Alle Attraktionen laufen ohne Strom

Der verwunschene Vergnügungspark, den ein Mann allein erbaute

Wer heutzutage einen Freizeitpark besucht, ist an High-End-Technik und ausgereifte digitale Effekte gewöhnt. Dass Fahrgeschäfte aber auch ohne viel Schnickschnack und Geschwindigkeitsrekorde enorm viel Spaß machen können, beweist die Osteria ai Pioppi in den Wäldern von Treviso in der italienischen Region Venetien. Die Attraktionen des kleinen Vergnügungsparks funktionieren ohne Elektronik – und gebaut hat sie ein Mann ganz alleine.

Angelika Pickard Von Angelika Pickardt

Solche und weitere geniale Deals & Storys gibt's hier, im kostenlosen TRAVELBOOK-Newsletter!

Eigentlich ist dieser wundersame Ort bei Treviso kein richtiger Vergnügungspark, jedenfalls war er nicht als solcher geplant. Vielmehr handelt es sich um einen Spielplatz, der einer Gaststätte angeschlossen ist, der Osteria dei Pioppi. Als die Osteria im Jahr 1969 eröffnete, baute ihr Eigentümer Bruno Ferrin ein paar kleine Spielgeräte für die Kinder, die mit ihren Eltern zum Essen kamen.

Bruno Ferrin in den 1970er Jahren auf einem seiner ersten selbst gebauten Spielgeräte

Foto: Bruno Ferrin/Osteria ai Pioppi

Mehr als 40 Fahrgeschäfte ohne Motor

Inzwischen sind fast 50 Jahre vergangen, und aus dem kleinen Spielplatz ist ein Freizeitpark mit mehr als 40 Fahrgeschäften geworden, die Bruno Ferrin allesamt selbst erschaffen hat. Und fast jedes Jahr kommt eine neue dazu, wie der inzwischen 80-Jährige im Gespräch mit TRAVELBOOK verrät. „Die Idee zu den Fahrgeschäften bekomme ich, in dem ich eine Bewegung beobachte, die es in der Natur schon gibt, zum Beispiel ein Blatt, das herunterfällt oder ein Baumstamm, der rollt.“

Diese Riesenrutsche mit drei Bahnen ist nur eine von mehr als 40 Attraktionen in der Osteria ai Pioppi

Foto: Burno Ferrin/Osteria ai Pioppi

Auch interessant: Die 14 schönsten deutschen Freizeitparks für den Sommer

Ist eine neues Gerät fertiggestellt, wird es von einem Ingenieur abgenommen, bevor es in Betrieb gehen. „Alle Fahrgeschäfte werden per Hand betrieben und brauchen keinen Strom“, sagt Bruno. Nur eine Ausnahme gibt es, das so genannte „Pendolo“, eine Art Achterbahn, bei der die Wagen auf der Bahn hin- und herschwingen. „Hier dient der elektrische Motor nur dazu, den schweren Wagen nach oben zu ziehen, denn die Besucher würden es nicht schaffen, ihn selbst nach oben zu schieben.“

Eintritt ist für Restaurantgäste kostenlos

Etwa 30.000 Menschen besuchen die Osteria ai Pioppi jedes Jahr. „Es kommen Familien mit Kindern, junge Männer mit ihren Freundinnen, aber auch Gruppen von Erwachsenen und sogar ältere Leute“, erklärt Bruno. Wer im Restaurant isst, darf die Fahrgeschäfte kostenlos nutzen. Um das Essen kümmert sich seine Frau Marisa, es gibt Spezialitäten aus dem Veneto wie gegrilltes Fleisch, Käse aus der Pfanne oder Stockfisch.

Auch interessant: Wo man durch das größte Labyrinth der Welt irren kann

Sein neuestes Werk namens „Katapult“ hat Bruno fast fertig gestellt, es soll noch in diesem Jahr an den Start gehen. Und er hat noch lange nicht vor, sich in den Ruhestand zu verabschieden. „Ich habe ständig Ideen für weitere Fahrgeschäfte im Kopf. Wenn das Katapult fertig ist, werde ich bestimmt neue Rutschen oder Achterbahnen bauen.“

Osteria ai Pioppi, Via VIII Armata, 76, Nervesa della battaglia (TV). Geöffnet jeden Samstag und Sonntag zwischen März und Anfang November, im August täglich geöffnet.

👻 Wir sind auch bei Snapchat, Username: travelbook

Die garantiert günstigsten Urlaubsangebote im Netz – jetzt gratis bei TRAVELBOOK Escapes anmelden!

Reise planen

  1. Hotel
  2. Mietwagen
  3. Bahn
  • Hotelsuche
    powered by
    Hotel-Suche
    Reisetermin
    Formular absenden
  • Suche Mietwagen
    powered by
    Mietwagen-Suche
    Abholort
    Rückgabeort
    Abholdatum
    Rückgabedatum
    Formular absenden Weitere Optionen
  • Suche Bahn
    powered by
    Bahn-Suche
    Von
    Nach
    Hinfahrt
    Rückfahrt
    Formular absenden Weitere Optionen