Polizei greift durch – Urlaubern droht bis zu 3000 Euro Strafe

Wie das Suff-Verbot auf Mallorca durchgesetzt wird

Die Polizei auf Mallorca geht seit ein paar Wochen rigoros gegen Sauftouristen vor. Wer bei exzessivem Trinken erwischt wird, riskiert Strafen bis zu 3000 Euro. TRAVELBOOK erklärt, wie die Polizei das Verbot jetzt umsetzt – und damit richtig Geld macht.

Mallorca kämpft um sein Image – und greift seit einigen Wochen deshalb rigoros gegen exzessiven Alkoholkonsum auf den Straßen und an den Stränden der Insel durch. Wer fortan betrunken und eventuell sogar auffällig wird, riskiert ein saftiges Bußgeld in Höhe von bis zu 3000 Euro. Juan Carlos Palos, Pressesprecher des Rathauses von Palma de Mallorca, erklärt für TRAVELBOOK  die neue Anti-Alkohol-Strategie.

„Bestraft werden kann jeder, der im öffentlichen Raum exzessiv trinkt und sich schlimmstenfalls deshalb in störender Art und Weise benimmt. Damit wollen wir einen respektvollen Umgang der Menschen miteinander erreichen.“ Es solle Einheimischen wie auch Touristen möglich sein, in friedlicher Ko-Existenz auf der Insel miteinander zu leben. „Wir wollen Mallorca als Reiseziel für alle schützen.“ Sauftouristen beschädigen das Image der Insel nachhaltig, weshalb nun konsequent dagegen vorgegangen wird.

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„Viele trinken ja hier leider, bis der Arzt kommt“

Das Verbot gilt deshalb auch nicht nur für Urlauber, sondern auch für eventuell betrunkene Inselbewohner, und das in allen öffentlichen Zonen von Palma de Mallorca – andere Gemeinden wie S'Arenal bestätigten auf Anfrage von TRAVELBOOK, dass sie momentan noch dabei seien, es umzusetzen. „Hier geht es nicht um ein Bier, sondern wirklich um übermäßigen Konsum“, erklärt Juan Carlos Palos. „Viele trinken ja hier leider, bis der Arzt kommt.“ An die 100 Strafzettel habe man schon ausgestellt, so der Rathaus-Sprecher weiter, und damit an die 200.000 Euro an Bußgeldern ausgesprochen. „In den Bars bleibt der Alkoholkonsum aber weiter straflos“, sagt Palos.

So funktioniert das Verfahren

Greift die Polizei jemanden auf, nimmt sie seine persönlichen Daten auf – anschließend gibt es für den Betroffenen Post nach Hause. Ob diese dann wirklich die vorgesehen Geldbußen zwischen 1500 und 3000 Euro zahlen müssten, ist indes noch nicht eindeutig geklärt. Nach Angaben der Behörden hänge das von der Entwicklung der jeweiligen Sanktionsverfahren und auch von möglichen Widersprüchen der Betroffenen ab.

Und bei Ausländern kommt noch die Frage, inwieweit der Bußgeldbescheid auch wirklich vollstreckt wird. Da verhält es sich wie mit Knöllchen, die man im Ausland bekommt. Wer nicht zahlt, kann unter Umständen darauf hoffen, dass keiner mehr danach fragt. Verlassen sollte man sich jedoch nicht darauf.

Letztlich dient die Maßnahme auch dazu, zu zeigen, dass die Behörden tatsächlich durchgreifen und man zumindest theoretisch mit Konsequenzen rechnen muss, die über eine Ermahnung hinausgehen.

»Am Ende wird es allen gut tun

Es ist ein weiterer Schritt in einem scheinbar ewig währenden Kampf – erst im Februar hatte das Verwaltungsgericht der Balearen laut BILD einen Strafenkatalog mit insgesamt 113 Maßnahmen gekippt, darunter auch ein Alkoholverbot, das bis dahin seit Mai 2014 Gültigkeit gehabt hatte.

Juan Carlos Palos ist sich im Klaren darüber, dass die neue Maßnahme nur ein Anfang sein kann. „Wir werden das Problem sicher nicht an einem Tag lösen, und bestimmt auch nicht in nur einem Jahr. Aber am Ende wird es allen gut tun.“

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