Von Kopenhagen bis Florenz

11 Märkte in Europa, die man besucht haben muss

Es muss ja nicht immer ein Strand sein, im Urlaub lohnt sich auch der Besuch auf einem Wochen- oder Flohmärkten, die in vielen europäischen Metropolen zu den Top-Attraktionen gehören. Wir haben elf besonders schöne zusammengestellt.

Wer auf einen Markt geht, lernt eine Stadt von einer ganz anderen Seite kennen. Die Märkte eröffnen meist sehr früh am Morgen, wenn viele Touristen noch schlafen. Und so erlebt man eine ganz andere Stimmung als die, die man von überfüllten Stränden und Fußgängerzonen am Tag kennt. Man kommt mit Einheimischen ins Gespräch, lernt auf einer fremden Sprache – und mit teils unbekannten Gestiken – das Feilschen um Obst, Gemüse oder Möbel.

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In welchen europäischen Metropolen die schönsten Märkte auf Einheimische und Touristen warten:

1. Torvehallerne, Kopenhagen

Im Zentrum Kopenhagens, unweit des Bahnhofs Nørreport entfernt, liegt einer der angesagtesten Plätze in der dänischen Hauptstadt: die Torvehallerne, eine Markthalle, in der aufwendig gestaltete Stände zu finden sind, an denen der leckerste Käse, Fisch und Obst verkauft wird. Werktags ab 10 Uhr und am Wochenende ab 11 Uhr treffen sich hier Einheimische und Touristen für tägliche Einkäufe – im Sommer aber auch, um es sich auf einem der Plätze draußen bequem zu machen, und sich einmal durch das Angebot zu schlemmen.

2. Mercat de la Boqueria, Barcelona

Fünf Gehminuten vom Hafen am Boulevard Rambles, liegt er versteckt, der Eingang – aus Eisen und farbigem Glas konstruiert – zu Barcelonas berühmtesten Markt mit mehr als 800 Ständen.

Als „Paradies für die Sinne“ wirbt der berühmte Markt in der katalanischen Metropole für sich. Und drinnen dreht es sich fast ausschließlich ums Essen; links sauber gestapelte Birnen, Avocados und Pampelmusen, rechts Türme aus Erdbeeren. Steinpilze aus dem Hinterland, herabhängende Schinkenbeine und abgezogene Lammköpfe, vor allem aber Fisch, Fisch, Fisch. Fast 50 Stände bilden in der Hallenmitte ein riesiges Oval mit allem aus dem Meer, von Seeteufeln bis weinroten Thunfischlenden. In der Aula Gastronòmica des Marktes werden Kochkurse angeboten.

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Da steigen dem Besucher wohlige Düfte in die Nase: Der Mercat de la Boqueria in Barcelona ist ein Fest für viele Sinne.

Foto: Catalan Tourist Board

3. Marché aux Puces de Saint-Ouen, Paris

Mode- und Möbel-Liebhaber treffen sich immer samstags, sonntags und montags auf dem Flohmarkt in Paris, der sich als bekanntester der Welt rühmt. Der Markt im Norden der französischen Hauptstadt beherbergt eine riesige Zahl an Antiquitäten und Second-Hand-Waren: Rund 1700 Händler in 14 unterschiedlich ausgerichteten Märkten verkaufen hier ihre Schätze – mehr als fünf Millionen Besucher kommen im Jahr.

Auf sieben Hektar bietet der Markt genug Raum für die Schnäppchenjagd nach Antiquitäten: Möbel, Gemälde, Teppiche, Spiegel, Lampen, Geschirr, Spielzeug, Bücher, Kleidung. Ein Tipp: die restaurierten chinesischen Möbel in der Galerie Cristo.

Wer auf Antiquitäten steht, ist auf dem Marché aux Puces de Saint-Ouen in Paris gut aufgehoben

Foto: Paris Tourist Office/Marc Bertrand

4. Borough Market, London

Zwar sind englische Gerichte nicht bei Jedermann unbedingt als kulinarische Hochgenüsse bekannt, und dennoch beherbergt die Hauptstadt London einen der schönsten Märkte Europas: der Borough Market (siehe Foto oben) – etwa 200 Meter südlich der Themse im Bezirk Southwark gelegen.

Speisen von nah und fern werden hier verkauft, darunter Darjeeling-Tee von indischen Plantagen oder karibische Spezialitäten. Aber auch regionale Qualitätsprodukte wie Galloway-Rindfleisch oder Sussex-Seezunge können erstanden werden. Der Markt ist gut mit der U-Bahn zu erreichen, einfach bis zur Station „London Bridge“ fahren, von da sind es etwa fünf Minuten zu Fuß.

5. Mercato Centrale , Florenz

Ein Markt, der bis Mitternacht geöffnet hat – das gibt es in Florenz. Wer eine Pause zwischen Michelangelos David in der Accademia und Botticellis Geburt der Venus in den Uffizien braucht, kann sich auf dem Mercato Centrale stärken – und das typisch italienisch.

In dem Art-Deco-Gebäude aus Eisen und Glas unterbricht man eigentlich nicht mal den künstlerischen Rundgang, das Gebäude selbst ist sehenswert. An den Tischen im ersten Stock nimmt jedermann Platz, dort kann man die eben gekauften Leckereien essen. Kellner servieren Getränke. Nur das Entscheiden fällt schwer: Für den kleinen Hunger Oliven, Schinken und Käse picken oder doch eine Portion Nudeln vertilgen?

Der Mercato Centrale in Florenz ist in einem Art-Deco-Gebäude untergebracht, gegessen wird an Tischen im ersten Stock

Foto: Federica Di Giovanni

6. Käsemarkt, Alkmaar

Wer immer schon mal ein Erinnerungsfoto mit „Frau Antje“, der blau-weiß-rot gekleideten „Kaasmeisje“, machen wollte, kann das auf dem Kaasmarkt in Alkmaar tun. Von Ende März bis Ende September wird der Waagplein-Platz am Freitag Vormittag zur Bühne der traditionell gekleideten Käseträger, die seit 1593 eine eigene Gilde bilden.

Sie karren die in langen Reihen aufgeschichteten Käselaibe nach dem Glockensignal um Punkt 10 Uhr auf großen Holzbahren kreuz und quer über den Platz. Die Käufer testen und bieten. Der Markt in Alkmaar ist der einzige in den Niederlanden, der diese Verkaufstradition beibehalten hat.

Um den Käse dreht sich alles auf dem Kaasmarkt im niederländischen Alkmaar. Die Käseträger bilden in Holland seit 1593 eine eigene Gilde.

Foto: NBTC

7. Winterfeldplatz-Markt, Berlin

Bei Berlinern bekannt und beliebt, bei Touristen geht der Markt auf dem Winterfeldplatz im Ortsteil Schöneberg aber noch als kleiner Geheimtipp durch. Jeden Mittwoch und Samstag werden auf dem Wochenmarkt wunderschöne Blumen, Bio-Käse, Gemüse aus dem Umland und das ein oder andere selbstgenähte Teil verkauft. Wer am Samstag gegen 15 Uhr kommt, rund eine Stunde bevor der Markt schließt, bekommt häufig Sonderangebote – vor allem am Blumenstand. Besonders lecker ist auch das hier angebotene Baguette-Brot mit heißem Raclette-Käse.

Ein von Alexa (@lexitized) gepostetes Foto am

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8. Große Markthalle, Budapest

Paprika in allen Variationen, alles für die Küche, Kunsthandwerk, Textilien und Stände mit Gulasch: In der Großen Markthalle in Budapest findet man 200 Shops auf drei Stockwerken. Doch was beim Betreten der Halle als erstes beeindruckt, ist der prächtige Bau. Mit seinen wuchtigen Ecktürmen, den bunt glasierten Ziegeln und dem von Figuren geschmückten Eingang könnte die Große Markthalle fast für eine Basilika gehalten werden. Ein Tipp: Verpassen Sie nicht die Fischstände und Aquarien im Kellergeschoss.

Die Große Markthalle in Budapest ist allein schon architektonisch ein Blickfang. Wer mag, kostet hier ein typisch ungarisches Gulasch.

Foto: Ungarisches Tourismusamt

9. Fischmarkt, Hamburg

Immer sonntags kommt der Fisch ans Hafenbecken in Altona. Der Fischmarkt auf der Freifläche öffnet früh, im Sommer um 5 Uhr, im Winter um 7 Uhr. Es wird nicht nur Fisch verkauft. Beliebt sind die ebenso lautstark angepriesenen Obstkörbe. „Einen Hering leg' ich noch dazu“– das wortreiche Spektakel der Marktschreier lockt Touristen und Nachtschwärmer von der Reeperbahn. Wer zum Brunch in die Auktionshalle kommt, sollte vorab reservieren.

Beliebt bei Nachtschwärmern und Frühaufstehern: Der Fischmarkt in Hamburg liegt unweit der Reeperbahn und macht im Sommer schon um 5 Uhr morgens auf

Foto: Bodo Marks

10. Mercado de Vegueta, Las Palmas

Mit 90 Ständen ist der Mercado de Vegueta, der Markt der Altstadt von Las Palmas zwar vergleichsweise klein, doch eine schöne Abwechslung. Der gelb-graue Marktbau war bei seiner Errichtung Mitte des 19. Jahrhunderts der erste seiner Art auf den Kanarischen Inseln. Hier bekommt man besonders frischen Fisch, und von dem ein oder anderen Händler obendrauf noch Tipps für die richtige Zubereitung. Auch gibt es hier ein großes Angebot an exotischem Obst.

Der Mercado de Vegueta in Las Palmas ist kein Riese unter den europäischen Märkten, aber eine willkommene Abwechslung für Strandurlauber

Foto: Toni Hernández

11. Naschmarkt, Wien

Er gilt als eine der Top-Sehenswürdigkeiten Wiens: der Naschmarkt mit seinen rund 170 Verkaufsständen, Geschäften und Lokalen. Wie der Name schon andeutet, bieten die Händler vor allem Lebensmittel an, am Samstag kommen Bauernstände hinzu. Der Naschmarkt ist für sein multikulturelles Flair bekannt und in den vergangenen Jahren renoviert worden. Viele kleine Lokale servieren österreichische und internationale Küche. Ein Tipp: Im La Bottega Del Gusto soll es den besten Mozzarella geben, auch die Trüffelsalami wird gelobt.

Der Name sagt alles: Leckere Speisen finden Besucher auf dem Naschmarkt in Wien

Foto: WienTourismus/ Peter Rigaud

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