In Dänemark

Wie ein Mann in einem See die Welt nachbaute

Im Jahr 1944 fand der Däne Søren Poulsen beim Arbeiten einen Stein – der Anstoß für eine weltweit einzigartige Miniatur-Weltkarte, die er in den darauf folgenden 25 Jahren und ganz alleine in einen See baute. Heute ist seine kleine Welt eine Touristenattraktion.

Die kleine dänische Stadt Hobro hätten wohl selbst erfahrene Dänemark-Urlauber nicht unbedingt im Visier, und dennoch gibt es hier eine einzigartige Attraktion: Den Verdenskortet, einen Park, in dessen See quasi die ganze Welt liegt – und zwar als Weltkarte, aus Stein gebaut von nur einem einzigen Mann.

Die Geschichte der auch heute noch einmaligen Weltkarte beginnt im Jahre 1944, wie Flemming Cassøe, der heutige Leiter des Verdenskortet-Parks TRAVELBOOK erzählt. Demnach legte der Arbeiter Søren Poulsen auf einem Gelände, dass er zuvor erworben hatte, ein Stück des Klejtrup-Sees trocken – und fand dabei einen Stein, der ihn in seiner Form an den dänischen Landesteil Jütland erinnerte. „Poulsen liebte die Welt und interessierte sich sehr für Erdkunde“, so Cassøe, „Er wollte sich mit der Weltkarte einen Traum verwirklichen.“

Poulsens Weltkarte ist die größte begehbare Landkarte dieser Art überhaupt – die Besucher scheinen fasziniert zu sein

Foto: Verdeskortet

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Einen Traum, an dem der Amerika-Heimkehrer Poulsen 25 Jahre lang und ganz allein arbeitete, ohne maschinelle Hilfe, nur mit seinen Händen – und Werkzeugen wie Schubkarren und Schlitten, um die teils über eine Tonne schweren Steine zu transportieren. Das Geld dafür hatte er sich in den Jahren von 1909-29 in den USA als Matrose und Zimmermann verdient. „Als seine Mutter starb, kehrte er zurück und kaufte das Gelände, auf dem heute der Verdenskortet steht“, sagt Cassøe.

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Nach und nach schuf er also die verschiedenen Länder und Kontinente, bis er schließlich die ganze Welt im Miniatur-Format nachgebaut hatte – laut Cassøe ist es übrigens weltweit die größte begehbare „Landkarte“. Skurril: Um sie maßstabsgerecht zu bauen, legte Poulsen Butterbrotpapier auf einen Globus und pauste davon seinen Masterplan ab.

So beeindruckend sieht das Vermächtnis von Poulsen von oben aus

Foto: Verdeskortet

Heute kommen in der Saison von Anfang Mai bis Ende September bis zu 40 000 Besucher jährlich, um sich Poulsens Vermächtnis anzuschauen, an dem dieser bis zu seinem Tod 1969 arbeitete. Wer möchte, kann sich ein Boot mieten und damit über Poulsens Weltmeere fahren. Für Kinder gibt es außer der Weltkarte noch einen Streichelzoo, man kann Minigolf spielen oder einfach entspannt picknicken. Poulsens Geburtshaus steht übrigens immer noch in dem Park.

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