Masurische Seenplatte

Das ist nicht Polynesien, sondern Polnisch-nesien

Tausende Seen, tiefgrüne Wälder und viel Ruhe: Die Masurische Seenplatte in Polen ist ein wahres Paradies für Erholungsuchende – und dennoch vom Massentourismus bisher weitgehend verschont.

Von Robin Hartmann

Wer einen Ort sucht, an dem man Hektik und Alltag auf einen Schlag hinter sich lassen kann, sollte Polnisch-Nesien besuchen. Nein, nicht Polynesien, sondern Polnisch-Nesien, wie TRAVELBOOK die Masurische Seenplatte im Nordosten Polens aufgrund seiner zahllosen Seen und tiefgrünen Wälder getauft hat. Die Region ist ein wahres Paradies für Erholungsuchende, denn neben unberührter und wunderschöner Natur gibt es hier vor allem eines: Ruhe, und zwar das ganze Jahr über, selbst zur Hauptsaison.

Etwa 3000 Seen sowie unzählige kleine romantische Kanäle, dazu ursprüngliche Fluss- und Sumpflandschaften gibt es laut „Masuren Online“ in dem 46.000 Quadratkilometer großen Gebiet. 350 Vogelarten leben hier, dazu Tiere wie Elche, Wisente, Biber, Luchse und Wölfe, um nur einige zu nennen. Da viele der tausenden von Seen über Kanäle miteinander verbunden sind, hat sich in den Masuren besonders der Wassersport als Freizeitaktivität etabliert.

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Insel-Hopping auf Europäisch

So romantisch ist Polens wildes verstecktes Paradies

Foto: DPA/Picture-Alliance

Hunderte Segelboote durchqueren hier jeden Sommer die Gewässer und steuern verträumte kleine Dörfer an, die weiträumig über das riesige Gebiet der Masuren verstreut liegen – Insel-Hopping auf europäisch. Tatsächlich gibt es in den Gewässern auch zahlreiche kleine Eilande, auf denen man übernachten kann. Angler kommen in den klaren Seen voll auf ihre Kosten, genau so wie Schwimmer. Wer es entspannter mag, setzt sich auf ein Ausflugsschiff und staunt von Bord aus über die urtümliche Natur.

Ein perfekter Ausgangspunkt für einen Masuren-Urlaub ist der Ort Giżycko, zu Deutsch Lötzen genannt, mit 32.000 Einwohnern die größte Stadt an der Masurischen Seenplatte. Laut der Webseite „masuren.de“ ist er schon seit dem 19. Jahrhundert ein kleines verstecktes Urlaubsparadies und liegt zwischen dem Löwentinsee (Jezioro Niegocin) und dem Kissainsee (Jezioro Kisajno). Von hier aus kann man in zahlreiche Aktivitäten starten, und wen es nicht auf das Wasser zieht, dem sei eine Fahrradtour empfohlen.

FRische Pflaumen und hippe bars

Wassersport ist die Freizeitbeschäftigung Nummer Eins in den Masuren

Foto: DPA/Picture-Alliance

Die Straßen sind hier nur zum Teil asphaltiert, man holpert also gemütlich über Hügel und durch kleine Dörfer und pflückt sich zwischendurch am Wegesrand ein paar frische Pflaumen von einem Baum – der Rundweg um den See, beginnend in Giżycko, ist auch ohne große Beschilderung problemlos zu bewältigen. Zurück an der Hafenpromenade erwarten den Besucher dann zahlreiche Restaurants mit frischen Spezialitäten aus der Region, und im Sommer tobt hier ein beschauliches Nachtleben. Sehenswert ist besonders die von 1844-87 erbaute Feste Boyen, wo immer mal wieder Veranstaltungen stattfinden, sowie die Schwenkbrücke über dem Verbindungskanal – eins von nur noch zwei intakten Exemplaren in ganz Europa.

Weiter geht es nach Sztynort bzw. Steinort mit seinem Seglerhafen, in dem es für Reisende ebenfalls eine kleine Szene mit Bars und und Restaurants gibt.

In Mikołajki (Nikolaiken) mit seinen nur 4000 Einwohnern warten wieder See, aber auch der Tropikana Wasserpark im Hotel Gołębiewski auf Besucher. Wohl jeder hier kennt die Legende vom „Stintehengst“, einem Fischkönig, der hier früher die Boote der Fischer zum Kentern gebracht haben soll. Einer von ihnen schmiedete darauf ein eisernes Netz, fing den Stintehengst und kettete ihn an einen Brückenpfeiler – unter der Brücke des Talty-Sees erinnert noch heute eine Skulptur an die Stadtlegende.

Urlaub für die Seele – zu Wasser und zu Land

Abendstimmung im Paradies: Die Masuren sind vom Massentourismus bislang noch fast vollständig verschont geblieben

Foto: DPA/Picture-Alliance

In Mrągowo (Sensburg) tobt jedes Jahr in den letzten Juli-Tagen das pralle Leben, wenn tausende Fans hier zum „Mrągowo-Country-Picknick“ zusammenkommen – Stars der Countrymusik spielen dann  an einem Amphi-Theater am See, und im Nachbardorf Czerwanken (Czerwonki) finden zu dieser Zeit regelmäßig Jazzkonzerte und Jam-Sessions statt.

Wer sich nicht zwischen einem Urlaub zu Wasser oder zu Land entscheiden möchte, kann sich auch einfach ein Hausboot mieten und so das beste beider Elemente verbinden. Laut „Masuren Online“ braucht man dafür nicht einmal einen Bootsführerschein. Ebenfalls erwähnenswert: Die Preise in Polen sind für deutsche Urlauber immer noch sehr erschwinglich. Zudem ist die Region trotz ihrer Schönheit und relativen Nähe zu Deutschland immer noch vom Massentourismus weitgehend verschont – und während andere noch im Flieger in den Sommerurlaub sitzen, genießen Sie schon Ihre Ferien in Polens verstecktem Paradies.

-Mitarbeit: Luiza Skrzypczynska

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