„Good Hotel“

Dieses Amsterdamer Hotel wird nach Rio verschifft

Ein Hotel, das schick und erschwinglich ist und seinen Gewinn in soziale Projekte und Fortbildungen für Arbeitslose investiert – wer würde da nicht gern schlafen und damit selbst indirekt Gutes tun? In Amsterdam kann man das im „Good Hotel“. Doch wer hier übernachten und das Projekt unterstützen möchte, muss sich beeilen. 2016 wird das Hotel nach Brasilien verschifft, wo es dann für immer bleiben und vor Ort benachteiligte Menschen beschäftigen wird.

Mit dem Containerschiff tagelang nach Südamerika fahren statt mit dem Flugzeug in Windeseile mal eben nach Singapur zu jetten. In Öko-Resorts übernachten statt sein Geld in verschwenderischen Design-Herbergen zu verpulvern. Bewusst reisen ist Trend. Und die Gruppe derer, die nachhaltig Urlaub macht, wächst.

Und so passt das Konzept des Amsterdamer „Good Hotel“ genau in unsere Zeit. Ein Non-Profit-Haus, das seinen finanziellen Gewinn nicht auf einem Bankkonto lagert, wie die Macher auf ihrer Homepage schreiben, sondern in neue, gemeinnützige Projekte investiert.

Das erste „gute Hotel“ wurde im Zentrum Amsterdams eröffnet

Foto: Good Hotel

Auf diese Idee kam der Holländer Marten Dresen erst auf Umwegen. Vor einigen Jahre reiste er nach Guatemala und traf dort auf ein kleines Mädchen ohne Schuhe. Das Paar Schuhe, das er ihr gab, brachte ihn auf die Idee, eine Organisation zu gründen, die den Kindern vor Ort hilft – 2006 wurde daraus mit der NGO „Niños de Guatemala“ Wirklichkeit.

Zurück in den Niederlanden gründete Dresen sechs Jahre später die „Good Hospitality Group“, unter deren Dach die sogenannten „Good Hotels“ eröffnet werden – mit dem Ziel, soziale Projekte mit den Einnahmen zu unterstützen und die lokale Bevölkerung in dem Hotel auszubilden und zu beschäftigen.

Kaum zu glauben, dass dasselbe in einigen Monaten am anderen Ende der Welt stehen wird

Foto: Good Hotel

So auch in Amsterdam, dem ersten Hotel dieser Art, das unweit des Hauptbahnhofs und der Szene-Gegend Haarlemmerdijk eröffnet wurde. Von außen sieht es aus, als hätte man mehrere Container übereinander gestapelt. Im Inneren erwartet Gäste eine Mischung aus holländischem und skandinavischem Design: schwere Holztische, Stühle mit Filz-Bezug, Lampenschirme in Kupferfarben, dazu schwarze Wände und grafische Sofakissen.

Stylish von der Decke bis zum Boden: das „Good Hotel“ in Amsterdam

Foto: Good Hotel

Doch das ist nicht das einzig Besondere an dem Hotel. Denn es bleibt nur für ein Jahr in Amsterdam, bevor es 2016, pünktlich zu den Olympischen Sommerspielen, nach Rio de Janeiro verschifft wird. Seinen endgültigen Platz findet es aber nicht am Zuckerhut direkt, sondern auf der anderen Seite der berühmten Meeresbucht Guanabara, in der Stadt Niterói. Das Hotel wird vor Ort Freizeitprojekte für Kinder unterstützen, die in den Armenvierteln Rios leben. Gleichzeitig bieten sie Einheimischen eine Ausbildung im Hotel an. 

Neben dem Pop-up-Hotel aus Amsterdam wird es im nächsten Jahr ein weiteres „gutes Hotel“ geben – in Antigua, Guatemala. Dort, wo die Idee für das außergewöhliche Business-Konzept entstand. Auch hier sollen die Menschen vor Ort mit dem Bau unterstützt werden. Und auch sollen die Kinder der von Marten Dresen gegründeten Organisation die Chance haben, im Hotel eine Ausbildung zu machen.

Wer also im Schlaf etwas Gutes tun möchte, ist hier genau richtig.

Minimalistisch, aber kreativ eingerichtet sind auch die Zimmer

Foto: Good Hotel

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