Schwangerer TV-Star im Portugal-Urlaub

Jasmin Schwiers – One Night in Sevilla

Seit mehr als zehn Jahren reist TV-Star Jasmin Schwiers („NVA“, „Ritas Welt“) regelmäßig an die Algarve in Portugal. Für TRAVELBOOK berichtet die schwangere Schauspielerin in ihrem zweiten Reise-Tagebucheintrag über ihren Ausflug ins spanische Sevilla.

Von Jasmin Schwiers

So schön es ist, in einem kleinen Dorf zu wohnen, in dem nur ab und zu eine Olive vom Baum fällt und – wenn wirklich mal was los ist – die hiesige Ziegenherde die Straßenseite wechselt, fehlt es uns so langsam doch ein wenig an „Kultürchen“. Nach einer Woche, die wir nun schon zu viert auf unserem portugiesischen Berg liegen und über das Flussbett des Guadiana nach Spanien herüberschauen, haben wir nun beschlossen, uns endlich ans andere Ufer zu wagen. Viva España! Wir fahren nach Sevilla – basta! Oder sagt man das nur in Italien?

Bis nach Spanien ist es von uns aus ein Katzensprung, weitere anderthalb Stunden später befinden wir uns im absoluten Einbahnstraßen-Wirrwarr der Altstadt von Sevilla. Die Gässchen sind teilweise so klein, dass wir trotz unseres kleinen Urlaubsflitzers mehrmals zurück müssen, um eine Kurve zu nehmen. Der Kölner an sich ist ja vertraut mit unsinnigen Einbahnstraßen, aber hier bekomme ich selbst auf dem Beifahrersitz Schnappatmung.

Jasmin Schwiers in einem winzigen Gässchen der Altstadt von Sevilla

Foto: Privat

Hier finden Sie alle Sehenswürdigkeiten Sevillas auf einen Blick

orangenbäume und Bunte Fliesenkunst

Mithilfe des Navis und unverschämtem Glück bekommen wir einen kostenlosen Parkplatz im Schatten und beziehen unser Apartment nahe der Kathedrale im Corral de San José. Wir laufen durch einen wunderschönen Innenhof mit blühenden Orangenbäumen und freuen uns über unser geschmackvoll eingerichtetes Apartment mit Küche und zwei Schlafzimmern für rund 80 Euro die Nacht für uns vier zusammen. Von den Orangen sollte man allerdings die Finger lassen, da sie das ganze Jahr über die Abgase der Stadt absorbieren.

Der Innenhof des Corral de San José

Foto: Privat

Über schöne Innenhöfe kann man sich in Sevilla übrigens ohne Ende freuen. Bunteste Fliesenkunst, Palmengärten und Brunnen sind fast überall Standard. Sowieso ist die Architektur hier unglaublich schön. Alt, mediterran, aber zum größten Teil in sehr gutem Zustand.

Kutschfahrt im Hexenkessel von andalusien

Wir stärken uns in einer der unzähligen Tapas-Bars nur ein paar Häuser weiter. Da wir nur eine Nacht bleiben, beschließen wir demokratisch, uns dem Touristen-Klischee zu unterwerfen und machen eine Kutschfahrt mit einem der rund 50 Pferdewagen, die auf dem Platz vor der Kathedrale Santa María de la Sede nur auf uns warten.

Die Kathedrale Santa María de la Sede

Foto: Privat

Hat man sich einmal auf die Romantik dieser Fortbewegung eingelassen, bekommt man tatsächlich einen Überblick über die ganzen „Pabellones“ (und davon gibt es einige), auch wenn unser Kutscher kein Englisch spricht. Leider verstehe ich auch kein Spanisch, kann mir aber zusammenreimen, dass er sicher nicht von „vier Käse“ spricht, so wie ich meine zu verstehen. Daher verlege ich mich ganz aufs Gucken und genieße die 45-minütige Fahrt (45 Euro für 4 Personen) und freue mich über jeden Meter, den ich mit Kugelbauch nicht laufen muss.

Der Alcázar-Palast von außen

Foto: Privat

Sevilla wird nicht umsonst der „Hexenkessel von Andalusien“ genannt. Um 18 Uhr hat man immer noch den Eindruck stechender Mittagshitze, und selbst der Fahrtwind fühlt sich an, als wenn jemand einem auf höchster Stufe das Gesicht föhnen würde. Wir rollern vorbei am maurischen Alcázar-Palast, durch den malerischen María-Luisa-Park (unfassbar schön!) bis zum Plaza de España mit dem großen Springbrunnen in der Mitte.

Der Plaza de España

Foto: Privat

Beim anschließenden Schlendern durch das Viertel Santa Cruz laufen wir durch winzige Gässchen, bis wir auf dem Plaza Nueva in eine Fahnen schwingende Menschenansammlung geraten, die ich zuerst für ein geselliges Fußball-Public-Viewing halte. Doch weit gefehlt. Tatsächlich demonstrieren hier einige tausend, zumeist junge Menschen vor dem Rathaus der Stadt gegen die spanische Monarchie. Das Abdanken von Juan Carlos erscheint vielen royalen Gegnern ein guter Zeitpunkt, sich gleich vom gesamten spanischen Adel zu verabschieden, vor allem in Zeiten der ökonomischen Krise.

Fliesenkunst mit Innenhof-Zauber in Santa Cruz

Foto: Privat

Trotz bekanntem spanischen Temperament laufen die Proteste jedoch friedlich ab und tun unserer Urlaubsstimmung keinerlei Abbruch. Um doch noch ein bisschen Portugal in dieses Kapitel meines Eigentlich-ja-Portugal-Berichtes zu packen und um meinen Pflichten als
kulinarischer Reiseführerin nachzukommen (die ich sehr ernst nehme!), möchte ich noch ein unfassbar schönes Restaurant erwähnen, das wir nach unserer Rückkehr aus Spanien aufgetan haben.

Das Restaurant Pézinhos n'areia am Praia Verde

Foto: Privat

Im „Pézinhos n'areia“ (Füßchen im Sand) am Praia Verde, dem „grünen Strand“, genießt man unglaublich schönes Ambiente und sehr gutes Essen. Allerdings auch etwas teurer als im Durchschnitt. Wir sind alle völlig verzaubert von der Magie dieses Ortes, dessen Schönheit, vor allem bei Sonnenuntergang, kaum zu ertragen ist. (Selbst die Bilder geben das nur unzureichend wieder.) Was für ein fantastischer Ort. Uns geht es so gut!

Das Restaurant Pézinhos n'areia nach Sonnenuntergang

Foto: Privat

Lesen Sie auch den ersten Teil von Jasmins Schwiers' Reise-Tagebuch!

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Wie man Sevilla gemeinsam mit seinen Kindern entdecken kann, verrät unsere Bloggerin Claudia Böttcher in ihrem Blog „Fernweh mit Kids“

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