Schluss mit Schloss auf der Pont des Arts

Paris knackt eine Million Liebesschlösser

Am Montag wurde damit begonnen, die Stadt der Liebe von einer Million Liebesschlösser zu befreien – aus Sorge, die berühmte Pariser Brücke Pont des Arts könnte unter den mittlerweile 45 Tonnen zusammenbrechen.

Pont des Arts, die Brücke der Liebe – das war einmal. Jahrelang befestigten turtelnde Pärchen am Geländer der Pariser Brücke ein Vorhängeschloss als Zeichen ihrer Verbundenheit. Den Schlüssel warfen sie anschließend in die Seine. Doch mit der Zeit ächzte die Brücke unter der von so viel vergegenständlichter Liebe. Nachdem im Juni vergangenen Jahres schon ein Teil des Geländers zusammengebrochen war, sagte die Stadt den Schlössern den Kampf an. Zu groß ist die Gefahr für Einheimische und Touristen.

Auf der Fußgängerbrücke Pont des Arts besiegelten Verliebte bislang ihre Liebe mit einem Vorhängeschloss

Foto: Getty Images

Mit einer Selfie-Aktion wollte man die Paare weg von der Brücke locken, rein ins Internet. Statt weiteres Metall aufzuhängen, sollten sie ihre Fotos auf der Plattform „Love without locks“ (Liebe ohne Schlösser) posten. Seit Beginn der Aktion im August 2014 bis heute kamen dort gerade mal etwas mehr als 600 Fotos zusammen – nichts im Vergleich zu den etwa 1 Million  Schlössern, die im Laufe der Jahre auf der Pont des Arts angebracht wurden und nun entsorgt werden.

Mit einer Kampagne versuchte Paris, Liebespaare dazu zu bringen, Selfies von sich zu machen, statt Schlösser anzubringen

Foto: Getty Images

Nur wenige Turteltäubchen machten bei der Selfie-Aktion mit und fotografierten sich vor den fast eine Million Schlössern

Foto: Getty Images

Doch anstatt jedes einzelne Schloss abzuknipsen, wird das komplette Geländer Schritt für Schritt entfernt. Bis zum 8. Juni bleibt die Brücke deshalb geschlossen. Danach werden an der Stelle Kunstwerke ausgestellt, bis im Herbst schließlich Plexiglasscheiben auf der Brücke angebracht werden – mit einer glatten Oberfläche, an der man keine Schlösser aufhängen kann. Das schreibt der Pariser Vize-Bürgermeister Bruno Julliard auf Twitter.

In den sozialen Netzwerken bedauern viele die Entscheidung, manche begrüßen sie jedoch auch, weil die Brücke nun sozusagen entlastet sei. Was nun mit den Schlössern passiert, ist noch nicht ganz klar. Auch die Möglichkeit, sie zu einzuschmelzen und daraus ein Kunstwerk zu kreieren, wurde in den Raum gestellt, heißt es auf der Seite des französischen Senders RTL.

Fotos wie diese von bunten Schlössern auf der Pont des Arts gehören nun der Vergangenheit an

Foto: Getty Images

Doch eine Frage bleibt: Wie will die Stadt verhindern, dass sich das Liebesspektakel an anderer Stelle wiederholt, und Turteltäubchen Schlösser an einer der vielen weiteren Seine-Brücken anbringen? Die Antwort ist: Es gibt keine – noch nicht. Wie die französische Tourismuszentrale „Atout France“ auf Anfrage von TRAVELBOOK erklärt, überlege die Stadt noch, wie sich das Problem in Zukunft vermeiden lasse. Ein Vorschlag soll in den kommenden Tagen bekanntgegeben werden.

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