Rätsel an der Themse

Was macht der tote Papagei mitten in London?

Seit einigen Tagen liegt ein 16 Meter großer blauer Papagei am Ufer der Themse: auf dem Rücken, die Krallen gen Himmel. Was das soll? Fans von Monty Python müssen nicht lange rätseln.

Kommt ein Mann in eine Tierhandlung, mit einem Käfig in der Hand. Darin liegt ein lebloser Papagei trostlos auf dem Rücken. Das Tier hatte er erst eine halbe Stunde zuvor in dem Laden gekauft, nun möchte er sich beschweren. Allerdings: Der Verkäufer bestreitet vehement, dass der Vogel tot sei. Er ruhe sich nur aus, sagt er zum Beispiel. Oder dass so ein Papagei gern auf dem Rücken liege: Das sei gut für die Wirbelsäule.

Kaum ein Brite, der diese skurrile Szene nicht kennt – nicht wenige können gar jeden Satz mitsprechen. Denn der Sketch der Monty Pythons, in dem Michael Palin den Tierhändler und John Cleese den Käufer spielt und der ursprünglich für die Serie „Monty Python’s Flying Circus“ geschrieben und produziert wurde, ist der wohl berühmteste der britischen Komiker. Sogar die Umgangssprache hat er beeinflusst: „The parrot is dead!“ (Der Papagei ist tot!) sagt, wer findet, dass sein Gegenüber mit dessen Ansicht völlig daneben liegt.

Doch wie das so ist mit den Hits: Irgendwann können sie selbst diejenigen nicht mehr hören, aus deren Federn sie einst flossen. „Parrot Sketch not included“ (Papageien-Sketch nicht inbegriffen) nannten die Monty Pythons schließlich die Sendung anlässlich ihres 20-jährigen Jubiläums, die von Steve Martin moderiert wurde. Und in welcher der blaue Papagei wohl ausnahmsweise nicht wiederbelebt wurde.

Doch als sich nun in diesem Sommer die inzwischen über 70 Jahre alten Mitglieder der Truppe zum ersten Mal seit 30 Jahren wieder formierten, um gemeinsam in London aufzutreten, durfte der blaue Papagei natürlich nicht fehlen. Genauso wenig übrigens wie das Fußballspiel zwischen griechischen und deutschen Philosophen und der Song „Always Look on the Bride Side of Life“.

„One Down, Five to Go“, so der Titel der Shows in der Londoner O2-Arena, was übersetzt so viel heißt wie „einer schon weg, fünf folgen noch” und somit an den sechsten der Pythons erinnert, Graham Chapman, der bereits 1989 verstarb. Auf der Bühne zu erleben sind nun Eric Idle, John Cleese, Terry Gilliam, Terry Jones und Michael Palin – und das wohl auch zum definitv letzten Mal in dieser Konstellation.

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Um auf die allerletzte Show am 20. Juli gebührend aufmerksam zu machen, hat der Fernsehsender Gold, der das Event live überträgt, bei dem Bildhauer Iain Prendergast einen 16 Meter langen blauen Papageien in Auftrag gegeben. Seit Montag liegt der Riesenvogel nun in Potters Fields Park in Südlondon, in der Nähe der Tower Bridge auf dem Rücken – ist Fotomotiv und Erinnerungsstütze, vor allem aber: Stichwortgeber.

Denn kaum ein Brite kann an dem Riesenvogel vorbeigehen, ohne nicht entrüstet auszurufen: „The parrot is dead!” Worauf sich mit Sicherheit jemand findet, der formvollendet entgegnet: „Nein, nein, der schläft nur!”

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