Es drohen bis zu 200 Euro!

Strandplätze reservieren ist in Italien jetzt strafbar

Der morgendliche Kampf um den besten Strandliegeplatz wurde den italienischen Behörden in einigen Orten jetzt zu bunt: Ab sofort sollen Touris, die sich per Handtuch ein Stück Strand „reservieren“, eine Geldstrafe von bis zu 200 Euro zahlen. Aber auch andere Gegenstände, mit denen man sein Revier markiert, sind nun verboten – zum Beispiel Sonnenschirme und eigens mitgebrachte Liegestühle.

Italiens Küstenwache geht in einigen Orten jetzt gegen Urlauber vor, die sich schon im Morgengrauen per Handtuch, Sonnenschirm, Stuhl oder mittels anderen Gegenständen einen Platz an einem der öffentlichen Badestrände „reservieren“ wollen. Wer künftig auf diese Weise sein Revier markiert, auf den könnte eine Strafe von bis zu 200 Euro zukommen.

Wie die Zeitung „La Repubblica“ berichtet, hat die Küstenwache der toskanischen Stadt Livorno am vergangenen Samstag auf einem Strandabschnitt von 100 Metern zahlreiche Utensilien beschlagnahmt, die zu diesem Zweck dienten, darunter 37 Stühle und Liegen, 30 Sonnenschirme und zahlreiche Handtücher sowie sogar Badekleidung. „Die Verantwortlichen sind noch nicht bekannt“, sagte das Hafenamt von Livorno zu den Strand-Sündern. Wer sich aber im zuständigen Büro melde, um seine Sachen zurückzuforden, der müsse eben mit der entsprechenden Geldbuße rechnen.

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Bis zu 200 Liegen an einem Strand

Die Aktion wurde im Rahmen der „Operation Sicheres Meer“ durchgeführt – diese dient sonst unter anderem der Sicherung von Ölplattformen und dem Schutz von Schiffen und wurde 2015 von der italienischen Marine ins Leben gerufen. Auch in anderen italienischen Gemeinden geht man gegen die von der italienischen Presse als „Sonnenschirm-Gauner“ getauften Übeltäter vor: In Alba Adriatica wurden 25 Sonnenschirme beschlagnahmt, von denen einige sogar illegal gegen Bezahlung an ahnungslose Touristen vermietet worden waren.

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Am öffentlichen Strand von Roseto Capo Spulico in Kalabrien gelang den Behörden der wohl härteste Schlag gegen diese Art von „organisiertem Verbrechen“: Gleich 200 Liegen und Schirme wurden hier in Verwahrung genommen, die zum Teil schon nachts dort abgestellt worden waren. In Ascea in der Region Kampanien wurden 70 Schirme und 50 Liegen sicher gestellt. Und in Castiadas, im Süden von Sardinien, gab es ebenfalls Fälle: Hier wurden sogar einige Schlauchboote beschlagnahmt, die unter den Sonnenschirmen standen.

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„Unsittliches und respektloses Verhalten“

Die italienische Küstenwache sagte dazu „La Repubblica“: „Wir sind eingeschritten, um ein Vorgehen zu stoppen, das unsittlich ist und mangelnden Respekt gegenüber den Urlaubern bedeutet, die sich an die Regeln halten.“ Wie eine Sprecherin des italienischen Tourismusamts TRAVELBOOK sagte, hat jede Stadt und Gemeinde andere Regelauslegungen bei der Verfolgung der Strand-Sünder. Die toskanische Gemeinde Cecina etwa verbietet es, vor 8.30 Uhr morgens Plätze an öffentlichen Stränden zu reservieren – zu dieser Zeit öffnen auch die privaten Badeanstalten ihre Pforten. Ob und wie viele weitere Gemeinden und Orte in Italien dem Beispiel noch folgen und das Vorab-Reservieren von Strandstücken generell verbieten werden, konnte das italienische Tourismusamt auf Anfrage nicht sagen.

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Ganz neu sind derartige Aktionen aber nicht: Wie der britische „The Guardian“ berichtet, wurden bereits vor einigen Jahren sechs Touristen in Ligurien mit einem Bußgeld von 1000 Euro belegt, nachdem sie sich am Strand mittels zehn Handtüchern Plätze reserviert hatten. Ein Brite sei demnach dereinst auch verhaftet worden, nachdem er Handtücher verbrannt habe, mit denen sich deutsche Urlauber einen Platz an der Sonne hatten sichern wollen.

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