Promis, Hippies, Karibikflair...

9 gute Gründe für eine Reise nach Formentera

Glasklar ist das Wasser und schimmert in einer Orgie von Blautönen, mal türkis, mal himmelblau – Formentera verlegt die Karibik ins Mittelmeer. Und eigentlich wäre allein das schon Grund genug, die kleine Schwester von Ibiza mal zu besuchen. TRAVELBOOK nennt noch acht weitere Gründe.

Von Blacky Neubauer

1. Die Insel hat karibisches Kaliber
Das Meer ist glasklar und schimmert in einer Orgie von Blautönen – mal türkis, mal himmelblau –, die Strände scheinen endlos. Und all das hat einen guten Grund: nämlich die Neptungraswiesen, die unter Wasser rund um die Insel eine natürliche Kläranlage bilden. Sie reinigen das Meer und unterstützen die Sandablagerungen an der Küste.

Für solche Bilder braucht es keinen extra Filter vor der Kameralinse: Das Meer ist tatsächlich so fantastisch blau-türkis wie in der Karibik

Foto: Getty Images

2. Einer der Top-Ten-Strände der Welt liegt hier
Die Reise-Community von Tripadvisor hat den Playa de Ses Illetes im Norden der Insel unter die 25 schönsten Strände der Welt gewählt – und zwar auf Platz 6! Doch auch die anderen Strände der Insel sind ein Traum. Wem die hingegen nicht genügen sollten, der wandert bis zum Ende der kilometerlangen Landzunge und watet dort – bis zur Brust im Wasser – hinüber zur Robinson-Insel Espalmador. Dort wartet „Platja de S'Alga”, ein weiterer Traumstrand.

Erfahren Sie hier, wo die anderen schönsten Strände der Welt liegen

4. Der Promifaktor ist hoch
Promis haben die Insel schon immer geliebt: Bob Dylan und Chris Rea lebten hier einst, im letzten Sommer sah man Naomi Campbell und Kate Moss auf Formentera – und am Ses-Illetes-Strand geht täglich der Jetset von Ibiza mit seinen schneeweißen Luxus-Jachten vor Anker. Auch Spaniens König Juan Carlos wird hier regelmäßig gesichtet. Mittags trifft man die Schönen und Reichen dann bei fangfrischen Langusten und Champagner im Es Moli de Sal. Oder sie sitzen unter Palmen bei Hummer-Paella und Loup de Mer in Salzkruste im nahen Juan y Andrea.

Weitere Restaurants – mit und ohne Promifaktor – finden Sie hier

7. Ein Auto braucht man nicht
Einen Flughafen gibt es auf der kleinsten Balearen-Insel zum Glück immer noch nicht. Formentera ist nur per Schiff zu erreichen. Eine gute halbe Stunde dauert die Überfahrt von Ibiza. Und Formentera ist klein, an manchen Stellen nur 1,5 Kilometer breit und 20 Kilometer lang. Ein Auto braucht man nicht. Entweder mietet man sich ein Fahrrad (ab 8 Euro pro Tag) oder einen Motorroller (Woche ab 105 Euro). Damit kommt man überall hin.

Für Fahrradfahrer ist die Insel bestens geeignet

Foto: Getty Images

5. An den Beach Bars kann man gut flirten
Die wohl bekannteste Strandbar ist der „Piratabus“ am Playa Es Arenals. An der gemütlichen Bretterbude trifft man sich kurz vor Sonnenuntergang auf ein kühles San-Miguel-Bier oder ein Glas Tinto de Verano (Rotwein mit Fanta), flirtet und genießt die lockere Stimmung. Ein staubiger Sandweg führt zur legendären „Blue Bar“ an der Playa de Migjorn, einst Stammkneipe von Bob Dylan. Heute sitzt man auf der himmelblau gestrichenen Terrasse, genehmigt sich einen Sundowner, während ein DJ entspannte Rhythmen auflegt. Im „Big Sur“ am Platja Es Cavall trifft sich das Jungvolk zur Sonnenuntergangsparty.

Weitere Tipps für das Nachtleben auf Formentera finden Sie hier

6. Hier gibt es noch einen echten Hippiemarkt
Die Hippies hatten die Insel einst berühmt gemacht. In den 1960er- und 1970er-Jahren kamen sie von Ibiza herüber, ließen sich nieder – und prägten das Lebensgefühl auf der Insel, und zwar bis heute. Mittwochs und sonntags düst halb Formentera auf die Hochebene La Mola, wo im Örtchen El Pilar der berühmte Hippiemarkt stattfindet. Die Stimmung ist relaxt, das Angebot witzig. Kunterbunte Hippieklamotten gibt es übrigens auch in den kleinen Boutiquen der Inselhauptstadt Sant Francesc.

Auf dem Hippie-Markt in El Pilar gibt es alles, was das Hippie-Herz begehrt

Foto: Bildagentur Huber

8. Die Insel ist nicht verbaut
Seit den 1980er-Jahren hat auch auf Formentera der Massentourismus eingesetzt. Doch ein Bauboom wie auf den anderen Balearen-Inseln blieb Formentera bisher erspart. Die Strände sind größtenteils nicht verbaut und die touristische Infrastruktur konzentriert sich auf den Ort Es Pujols und ein paar wenige Anlagen an der Playa de Migjorn. Die Zahl der Unterkünfte ist bis heute begrenzt, sodass sich die Insel selbst in den Hauptreisemonaten Juli und August, wo die Hotels und Pensionen zu 100 Prozent ausgebucht sind, ihren Flair erhalten konnte.

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9. Schon Jules Verne war begeistert von der Insel
Far de Formentera, der Leuchtturm aus dem 19. Jahrhundert, steht an der Ostspitze der Insel, direkt an der steilen Felsküste. Schon Jules Verne war von dem Ort so begeistert, dass er sich einige Monate beim Leuchtturmwärter einquartierte. Ein schlichtes Denkmal erinnert an den  berühmten Science-Fiction-Autor, dessen Roman „Reise durch das Sonnensystem“ übrigens auf La Mola spielt.

Der Leuchtturm sieht sogar aus, als hätte ihn Jules Verne für seine Geschichten erfunden

Foto: Getty Images

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Und vielleicht kennen Sie noch weitere Gründe, die für Formentera sprechen? Dann schreiben Sie uns!

--> Sie suchen immer mal wieder nach guten Gründen für bestimmte Reiseziele? Dann könnten Sie auch folgende Artikel interessieren:

Travel-Tipps von

Top-Hotels auf Formentera

Wussten Sie, dass...

... es nur rund 200 Autos auf der Insel gibt, aber 5000 Fahrräder?

... Chris Rea am Strand von La Savina seinen Welthit „On the Beach“ komponierte?

... der höchste Punkt auf der Hochebene La Mola gerade einmal 190 Meter hoch ist?

... sich in San Ferran die einzige Gitarrenbauschule der Welt befindet? In dreiwöchigen Seminaren kann man sich seine eigene E-Gitarre bauen.

... es in San Francisco den einzigen Kreisverkehr der Insel gibt? Eine Ampel gibt es auf ganz Formentera nicht.

... einige Krimis auf Formentera spielen? Zum Beispiel „Der Hundeknochen“ und „Der Bienenfresser“ von Niklaus Schmid.

... der Schriftsteller Jules Verne vom Leuchtturm La Mola so begeistert war, dass er sich dort einige Monate einquartierte?

... das Geheimnis für das kristallklare Wasser und die langen Strände die Neptungraswiesen sind? Unter dem Wasser rund um die Insel bilden sie eine natürliche Kläranlage. Sie reinigen das Meer und stützen die Sandablagerungen an der Küste.

... es 19 Wanderrouten auf der kleinen Insel gibt?

Bloss nicht...

... mit einem fahrbaren Untersatz direkt an den Strand von Illetes, Llevant und Mitjorn fahren. Seit 1998 gibt es ein Dünenschutzprogramm auf Formentera. Der Zugang zum Strand führt über Holzstege über die Dünen, die mit Seilen abgesperrt sind.


... den Weg durch das Meer zur Robinsoninsel Espalmador nehmen, wenn man kein guter Schwimmer ist. Man ist zwar nur bis zur Brust im Wasser, aber es gibt teilweise starke Strömungen. Am Strand der Nordspitze gibt es daher auch eine Notrufsäule.


... einfach ein Zelt aufstellen. Campen ist seit 2007 nirgendwo erlaubt, auch einen Campingplatz gibt es nicht. Erwischt einen die Guardia Civil, gibt’s Strafen bis zu 500 Euro.


... nackt baden, außer an der Playa de Illetes, dem offiziellen, und der Playa Sa Roqueta, dem inoffiziellen FKK-Strand.


... zur Cala Savona und an den Strand von Ses Illetes fahren. Megavoll und schickimicki. Hier legen mittags die Yachten aus Ibiza an und der Jetset lässt sich von der Strandbude für teuer Geld eisgekühlten Schampus an Bord bringen.

Was kostet was?

Bier im Restaurant (0,5 Liter): 2 €

Cola im Restaurant (0,33 Liter): 1,50 €

Mahlzeit für eine Person (günstiges Restaurant): 10 €

Mahlzeit für zwei Personen (drei Gänge, Restaurant mittlerer Preisklasse): 38 €

Packung Zigaretten: 4,50 €

Flasche Wasser (Supermarkt, 1,5 Liter): 0,50 €

Mietwagen (eine Woche): 140 €

Benzin (1 Liter): 1,50 €

Öffentliche Verkehrsmittel (Einzelticket): 1,50 €

Übernachtung Hotel pro Nacht (Doppelzimmer, zwei Personen, drei Sterne): 55 €

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