Tipps für die Lagunenstadt

7 Dinge, die man in Venedig vermeiden sollte

Venedig ist die meistbesuchte Stadt Italiens. Fast jeder träumt davon, einmal im Leben mit der Gondel über den Canal Grande zu schaukeln, durch die mittelalterlichen Gassen zu schlendern und am Abend den Sonnenuntergang über der Lagune zu bewundern. Doch in Venedig ist längst nicht alles rosa-rot. Damit ihr Aufenthalt nicht zum Fiasko wird, haben wir 7 Dinge gesammelt, die Sie in der Lagunenstadt auf keinen Fall tun sollten.

1. falsche Erwartungen haben

Keine Frage – Venedig ist eine der beeindruckendsten Städte der Welt und einzigartig in ihrer Bauweise. Das historische Zentrum wurde in einer Lagune auf mehr als 100 Inseln erbaut.  Dazwischen schlängeln sich Dutzende schmale und breitere Kanäle hindurch, über die prächtige Brücken von einer Insel zur anderen führen. Und nicht nur das: Venedig ist reich an  historischen Bauwerken und Kunstschätzen, außerdem weltbekannt für den traditionellen Karneval und die jährlich stattfindende Biennale. Die sogenannte „Perle der Adria“ ist also unbedingt mindestens einen Besuch im Leben wert.

Und dieser Meinung sind viele: Venedig zieht als eine der meistbesuchten Städte der Welt jährlich drei Mal mehr Touristen an als Italiens Hauptstadt Rom. Etwa 30 Millionen Menschen strömen jedes Jahr in die Lagunenstadt. Das sind mehr als 80.000 Besucher pro Tag! Dagegen steht die stetig schrumpfende Bevölkerung im historischen Zentrum. Nur noch Rund 60.000 Menschen leben dauerhaft hier. Die meisten fliehen vor den Touristenmassen auf das nahe Festland, wo die Mieten günstiger sind und nicht alles auf die Bedürfnisse der Touristen ausgerichtet ist.

Wer die echte italienische Kultur und Lebensart erleben möchte, ist in der Lagunenstadt also komplett falsch. Viele bezeichnen Venedig inzwischen gar als reine Museumsstadt, die keine Seele mehr habe. Wer nach Venedig reist, sollte sich bewusst sein, dass er in einer Stadt mit einer bewegten Geschichte weilt, deren heutige Dienstleistungsstruktur aber hauptsächlich auf den Tourismus ausgerichtet ist. Mit diesem Wissen im Hinterkopf kann man in aller Ruhe bewundern, was einst mit einer gänzlich anderen Vision erschaffen wurde.

Entdecken Sie die Highlights von Venedig in der Bildergalerie:

2. den falschen Zeitpunkt wählen

Wer es sich nicht nehmen lassen will, zum Karneval oder während der Biennale nach Venedig zu reisen, der sollte sich auf eines gefasst machen: Weit mehr Menschen als sonst schon überschwemmen die Stadt, Hotelzimmer sind Monate im Voraus ausgebucht oder heillos überteuert. Also entweder diese Veranstaltungen meiden – oder in ein Hotel auf dem Festland einchecken, was ohnehin meist günstiger ist als im historischen Zentrum. Gute Chancen, eine halbwegs bezahlbare Unterkunft zu finden, hat man auch bei Airbnb.

An Hochwasser ist die Stadt gewöhnt: Dann laufen Einheimische und Touristen über Holzstege und behalten so trockene Füße.

Foto: Getty Images

Kein guter Zeitpunkt, um nach Venedig zu reisen, sind die heißesten Monate, also Juli und August. Denn 1) ist es in der Ferienzeit für gewöhnlich noch voller als sonst, 2) macht es in der Hitze noch weniger Spaß, sich zwischen schwitzenden Körpern durch enge Gassen zu schieben und 3) kann es schon mal vorkommen, dass bei hohen Temperaturen aus den Gewässern der Stadt ein unangenehmer Geruch aufsteigt. Die besten Jahreszeiten, um Venedig zu besuchen, sind Frühling und Herbst. Besonders wenig los ist im Winter – genau richtig für Besucher, die auf morbiden Charme stehen. Unbedingt Gummistiefel einpacken: Es könnte Hochwasser geben! Das kann allerdings durchaus auch im Sommer passieren.

3. Auf dem markusplatz einkehren

In einem der Cafés auf dem Markusplatz sitzen, einen Aperitivo oder einen Cappuccino schlürfen, dem Treiben zusehen und dabei der Musik lauschen – was könnte es Schöneres geben? Wer sich diesen Spaß gönnt, muss allerdings auf eine böse Überraschung gefasst sein, die am Ende mit der Rechnung serviert wird. Nicht nur, dass die Getränke gleich mal das Vierfache kosten als in einer der Seitenstraßen – damit rechnet man als halbwegs klar denkender Mensch ja ohnehin. Darüber hinaus verlangen die Café-Betreiber aber noch einen deftigen „Musikzuschlag“, meist zwischen 5 oder 6 Euro pro Person. Dass dieser zu zahlen ist, steht in der Karte nur im Kleingedruckten.

Der Blick des Kellners zeigt es: Hier wird nicht über Preise diskutiert. Im Hintergrund spielt die Band – und für die muss mitbezahlt werden.

Foto: Getty Images

„Cappuccino kostete 7,50 Euro etc. Pure Abzocke, war richtig genervt“, schreibt eine Tripadvisor-Userin, die Anfang Oktober in Venedig war. Also entweder man meidet die überteuerten Cafés an der Piazza besser gleich – oder man stellt sich von vornherein auf die hohen Preiszuschläge ein. Dann kann man das Ganze auch wirklich genießen. Die Musiker spielen nämlich gar nicht so schlecht.

4. Auf dem Touri-Pfad bleiben

Piazza San Marco, Calle Larga San Marco, Rialtobrücke, Riva degli Schiavoni: So heißen die Plätze und Straßen, auf denen sich die meisten Touristen tummeln und sich zwischen den beliebtesten Sehenswürdigkeiten hin- und herschieben. Links und rechts warten fast ausschließlich Souvenirläden, Pizza-Stände, überteuerte (und schlechte) Restaurants und Cafés auf zahlende Kundschaft.

In den Restaurants nahe der Rialtobrücke sitzt man zwar schön, aber das Essen in den Seitengassen oder abseits der Touristenmeilen ist meist günstiger und besser.

Eine Übersicht der am besten bewerteten Restaurants in Venedig finden Sie hier

Foto: Getty Images

Unser Tipp: Verlassen Sie die touristischen Pfade, entdecken Sie Gassen, sehenswerte Seitenstraßen, hübsche Brücken und Parks, die Venedig ebenso – oder noch viel mehr – ausmachen als die gängigen Touri-Meilen. Unbedingt sollten Sie mit dem Vaporetto übersetzen zur Insel Giudecca. Hier ist es wesentlich ruhiger als auf den Hauptinseln, man kann in aller Ruhe durch die Gassen schlendern, in guten Restaurants zu normalen Preisen essen – und hat ganz nebenbei einen der besten Ausblicke auf die Silhouette Venedigs mit dem Markusdom und dem berühmten Glockenturm Campanile.

Die lang gezogene Insel La Giudecca liegt gegenüber vom Markusplatz. Hier kann man gemütlich spazieren gehen und hat dabei einen tollen Blick auf das Stadtzentrum.

Foto: Getty Images

5. zu viel für die Unterkunft zahlen

Bessere Karten hat, wer in der Nebensaison nach Venedig fährt und nicht unbedingt in den zentralsten Hotels neben bekannten Sehenswürdigkeiten eincheckt. Die sind ohnehin meist recht laut – überteuert sowieso. Günstige und schöne Unterkünfte von Venezianern, die ihre Wohnungen oder Zimmer untervermieten, findet man bei Airbnb. Mit etwas Glück kann man hier sogar ein Apartment direkt am Kanal buchen. Meiden sollte man möglichst die Zeit während der Biennale, weil dann vieles ausgebucht ist und die Preise generell ansteigen.

6. Tauben füttern

Fast jeder, der Venedig in den 80er- oder 90er-Jahren besucht hat, wird einen Riesenspaß dabei gehabt haben, die Tauben auf dem Markusplatz zu füttern und dabei Fotos zu schießen. Das Futter dafür lieferten fliegende Händler in Form von trockenen Maiskörnern. Doch damit ist seit ein paar Jahren Schluss: Um dem vielen Taubendreck Herr zu werden, hat die Stadt offiziell ein Fütter-Verbot für die Vögel verhängt. Wer sich nicht daran hält und erwischt wird, muss 500 Euro Strafe zahlen. Tatsächlich hat sich die Anzahl der Tauben auf dem Markusplatz seit der Einführung dieser Maßnahme deutlich verringert.

Tauben füttern in Venedig mag ja Spaß machen – aber wenn Sie es tun, riskieren Sie ein Bußgeld. Außerdem mal ehrlich: So richtig hygienisch sind die Viehcher wirklich nicht.

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7. In die falsche Gondel setzen

Es sei dahingestellt, ob man in Venedig wirklich unbedingt mit einer Gondel fahren muss – denn das Vergnügen ist teuer und auf den stark befahrenen Kanälen auch nicht ganz ungefährlich, wie ein tragischer Unfall im August 2013 zeigte. Für viele gehört eine Gondelfahrt zum perfekten Liebesurlaub in Venedig aber nun mal dazu, und es sei auch jedem gegönnt. Nur: Lassen Sie sich nicht übers Ohr hauen! Idealerweise sprechen Sie italienisch – dann lässt es sich ohnehin leichter mit den Gondolieri verhandeln.

Viel los auf dem Canal Grande: Fragen Sie den Gondoliere, ob er Sie durch die Seitenkanäle fahren kann. Da ist es weitaus romantischer! Vorne links im Bild: ein Vaporetto.

Foto: Getty Images

Eine 50- bis 60-minütige Fahrt kostet circa 100 Euro, viel mehr sollten Sie auf keinen Fall bezahlen. Generell gilt: Seien Sie freundlich, die Sympathie spielt beim Preis eine wesentliche Rolle. Weicht ein Gondoliere partout nicht von seinem zu hohen Preis ab, versuchen Sie es woanders nochmal – aber möglichst außerhalb der Sichtweite des ersten Fahrers. Die Gondolieri sind wie eine eingeschworene Familie und würden sich niemals Fahrgäste gegenseitig wegnehmen. Weniger romantisch, aber weitaus günstiger sind die Vaporetti, Linienboote, die zwischen verschiedenen Haltestellen verkehren.

Die am besten bewerteten Hotels in Venedig

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