Bald kommt eine hinzu

Die 6 schönsten Gaudi-Attraktionen in Barcelona

Die Casa Vicens ist das erste Haus, das Barcelonas Star-Architekt Antoni Gaudí jemals entworfen hat: Trotzdem durfte bisher kein Besucher das Haus betreten, weil es immer im Privatbesitz war. Im Herbst 2017 öffnet es endlich seine Pforten für Touristen: TRAVELBOOK zeigt jetzt schon mal, wie es von Innen aussieht und welche anderen Bauwerke von Gaudí man bei einem Barcelona-Urlaub nicht verpassen sollte.

Der Park Güell, die Gartenstadt von Gaudí, ist eine der meist besuchtesten Touristenattraktionen der Welt.

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So sieht das Haus nach drei Jahren Renovierungszeit von innen aus

Foto: Pol Viladoms

Die Casa Vicens war das erste große Projekt des etwas seltsamen jungen Künstlers, der nach einer gescheiterten Liebe wie ein Mönch lebte und sich von Kopf bis Fuß in Schwarz kleidete. Das Architektur-Diplom frisch in der Tasche sagte der Direktor seines Architektur-Instituts:  „Wir haben diesen akademischen Titel entweder einem Narren oder einem Genie verliehen. Die Zeit wird es zeigen.“ Mit der Casa Vicens begann Gaudís persönliche Interpretation des „Modernisme“, einer katalanischen Spielart des in ganz Europa verbreiteten Jugendstils.

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Das Ergebnis war die Casa Vicens, ein farbenfrohes Haus, dass die damals in Spanien moderne Sehnsucht nach dem exotischen Orient widerspiegelte. Gaudí kombinierte dieses Ideal mit surrealistischen, für die damalige Zeit oft als seltsam und hässlich empfundenen Formen und knallbunten Keramikfliesen.

Die Casa Vicens ist voller wunderschöner Details: Überall findet man das Palmenmotiv wieder

Foto: Pol Viladoms

Früher gab es in dem ohnehin luxeriös ausgestatteten Haus auch einen Wasserfall und andere dekadente Extravaganzen, die leider nicht nachgebaut werden. Auch ein Springbrunnen und Sommerpavillon im Außenbereich wurden nicht mehr restauriert. Dafür übertreffen sich die einzelnen Räume gegenseitig in Detailverliebtheit und Farbenpracht.

Andere Meisterwerke von Gaudí, die Sie nicht verpassen dürfen

1. Der Park Güell

Millionen von Besuchern strömen jährlich in den wunderschönen Park Güell, von dem man einen fantastischen Ausblick auf Barcelona hat

Foto: Getty Images

Der Park Güell ist vielleicht das bekannteste Werk von Gaudí. Von dem terrassenförmig angelegten Park mit seinen prächtigen Treppenaufgängen und zuckersüßen Märchenhäusern hat man einen fantastischen Blick auf die ganze Stadt. Ursprünglich wollte Gaudí ein ganzes Viertel aus fantasievollen Häusern bauen, eingebettet in wunderschöne Palmenhaine. Doch es kam nie genug Geld zusammen und der Park konnte nicht vollendet werden. Es wurden nur drei Häuser gebaut: das Wohnhaus der Familie Güell, heute eine Schule, das Wohnhaus Gaudís, seit 1963 als Casa-Museu Gaudí ein Museum, und das Wohnhaus eines befreundeten Architekten, das noch heute bewohnt ist.

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2. Die Colònia Güell

Die Colonia Güell ist eine von Gaudís beiden berühmten Sakralbauten. Der Architekt war sehr religiös

Quelle: flickr/Xavi Llunel

Die Colónia Güell war ein soziales Projekt von Gaudí und für seine Zeit ausgesprochen fortschrittlich. Die Industriesiedlung sollte Wohn- und Arbeitsplatz für Fabrikarbeiter an einem Ort vereinen: Statt improvisierten Baracken mit schlechten Lebensbedingungen sollte die Arbeiterschaft Kultur- und Bildungseinrichtungen zur Verfügung gestellt bekommen. Ihre Familien sollten in Einfamilienhäusern wohnen, auch eine Kirche und ein Theater baute Gaudí. 

3. Die Sagrada Familia

Die Sagrada Família: Die berühmteste Baustelle Barcelonas

Foto: Getty Images

Bis heute ist die Kirche „Sagrada Família“ von Gaudí unvollendet. Der Bau wurde 1882 begonnen und soll nach aktueller Planung 2026 zum 100. Todestag von Gaudí fertiggestellt sein. Wenn sie fertig ist, soll sie sensationelle 18 Türme haben, nur knapp niedriger als die katalanischen Berge im Hintergrund. Die Sagrada Família ist neben dem Park Güell die wohl beliebteste Touristenattraktion von Barcelona. Obwohl die Basilika noch fertig gebaut wird, kann man sie bereits besichtigen.

4. Casa Batlló

Die Fassade des Casa Batlló soll die Legende des Drachentöters Georg abbilden: Die schillernden Steine und Muster sollen Drachenschuppen nachbilden.

Foto: Getty Images

Die Einheimischen von Barcelona nennen dieses Werk Gaudís „Casa dels Ossos, was auf deutsch übersetzt „Haus der Knochen bedeutet. Die Fassade gibt die Legende des Heiligen Georg wider, der Schutzpatrons Kataloniens: Das Dach stellt die Schuppen des Drachen dar, gegen den der Heilige Georg gekämpft hat, das Kreuz auf dem Dach ist seine Lanze. Die schmiedeeisernen Balkone stehen für Totenköpfe und die Galerie im ersten Stock soll das Maul des Drachen zeigen.

5. Casa Milà

Casa Milà: Ein Wohnhaus mit vielen Facetten

Quelle: ctsnow/ flickr

Zu Beginn wurde dieses Werk von den Spaniern aufgrund seiner unregelmäßigen Fassade als „Steinbruch“ verspottet. Erst nach und nach wurde einer breiteren Masse bewusst, wie vorrausschauend und modern die Casa Milà war: Gaudí leistete mit diesem Gebäude Pionierarbeit für die gesamte Profanarchitektur. So machte seine durchdachte, natürliche Belüftung Klimaanlagen überflüssig, in jeder Wohnung lassen sich die Wände individuell verändern, und eine Tiefgarage ist ebenfalls schon vorhanden. Sogar Aufzüge sahen seine Pläne vor, diese wurden allerdings erst sehr viel später eingebaut.

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