Nach 33 Jahren plötzlich aufgetaucht

Warum dieser Strand schon bald wieder weg sein könnte

Unglaubliches Naturschauspiel auf der Insel Achill im Westen Irlands: Vor 33 Jahren verschwand der Strand des Dorfes Dooagh – jetzt ist er plötzlich wieder aufgetaucht. Wie konnte das passieren? TRAVELBOOK fragte nach und erfuhr, dass der Sand bald wieder weg sein könnte...

, Leiter des Tourismusbüros von Achill, der britischen Zeitung „The Guardian“. „Er war komplett weggespült.“ Jetzt tauchte der Strand wie aus dem Nichts wieder auf.

TRAVELBOOK fragte nach – wie kann so etwas passieren? Prof. Niels Hovius vom deutschen GeoForschungsZentrum in Potsdam: „Nach meiner vorläufigen Einschätzung wurden die Felsen in der Bucht von Achill von einer ungewöhnlich starken Flut, verstärkt durch anhaltende nördliche Winde, mit Sand bedeckt. Diese Flut hat vermutlich im Norden der Küste eine Sedimentquelle ,angezapft’, die normalerweise kein Sediment liefert. Eine weitere Möglichkeit wären ungewöhnlich starke Strömungen in der Tiefe, die den Sand nach oben gespült haben. Aber so oder so sollten sich die Bewohner von Achill Bay nicht auf den neuen Strand verlassen. Der nächste Sturm könnte die Felsen erneut blank fegen.“

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Kein Strand, keine Touristen

Seit 1984, als der heute etwa 300 Meter lange Strand zuletzt noch da war, bekamen Besucher nur eines zu sehen: einen kargen Küstenabschnitt voller Steine und Felsen, die unter dem Sand verborgen gewesen waren. Das brachte einige Probleme für den Ort Dooagh mit sich, denn mit dem Strand verschwanden auch die Touristen. Viele Hotels, Restaurants oder auch Cafés mussten schließen. Jetzt schöpfen die Bewohner neue Hoffnung.

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Denn so plötzlich, wie der Sand damals verschwand, tauchte er jetzt wieder auf. Verantwortlich dafür gemacht wird eine sogenannte Freak Tide, eine besonders hohe Flutwelle. „Im April hatten wir einen Kälteeinbruch an Ostern, der Wind kam aus dem Norden“, so Molloy zum „Guardian“. „Gleichmäßig muss er den Sand von irgendwo hergebracht haben.“ Und zwar so viel, dass der ganze Strand wieder damit bedeckt war. Eine unglaubliche Geschichte. Und schon kommen auch wieder die ersten Touristen, die sich den Strand anschauen wollen, in das beschauliche Dooagh, das sich ein bisschen anhört wie das berühmte Geräusch von Zeichentrick-Figur Homer Simpson.

So sah der Strand im Juli 2012 aus

Foto: AchillTourism/Seán Molloy
Party nach Aufräumarbeiten

In der Vergangenheit war die Region immer wieder von heftigem Unwetter heimgesucht worden. „2014 verursachten zwei Stürme heftige Schäden“, sagt Molloy zu TRAVELBOOK. Damals sei die Zugangsstraße zum Wasser zerstört worden, und erst 2015 seien alle Reparaturen abgeschlossen. „Das haben wir gleich mit einem Festival gefeiert“, erzählt Molloy. Umso größer dürfte jetzt die Party zum Comeback des Strandes ausfallen.

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Übrigens ist die Insel Achill dem ein oder anderen Literatur-Fan ein Begriff. Denn hier verbrachte der deutsche Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger Heinrich Böll gerne seine Ferien. Heutzutage ist sein Häuschen ein echtes Highlight für seine Fans.

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