Småland, Schwedens Schmuckstück

Urlaub bei Pippi Langstrumpf

Die kleine Provinz Småland im Süden Schwedens, wo Astrid Lindgren ihre weltberühmten Kinderabenteuer schrieb, könnte aus ihren Büchern entsprungen sein. Die Wälder sind endlos, die Seen tiefblau und die Holzhäuschen leuchtend rot. Eine Urlaubsidylle, die man am besten in einem Ferienhaus erlebt – mit Badesteg und eigenem Boot.

Von Blacky Neubauer

Was Sie in Småland, Heimat von Pippi Langstrumpf, nicht verpassen sollten:

SPIEL & SPASS
Ein Paradies für Naschkatzen ist Gränna. In dem Städtchen am südlichsten Zipfel des Vätternsees werden seit über 140 Jahren die berühmten Leckereien „Polkagris“ hergestellt. In den Backstuben an der Hauptstraße kann man zuschauen, wie die rot-weiß gestreiften, nach Pfefferminz schmeckenden Zuckerstangen gekocht, geknetet und gedreht werden.

Wer wissen will, wie Knäckebrot per Hand hergestellt wird, geht in die Knäckebrödsbageriet. Bei 400 Grad werden die dünnen Teigflaten knusprig und knackig gebacken und noch ofenwarm an die Kunden verkauft – 250 Gramm für sechs Euro.

Anschließend geht’s nach Vimmerby – hinein in „Astrid Lindgrens Welt“, eine Art Disneyland für Pippi-Langstrumpf-Fans. In dem 140.000 Quadratmeter großen Freizeitpark können Kinder mit der „frechen Göre“ durch die Villa Kunterbunt toben, Karlsson vom Dach fliegen sehen. Auch Michel, der Lausejunge aus Lönneberga, sorgt für jede Menge Streiche. Sämtliche Schauplätze wurden originalgetreu anhand der Zeichnungen in den beliebten Kinderbüchern nachgebaut (Eintritt ab 28 Euro, Kinder ab 20 Euro).

HERING & GLAS
Schwedens schönstes Glas kommt aus kleinen Dörfern wie Emmaboda, Kosta und Orrefors östlich der småländischen Hauptstadt Växjö. In 15 Hütten zeigen Glasbläser, wie aus einer glühenden Masse zartes Kristall, Schalen und Vasen entstehen. Jedes Stück ein Unikat. In den Shops gibt es alles, was kleine Fehler hat, zu Schnäppchenpreisen. Abends laden die Glaskünstler zum „Hyttsill“ in ihre Werkstätten ein. Eine alte Tradition, bei der man an langen Tafeln ein Festmahl verspeist.

Zum Hüttenhering-Menü, das im noch warmen Glasofen zubereitet wird, gehören neben gebackenem Hering auch Bratwürste, Schweinerippchen und Backkartoffeln. Zum Nachtisch gibt es småländischen Käsekuchen mit Preiselbeeren (Hüttenabend inkl. ÜF in Nybro p. P. ab 62 Euro).

ELCHE & SEEN
Am nächsten Tag geht’s im Schienenbus (oder mit der Dampflok) auf der Schmalspurbahn durchs Land der 5000 Seen. Über 70 Kilometer windet sich die Strecke von Hultsfred durch verwunschene Märchenwälder und malerische Dörfer, vorbei an blühenden Löwenzahnwiesen bis nach Västervik (Rückfahrticket 25 Euro). In Fårhult sollte man einen kleinen Zwischenstopp einlegen und ins Wirtshaus „Gröna Tuppen“ (Grüner Hahn) einkehren. Es ist im alten Bahnhofsgebäude untergebracht und verwöhnt mit einem leckeren Lunch-Büfett (12,50 Euro).

Mit etwas Glück entdeckt man auf der Weiterfahrt einen Elch. Denn nirgendwo in Schweden gibt es mehr Elche (über 30 000!) als in den Wäldern von Småland. Wer auf Nummer sicher gehen will, geht in den „Laganland“-Park (6 Euro). Zehn Kilometer nördlich von Ljungby kann man die Könige der Wälder, die bis zu 600 Kilo schwer werden, füttern.

Alles rund um den Elch gibt’s im Souvenirshop – von der edlen Hose aus Elchleder bis hin zu Verkehrsschildern mit der Warnung vor den scheuen Riesen.

KALMAR & ÖLAND
Wer zwischendurch etwas Stadtluft schnuppern will, macht einen Abstecher nach Kalmar. Nach dem Shoppingbummel durch die Altstadt geht es direkt zum 800 Jahre alten Märchenschloss, das über dem Kalmarsund thront. Die prachtvollen Gemächer der im Renaissancestil erbauten Anlage kann man besichtigen (14 Euro).

Von Kalmar führt eine sechs Kilometer lange Brücke direkt auf die Insel Öland. „Provence des Nordens“ nennen die Einheimischen das sonnenreiche Badeparadies vor Schwedens Ostküste. Im Inselinnern lockt ein Wanderparadies mit dunklen Wäldern und blühenden Heidelandschaften. Die schönsten Strände findet man im Norden der Insel.

Der Süden begeistert mit bizarr geformten Steinsäulen, die wie fantastische Figuren aus der Ostsee ragen. Typisch für Öland sind die Windmühlen, von denen es noch über 400 geben soll. Besonders gut erhalten sind sie beim Freilichtmuseum Himmelsberga. Nicht weit entfernt liegt das Schloss „Solliden“. Hier verbringt die schwedische Königsfamilie ihre Sommerferien.


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