Nur vier Flugstunden von Deutschland entfernt

Verlängern Sie den Sommer auf Madeira!

Insel des ewigen Frühlings, Garten Europas: Madeira hat viele Beinamen. Zutreffend sind sie alle. Denn auch wenn die portugiesische Atlantikinsel nur 740 Quadratkilometer groß ist – sie bietet Abwechslung auf kleinstem Raum.

Von Nicole Geiger

Innerhalb weniger Kilometer finden sich imposante Berge, farbenfrohe Gärten mit exotischen Blumen und schroffe Klippen. Bedingt durch den Golfstrom ist das Wetter ganzjährig mild.

Wenn in Deutschland bereits die Blätter von den Bäumen fallen, kann man auf Madeira noch immer den Sommer genießen.

FUNCHAL

Ausgangspunkt jeder Madeira-Reise ist die Hauptstadt Funchal. Unbedingt angucken: den „Mercado dos Lavradores“. Die zweistöckige Markthalle im Herzen der Stadt ist vor allem eines: bunt. Es duftet nach Tausenden Blumen und exotischen Früchten. Souvenirjäger finden dort die traditionellen Korbwaren – das beliebteste Madeira-Mitbringsel.

Außerdem gibt es fangfrischen Fisch, darunter auch den Schwarzen Degenfisch, eine Spezialität der Insel. Der goldbraune Fisch lebt in rund 1000 Meter Tiefe. Erst wenn ihn die Fischer nach oben ziehen, färbt er sich durch den Druckverlust pechschwarz. Immer montags bis freitags von 7 bis 20 Uhr, samstags von 7 bis 14 Uhr an der Rua Latino Coelho.

Ganz in der Nähe startet die 15-minütige Seilbahnfahrt nach Monte , einem Städtchen hoch über Funchal. Tgl. 9.30 bis 17.45 Uhr, Hin- und Rückfahrt 15 Euro.

Am Fuße der Kirche Nossa Senhora do Monte reihen sich die Korbschlitten auf, in denen Touristen von Lenkern etwa zwei Kilometer abwärts Richtung Tal geschoben werden. Eine Mordsgaudi (ca. 25 Euro pro Person im Doppelsitzer).

Durchatmen können Sie danach im Jardím Tropical Monte Palace . Der exotische Garten bietet Erholung zwischen farbenfrohen Blumen, Koi-Karpfen-Teichen und Kunst, täglich von 9.30 bis 18 Uhr .

SCHWIMMEN IM LAVAPOOL

Ein echtes Erlebnis ist das Bad im Naturschwimmbad Piscinas Naturais in Porto Moniz . Das Schwimmbecken liegt zwischen Lavafelsen, den Boden des Beckens bildet unebener Naturstein. Gespeist wird der Lavapool aus dem Atlantik, bei Wellengang spritzt Schwimmern die Gischt über die Mauer hinweg direkt ins Gesicht. Ganzjährig geöffnet, Eintritt 1,50 Euro.

LEVADA-WANDERUNGEN

Rund 2000 Kilometer Wanderwege durchziehen die Insel, immer an den „Levada“ genannten Bewässerungsgräben entlang. Die Wege führen durch dichte Wälder, vorbei an Wasserfällen und zu atemberaubenden Aussichtspunkten.

Selbst für Wander-Muffel gibt es kurze, einfache Spazierwege, an deren Ziel Sie durch einen sensationellen Ausblick belohnt werden, zum Beispiel von Ribeiro Frio (1,5 km) zum Aussichtspunkt Balcões (dt. Balkone). Am Ziel angekommen, blickt man etliche hundert Meter in die Tiefe eines üppig grünen Tals. Wenn Ihnen dabei schwindelig wird, schauen Sie geradeaus – direkt auf die höchsten Berge der Insel, darunter den Gipfel des Pico Ruivo (1861 m).

ÜBER DEN WOLKEN

Die Hochebene Paul da Serra liegt etwa 1400 bis 1500 Meter hoch und ist oft sehr windig und neblig. Dort oben gibt es nur wenig Bäume. Die Landschaft erinnert an die schottischen Highlands, die Stille ist beeindruckend. Menschen trifft man entlang der Straßen selten, nur weidende Kuhherden. Ein perfektes Ausflugsziel, um richtig zur Ruhe zu kommen.

DER KARGE OSTEN

Nahezu unberührt ist der Ostzipfel von Madeira, die Landzunge Ponta de São Lourenço. Dort bricht sich die Brandung an schroffen Klippen, es gibt wenig Vegetation und ein schier endlos langer Weg führt durch rotbraunes Gestein. Die Landschaft bietet einen unwirklichen Kontrast zum grünen Rest der Insel und gibt gleichzeitig den Blick auf den Atlantik und faszinierende Gesteinsformationen frei.

FÜR SCHWINDELFREIE

Für Mutige lohnt sich ein Besuch des Cabo Girão in der Nähe der Ortschaft Câmara de Lobos. Fast senkrecht fällt dort die Klippe zum Meer hinab – 580 Meter in die Tiefe! Damit ist das Kap eines der höchsten Europas. Wer sich traut, in den Abgrund zu spähen, entdeckt in der Tiefe terrassenförmig angelegte Felder im Gestein.

ESSEN UND TRINKEN

Die Inselküche ist bodenständig und geprägt von fangfrischem Fisch. Schwarzen Degenfisch gibt es in unzähligen Zubereitungen (z. B. mit Banane, Koriander oder Zwiebelsoße) im Restaurant „Espada Preta“ in Câmara de Lobos (Caminho Trincheira), Meerblick inklusive.

Dazu das Nationalgetränk „Poncha“ probieren, eine Mischung aus Zuckerrohrschnaps, Honig und Zitronensaft. Prost!

Travel-Tipps von

Madeira Angebote

5 Tage im 3-Sterne-Hotel „Dorisol Florasol“ in Funchal, Flug ab Hamburg, Übernachtung ab 380 Euro p. P. über ab-in-den-urlaub

1 Woche im Hotel Roca Mar bei Canico de Baixo, Flug ab Köln/Bonn, Ü/F ab 375 Euro p. P. über L'tur

1 Woche im 4-Sterne-Hotel „Calheta Beach“ in Calheta, Flug ab Stuttgart, Ü/F ab 344 Euro p. P. über HLX

8-tägige Aktiv-Tour mit dem Mountainbike, inkl. Flug, Ü/F, Ausrüstung, Tour-Guide ab 790 Euro p. P. über Pico Tours

1 Woche im Fünf-Sterne-Hotel „Quinta Do Monte“ in Monte, Flug ab Berlin, Ü/F ab 522 Euro p. P. über Thomas Cook

Wer Madeira individuell entdecken möchte: Air Berlin fliegt Funchal von mehreren deutschen Flughäfen an.

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