, wenn Sie diejenige mitzählen, auf der Sie stehen.


... es in Amsterdam mehr Fahrräder (881.000) als Einwohner (802.000) gibt?


... Amsterdam sechs Windmühlen, 2.500 Hausboote und 165 Grachten hat?


... es in Amsterdam 6.800 Gebäude aus dem 16., 17. Und 18. Jahrhundert gibt?


... man in der Stadt 22 Rembrandt-Gemälde bestaunen kann?


... Amsterdam zu den 25 sichersten Städten der Welt gehört?


... man per Bahn oder Schnellboot in weniger als einer halben Stunde am Nordseestrand liegen kann?


... Touristen auch weiterhin in Amsterdam Coffeeshops besuchen dürfen? In Amsterdam ist unter Coffee-Shop ein Ort zu verstehen, an dem Cannabis (bis zu 5 Gramm pro Erwachsenen) verkauft und geraucht werden kann.

Bloss nicht...

... in den Niederlande gekaufte Drogen mit nach Hause nehmen. Der deutsche Zoll lauert auf den Straßen an der 570 Kilometer langen Grenze zwischen Aachen und der Nordsee. Die Beamten haben oft ein gutes Bauchgefühl, wer Schmuggelgut transportiert und zur Fahrzeugkontrolle rechts ranfahren muss.


... erwarten, dass jeder Niederländer Deutsch spricht. Mit Englisch kommt man aber in Amsterdam bestens zurecht.


... den einheimischen Radfahrern keine Beachtung schenken. Wenn irgendwo eine Fahrradklingel ertönt, am besten sofort zur Seite springen.


... in den Zügen zwischen Amsterdam Centraal Station und dem Flughafen Schiphol einschlafen. Dort lauern vor allem in den Sommermonaten jede Menge Taschendiebe. Das berühmt-berüchtigte Rotlichtviertel De Wallen hingegen ist durch die ständige Polizeipräsenz und die vielen Sicherheitskameras sicher.

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