Die Region lockt mit wunderschönen Märkten

Ist das Elsass das wahre Weihnachtswunderland?

Klein, aber „Ho-ho-ho!“: Mit 8000 Quadratkilometern ist das Elsass die kleinste Region Frankreichs; würde man aber den Weihnachtsmann fragen, wären die Elsässer die Allergrößten!

Von Hans Schloemer

Ende November verwandelt sich die Region zwischen Rhein und den Vogesen in ein Weihnachtswunderland. Glitzernd, funkelnd und appetitlich.
Von der Hauptstadt Straßburg bis zu den winzigsten Dörfern – alles schmückt sich.
Fast 150 Weihnachtsmärkte locken mit Kunsthandwerk und Köstlichkeiten.

Fachwerk und Storchennester

Das Städtchen Kaysersberg sieht aus wie ein Postkartenklischee. Inmitten der Weinberge gelegen, mit Fachwerkhäusern und Storchennestern auf den Dächern.

Etwas Puderschnee drüber, fertig ist die perfekte Weihnachtskulisse. Romantisch wird es mit einer kuscheligen Nacht in einem historischen Winzerhaus. Das Doppelzimmer im Hotel Constantin gibt‘s ab 63 Euro.

Bevor Sie sich schlafen legen, sollten Sie unbedingt ein Baeckeoffe probieren.

Im Restaurant Chez Roger Hassenforder (www.roger-hassenforder.com) wird der elsässische Eintopf ganz traditionell mit Lamm, Rind und Schweinefüßen zubereitet (18 Euro).

Zauberhaftes Colmar

Nur zehn Kilometer südlich von Kaysersberg liegt Colmar .

Entlang der Place des Dominicains und in den Vierteln Klein Venedig und Koifhus gibt es Konzerte, Märchenerzählungen und jede Menge Weihnachtsstimmung. Am aufregendsten für Kinder ist der mannshohe Briefkasten des Weihnachtsmannes, in den die Wunschzettel gesteckt werden. Die beleuchtete Eislaufbahn auf der Place Rapp ist ebenfalls ein Spaß.
Nach ein paar Runden stärkt das Fischsauerkraut mit Kabeljau, Lachs und Dorade im Restaurant Koifhus an der Place de l’Ancienne Douane noch mal so gut (19 Euro).

444 Jahre Weihnachtsmarkt

Mit 444 Jahren einer der ältesten Weihnachtsmärkte Europas ist der „Christkindelsmärik“ in Straßburg. Am Fuße des prächtigen Münsters stehen rund 300 Holzhütten.

Auf dem Kléber-Platz thront ein fast 30 Meter hoher Tannenbaum, geschmückt von einer Weihnachtsbaum-Designerin. Unbedingt den Lieben daheim mitbringen: Bredele, die typisch elsässischen Weihnachtsplätzchen. In der Pâtisserie Kübler in der Avenue des Vosges schmecken sie vorzüglich. Und wo würde es sich der Weihnachtsmann in Straßburg gut gehen lassen? Vielleicht in der urigen Weinstube S’Kaechele (8, Rue de l‘Argile, www.skaechele.com).

Ein himmlisches Menü: Weinbergschnecken mit Roquefort (7 Euro), Hirschrücken mit Spätzle (17 Euro) und zum Dessert ein geeister Gugelhupf mit Kirschschnaps (7 Euro).

Von Feen und Riesen

Beschaulicher als in Straßburg geht es in den vielen Puppenstubenstädtchen an der elsässischen Weinstraße zu.

Die stillen Dörfer sind die Orte für Legenden, Elfen, Feen und Riesen.

Dort wohnt auch Hans Trapp, der ziemlich gruselige Cousin Knecht Ruprechts. Im Elsass begleitet er das Christkind. Ein schöner Brauch: In Turckheim wird das Rathaus zum Adventskalender.

Jeden Abend – pünktlich um 17 Uhr – kommt eine Prozession aus Sternenträgern und Laternenanzünder aus dem Rathaus und öffnet einen Fensterladen.

Dahinter verbergen sich Symbole aus der Adventszeit.

Die Erfinder des Weihnachtsbaums

Wer das Weihnachtsdorf in Sélestat besucht (6.–24. Dezember), sollte sich die Humanistische Bibliothek anschauen. Dort gibt es neben uralten Büchern und Schriftstücken auch die erste schriftliche Erwähnung des Verkaufs von Tannen zum Christfest. Datiert auf das Jahr 1521.

Das macht die Elsässer mächtig stolz: „Wir haben den Weihnachtsbaum erfunden!“

Nahe der Kirche des Städtchens Gertwiller steht ein Hexenhaus. Zum Anbeißen! Die Fassade ist dekoriert mit Herzen und Sternen aus Lebkuchenteig. Die Fensterläden gleichen Gewürzkuchen mit Mandeln und kandierten Früchten. Der Hexenmeister heißt Michel Habsiger. Er ist der Lebkuchenmeisterbäcker der Pâtisserie Lips. Seine Lebkuchen backt er nach traditionellen Rezepten.

Für die, die noch mehr sehen wollen: Er hat auf dem Dachboden über der Bäckerei ein Museum mit Lebkuchen-Schmuckbildern, die z. B. ins Poesiealbum geklebt werden.

Urgemütlich wohnen

In der Weihnachtszeit wohnt es sich in den Fermes Auberges, den alten Bauerngasthöfen des Elsass, so richtig gemütlich.

Draußen knirscht der Schnee, in der Gaststube prasselt das Kaminfeuer. Holztische, karierte Tischdecken, gutes und preiswertes Essen.

Die Ferme Auberge des Cimes in Les Myrtilles bei Urbeis ist solch ein Juwel (DZ 48 Euro, Tel. 0033-388573649). Urig ist auch die Ferme Auberge des Sept Fontaines in Drachenbronn-Birlenbach, (DZ ab 46 Euro, Tel. 0033-388945090). Feinschmecker zieht es nach Saverne ins La Clos de la Garenne (DZ ab 56 Euro, Tel. 0033-388712041). Das Hotel-Restaurant glänzt mit verschwenderischer Weihnachtsdekoration und exzellenter Küche.

Bei den karamellisierten Dampfnudeln mit Mirabellen (9 Euro) hören Sie die Englein singen...

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Was kostet was?

Einheimisches Bier im Restaurant (0,5 Liter): 5 €

Cola im Restaurant (0,33 Liter): 2,30 €

Mahlzeit für eine Person (günstiges Restaurant):12 €

Mahlzeit für zwei Personen (drei Gänge, Restaurant mittlerer Preisklasse): 45 €

Packung Zigaretten: 6,30 €

Flasche Wasser (Supermarkt, 0,33 Liter): 1,50 €

Mietwagen (eine Woche): 260 €

Benzin (1 Liter): 1,60 €

Öffentliche Verkehrsmittel (Einzelticket): 1,70 €

Übernachtung im Hotel pro Nacht (Doppelzimmer, drei Sterne): 90 €

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