Schwangerer TV-Star im Portugal-Urlaub

Jasmin Schwiers öffnet ihr Reise-Tagebuch

Seit mehr als zehn Jahren reist TV-Star Jasmin Schwiers („NVA“, „Ritas Welt“) regelmäßig an die Algarve in Portugal. Für TRAVELBOOK berichtet die schwangere Schauspielerin über ihren Urlaub, ihre Eindrücke und gibt Tipps, wie man sie sonst nicht in den Reiseführern findet.

Von Jasmin Schwiers

20.30 Uhr. Abflug Bonn, Köln/Bonn. Mit zwei Stunden Verspätung, aber guter Dinge, nehmen wir zu viert unsere Plätze im Flieger einer einschlägig bekannten Billig-Airline ein. Mein Mann überlässt mir den Gangplatz – was für ein Liebesbeweis. Ich bin gerührt. Meine beste Freundin und ihr Mann sitzen in der Reihe neben uns. Immerhin.

Der erste Kampf, nämlich der gegen die Meute der „Priority Boarding“-Passagiere, ist gewonnen. Zwei Stunden lang haben die in ihrer Priority-Schlange gestanden und mit leicht entrücktem, subtil überheblichem Blick zu uns rübergeschaut. Warum setzen die sich nicht mal? Dafür hat man doch diesen Priority-Wisch?! Oder man hat nur übersehen, bei der Buchung das kostenpflichtige Häkchen wegzuklicken. Oje. Dann hat man wahrscheinlich auch einen überteuerten Mietwagen, zwölf Versicherungen, ein schreckliches Hotel und Sperrgepäck mitgebucht UND ein neues Kofferset erworben, nachdem man sich in mehreren Anläufen durch den Buchungsdschungel geklickt hat. Jetzt tun sie mir irgendwie leid.

„Priority Boarding“ für Schwangere am Flughafen Köln/Bonn

Foto: privat

Drei Stunden Martyrium später kommt unweigerlich die Frage auf, warum man es wieder getan hat. Man erinnert sich aufs Genauste, dass man sich im Vorjahr geschworen hatte, in Zukunft nur noch Fluggesellschaften mit Mindest-Service zu buchen. Aber was soll man tun? Das in uns Frauen ohnehin angelegte Schnäppchen-Gen schlägt gerade in der Schwangerschaft mit aller Härte der genetischen Urgewalt durch. Man wird zum Spielball
der Hormone, die einen grinsend, aber wie ferngesteuert durch die Gegend rollen und klicken lassen.

Die Luft in Faro ist trotz Geisterstunde noch mild. Der Geruch nach Kerosin mischt sich mit einer Prise des nahen Meers, und sofort fühle ich mich mit allem schlechten Service-Personal der Welt versöhnt.

Portugal. Da sind wir. Eine gute Stunde Autofahrt später erreichen wir das kleine urige Dorf am Ufer des Flusses Guadiana, der Portugal von Spanien trennt, und das seit etwas mehr als zehn Jahren, die ich nun hierherkomme, meine zweite Heimat geworden ist. Im Mondlicht glitzert das breite Flussbett – für uns Kölner ein heimeliger Anblick, auch wenn hier bis auf ein, zwei Ausflugsdampfer am Tag nur vereinzelte Segler unterwegs sind. Ich liebe den Blick über den Fluss nach Spanien und freue mich schon auf das erste Frühstück auf unserer Terrasse.

Blick über den Fluss Guardiana nach Spanien

Foto: privat

Heute Nacht hat unsere Ankunft aber erst mal eine bellende Kettenreaktion der hiesigen Wach- und Straßenhunde ausgelöst. Aus dem Dorf und den umliegenden Hügeln meldet sich, was hier Rang und Namen hat. Ich entschuldige mich stumm bei Dona Olivia (die hier das einzige Geschäft betreibt – eine winzige Käserei) und den anderen, fast ausschließlich
greisen Bewohnern des Dorfes. Erst mal schlafen. Ausschlafen. Wir sind im Urlaub! Juhuu!!

Da wir in einem privaten Feriendomizil wohnen, starten wir den ersten Tag mit Putzen und Einkaufen. Frischen Fisch, Gemüse, Obst und lokale Spezialitäten, wie den getrockneten Bacalhau (ein Fisch, den man in Wasser einweicht, um ihn dann auf hundert verschiedene Arten zuzubereiten), bekommt man in der Markthalle des nächstgelegenen Städtchens Vila Real de Santo António.

Jasmin Schwiers in der Markthalle von Vila Real de Santo António

Foto: privat

Ein sehr schönes, kleines Städtchen, in dem überall frische Wäsche auf Leinen vor den Häusern hängt. Wir belohnen unseren Aktivismus mit einem guten Essen in einem Strandrestaurant an der Mole, nahe dem kleinen Leuchtturm von Vila Real. Im Dom Petisco sitzt man auf beschatteter Terrasse direkt am Wasser und bekommt frisch gefangenen Fisch und guten Service zu moderaten Preisen. Der Blick über den Guadiana, der hier ins Meer fließt, und das spanische Pendant-Städtchen Ayamonte auf der anderen Seite ist umsonst. Habe ich erwähnt, dass das Essen wirklich sehr, sehr gut ist?!

Das Restaurant „Dom Petisco“

Foto: privat

Die nächsten Tage verbringen wir damit, die portugiesische Ruhe und Gemütlichkeit auf unserem Berg auf uns wirken zu lassen. Siesta unterm Olivenbaum bei angenehm luftigen 32 Grad und ab und zu ein Sprung in den Pool unserer befreundeten Nachbarn. So lässt es sich aushalten.

Obwohl die Algarve ein Ferienparadies ist, begegnet man außerhalb der Saison keinen Massen von Touristen, wenn man sich von den Ballungszentren fernhält. Man findet durchaus Strände, die man fast für sich alleine hat. Außer am Wochenende – da tummeln sich  portugiesische Großfamilien am Strand, und natürlich sind hier alle Generationen samt Haustieren vertreten. Es ist herrlich!

Blick auf den Praia de Ponte da Areia

Foto: privat

Mit Strand-Ausflügen und Besuchen bei Freunden und Nachbarn (die alle meinen Bauch streicheln, als sei ich der leibhaftige Buddha, bei dem das sicher Glück bringt) ist die erste Woche auch schon fast rum, und wie immer wundere ich mich, wie schnell das ging. Zumal die Uhren hier auf unserem Berg doch eigentlich langsamer zu ticken scheinen.

Die schönsten Hotels an der Algarve finden Sie hier

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Alles über Yoga-Urlaub in Portugal erfahren Sie von unserer Bloggerin Anja Beckmann in ihrem Blog Travel on Toast

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