Urlaub in der verträumten Stadt am Tejo

5 Dinge, die Sie in Lissabon machen müssen

Herzlich, weltoffen und ganz entspannt: So empfängt Lissabon seine Besucher. Selbst im Winter verwöhnt die portugiesische Hauptstadt mit frühlingshaften Temperaturen und durchschnittlich fünf Sonnenstunden pro Tag. Und die Nächte sind richtig heiß... Wir verraten, was Sie auf keinen Fall verpassen dürfen.

Von Hans Schloemer

Die Schöne am Tejo-Fluss umgibt der Charme vergangener Zeiten. Mit malerischen Straßen und verträumten Plätzen, prächtigen Palästen und Klöstern. Und über allem schwebt ein Hauch von Melancholie. Als würde Lissabon immer noch der Zeit hinterhertrauern, als Portugal ein Weltreich war. Am besten, Sie verschaffen sich erst einmal einen Überblick. Das Castelo de São Jorge , die Festung des Heiligen Georg, bietet das beste Panorama.

1. mit der Nostalgie-Tram durch die Alfama tuckern

Wenn Sie den Burgberg wieder hinabsteigen, kommen Sie ins uralte Alfama-Viertel . Ein Labyrinth aus engen Gassen und verwinkelten Treppchen. Hübsche Kacheln zieren Häuserwände. In den Fenstern hängen Vogelkäfige. Wäsche flattert im Wind, alte Frauen halten vor winzigen Kramläden ein Schwätzchen. Es riecht nach gegrillten Sardinen. Eine einmalige Atmosphäre.

Ächzend rumpeln Straßenbahnen die Hügel rauf und runter. Die „Elétricos“ genannten Trams sind bis zu 70 Jahre alt. Die beste Stadtrundfahrt erleben Sie im gelben Waggon der Linie 28. Die Uralt-Bahn zuckelt für 1,40 Euro pro Fahrt ab dem Praça da Figueira gemütlich durch die Straßen der Alfama. Sie passiert das Künstlerviertel Bairro Alto und stoppt am schönsten Park Lissabons, dem Jardim da Estrela. So haben Sie in einer Stunde mit der Elétrico fast alle Attraktionen gesehen.

2. Die Berühmten „Pastéis de belém“ probieren

Nicht verpassen sollten Sie eine Fahrt mit dem Elevador de Santa Justa. Der 100 Jahre alte Aufzug verbindet die Unterstadt Baixa mit der Oberstadt Chiado . Sehenswert auch der Torre de Belém, Lissabons Wahrzeichen am Tejo-Ufer. Und das Kloster Mosteiro dos Jéronimos mit seiner einzigartigen Zuckerbäckergotik.

Apropos Zucker: Nur wenige Schritte vom Kloster entfernt gibt es die besten Cremetörtchen der Stadt. Die Pastéis der Confeitaria de Belém (Rua Belém 84-92) sind eine Legende.

Gut 20.000 Stück gehen pro Tag über die Ladentheke. Köstlich auch die süßen Plätzchen in der Pastéis de Cerveja (Rua de Belém 15-17). Die mag auch der Papa, denn sie werden nach altem Geheimrezept mit Bier gebacken. Berühmt ist Lissabon für seinen Kirschlikör. Die Portugiesen trinken ihn am liebsten am Kiosk „Ginginha do Carmo “ am Praça do Comércio.

3. DeN Tanz der Quallen bewundern

Essen und Trinken scheint überhaupt die Lieblingsbeschäftigung der Lissabonner. Kein Wunder, bei den Restaurants! Im „Largo “ (Rua Serpa Pinto 10) schweben in drei riesigen Aquarien Quallen auf und ab. Durch clevere Beleuchtung ändern sie im Takt der Musik ständig ihre Farben.

Die gemütliche Cervejaria da Trindade (Rua Nova da Trindade, 20c) befindet sich in einer ehemaligen Klosterkirche. Gute Klosterbiere, große Portionen zu fairen Preisen. Wenn es ganz edel sein soll: Das Tavares Rico ist das älteste und vornehmste Restaurant Lissabons. Barockes Interieur, viel Gold und üppige Kronleuchter. Adresse: Rua da Misericordia 35. Am Cais do Sodré können Sie für 1,20 Euro mit der Fähre nach Cacilhas übersetzen. Im Fischlokal „Atirate ao rio“ (Cais do Ginjal, 69/70) sitzen Sie am Strand des Tejo und futtern Krabben in Knoblauchöl und „Bolinhos de Bacalhau”, knusprige Kroketten mit Kabeljau-Füllung.

4. ein Fado-konzert erleben

Fado ist der Blues der Portugiesen. Ein bisschen traurig, melodiös und sehr romantisch. Im „Clube de Fado“ (Rua S. João da Praça, 94) können Sie sehr gut essen und dabei den besten Fado-Sängern live lauschen.

Als Einstieg in die Nacht ist das Bairro Alto perfekt. In den schmalen Gässchen reihen sich unzählige Bars, Cafés und Kneipen. 23 Uhr öffnet der In-Club „Lust Lisbon“ am Praça do Comércio (Nascente do Terreiro do Paco 87). Die Deko in dem ehemaligen Regierungsgebäude aus dem 19. Jahrhundert thematisiert die sieben Todsünden – von Wollust bis Hochmut.

5. Mit den Haien Schlafen 

Zu später Stunde zieht es Nachtschwärmer an den Tejo. In die „Docas“, die alten Hafenanlagen unterhalb der Brücke „25 de Abril“. Schick sind das „Urban Beach“ und der „Club Kais“, beide in der Rua da Cintura.

Lust auf Promi-Watching? Hollywood-Star John Malkovich ist Miteigentümer des coolsten Clubs der Stadt: Das Lux (Avenida Infante D. Henrique) hat auch eine riesige Dachterrasse mit Traumblick über Altstadt und Fluss. Cocktailfans sollten hier Lissabons Szenedrink „Black Caipiroschka“ probieren, ein Mix aus schwarzem Wodka, Limette, Rohrzucker und Crushed-Ice.

Was machen Fische eigentlich nachts? In Europas größtem Ozeanarium auf dem Expo-Gelände können Sie dieses Geheimnis ergründen. Statt im Hotel können Sie direkt vor dem Haifischbecken schlafen. Ein Riesenspaß für Familien mit Kindern. Schlafsack nicht vergessen (60 Euro).

Wenn Sie doch lieber in einem richtigen Bett schlafen: Viel Luxus bietet das Designhotel Eurostars das Letras am Botanischen Garten (DZ/F ab 147 Euro). Günstiger ist das zentral gelegene Drei-Sterne-Hotel Jorge V (DZ/F ab 63 Euro).

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Reise-Infos

Flüge gibt‘s von vielen deutschen Städten aus, z. B. mit Air Berlin oder Germanwings ab 99 Euro. Der Flughafen Lissabon-­Portela liegt 13 Kilometer außerhalb der Stadt. Die Taxifahrt kostet etwa 16 Euro. Preisgünstiger ist der Aerobus. Die 20-minütige Fahrt kostet 3,50 Euro, Tickets erhalten Sie beim Fahrer.

Weitere Informationen unter: www.visitlisboa.com

Tipps für Lissabon

Nutzen Sie Ihren Besuch in der portugiesischen Hauptstadt für einen Tagesausflug nach Cascais, 25 Kilometer von Lissabon entfernt. Mit der Bahn (Urbano) kommen Sie vom Cais do Sodré in ca. 30 Minuten – an der berühmten Torre de Belém vorbei – dorthin.
  • Sehenswert: die Festung Fortaleza de Nossa Senhora da Luz de Cascais. Sie wurde Ende des 16. Jahrhunderts gebaut und beim großen Erdbeben von 1755 stark beschädigt.
  • Die Strände in der Gegend sind ein sehr beliebtes Urlaubsziel wohlhabender Portugiesen, die dort häufig auch ein Ferienhäuschen besitzen.
  • Ganz in der Nähe von Cascais befindet sich auch die Stadt Estoril mit seinem legendären Kasino, das u. a. als Kulisse für den James-Bond-Film „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ (1969) diente.
Nuno Alves Nuno Alves

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