Rockall, Foula, Hans Island, ...

10 Inseln im Atlantik, die fast niemand kennt

Haben Sie schon mal von Hans Island gehört? Oder von St. Kilda? Diese und noch viele weitere unbekannte Inseln liegen im Atlantischen Ozean – und sind mal Schauplatz eines düsteren Geheimisses, mal Heimat einer riesigen Seevogelkolonie, mal schlicht geologische Launen der Natur. TRAVELBOOK zeigt zehn unbekannte Atlantik-Inseln.

Na klar, Teneriffa oder Gran Canaria kennt jedes Kind. Etwa schwieriger wird es schon bei São Miguel und Terceira – aber dennoch hätten Sie wahrscheinlich gewusst, dass diese beiden Inseln zu den Azoren gehören, oder? Doch haben Sie auch schon einmal etwas von der Bouvet-Insel gehört? Von St. Kilda? Oder von den Sankt-Peter-und-Sankt-Pauls-Felsen?

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Hans Island

Nutzlos, aber dennoch streiten sich Kanada und Dänemark um Hans Island.

Bildquelle: Wikimedia/Toubletap ( CC BY-SA 3.0)

Dieser unbewohnte und vegetationslose Felsen ist seit Jahren Zankapfel zwischen den Regierungen von Dänemark und Kanada – beide Länder beanspruchen Hans Island für sich. Selbst im Internet wird heftig über die Zugehörigkeit und Besitzansprüche gestritten, 2006 versuchte sogar ein Student, sich zum Prinzen von Hans Island auszurufen und hier den Staat Tartupaluk zu gründen. Höhepunkt des Streits: Wann immer Delegierte aus Dänemark oder Kanada auf Hans Island landen, hinterlassen sie eine Flasche Alkohol – die Dänen Schnaps und die Kanadier Whiskey.

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Flannan Isles

Spektakulärer Ausblick von einer Anhöhe auf den Flannan Isles

Bildquelle: Wikimedia Commons/Chris Downer (CC BY-SA 2.0)

Eine Gruppe aus sieben kleinen Inseln, die vor der schottischen Küste liegen. Berühmtheit erlangten die heute unbewohnten Inseln durch einen Fall, der bis heute Kriminalisten wie Mystery-Fans beschäftigt: 1900 verschwanden hier gleich drei Leuchtturmwärter unter ungeklärten Umständen spurlos – die Band Genesis widmete der Geschichte sogar den Song „The Mystery of Flannan Isle Lighthouse“, die Oper „The Lighthouse“ des britischen Komponisten Peter Maxwell Davis basiert ebenfalls auf dem Stoff. 

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Lítla Dímun

Lítla Dímun gehört zu den Färöer-Inseln

Bildquelle: Wikimedia Commons/Eric Christensen (CC-BY-SA-3.0)

Die kleinste der Färöer-Inseln ist extrem schwer zugänglich und wird nur von Schafen bewohnt. Die Färinger lassen ihre Tiere hier abseits jeglicher Gefahr weiden und sammeln sie dann im Herbst wieder ein, um sie zu scheren oder zu schlachten. Nur bei perfekten Wetterbedingungen ist es jedoch möglich, überhaupt auf der Insel anzulanden. Bilder zeigen sie oft verhangen von einer kreisrunden Wolke, die wie eine Mütze über der Insel zu schweben scheint. Laut der Tourismuswebseite „Visit Suduroy“ (Suduroy ist eine der Färöer-Inseln) sind für besonders abenteuerlustige Touristen zweimal im Jahr Besuche von Lítla Dímun möglich, die Kosten sind mit 1500 Dänischen Kronen (rund 200 Euro) aber recht stattlich.

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Jan Mayen

Der Vulkan Beerenberg ist das Wahrzeichen der Insel Jan Mayen

Foto: Getty Images

Zwischen Island und Grönland liegt die Insel Jan Mayen, deren markantes Wahrzeichen der mehr als 2200 Meter hohe Vulkan Beerenberg ist. Sie wurde vermutlich bereits 1614 entdeckt und dann als Basis für Schiffe genutzt, die in der Gegend auf Walfang gingen. Seit 1930 gehört Jan Mayen, benannt nach einem niederländischen Kapitän, zu Norwegen. Laut „Spiegel“ ist der Vulkan immer noch aktiv und brach zum letzten Mal 1985 aus. Die einzigen Bewohner der Insel sind 18 Mitarbeiter einer Wetterstation, das Personal wechselt alle sechs Monate.

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Sankt-Peter-und-Sankt-Pauls-Felsen

Die Sankt-Peter-und-Sankt-Paul-Felsen liegen mitten im Atlantik und verdanken ihren Namen zwei portugiesischen Schiffen

Bildquelle: Wikimedia Commons/ohn.vergari/CC BY 2.0

Eigentlich nur eine Gruppe von Steinen mitten im Atlantik, die vulkanischen Ursprungs und etwa 950 Kilometer von der brasilianischen Küste entfernt sind. Ihren Namen, auf Portugiesisch: Arquipélago de São Pedro e São Paulo, verdankt die Inselgruppe zwei portugiesischen Karavellen. Die São Pedro entdeckte die Inseln demnach 1511 und sank dabei, die São Paulo kam ihr zur Retttung. Die Inselguppe ist sowohl von geologischem Interesse als auch relevant für den Fischfang, diverse brasilianische Ministerien beteiligen sich deshalb heute an Forschungsprojekten, die auf den Sankt-Peter-und-Sankt-Pauls-Felsen abgehalten werden. 

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Rockall

Niht mehr als ein Fels in der Brandung: Rockall wird ausschließlich von Seevögeln bewohnt

Bildquelle: Wikimedia Commons/Andy Strangeway/CC BY-SA 2.0

Nichts weiter als ein karger Felsen vor der englischen Küste, aber technisch gesehen der westlichste Punkt des Vereinigten Königreichs. 1955 beanspruchten britische Matrosen den Fels als Teil des Empires. Im Mai 1985 erlangte die Insel kurrzeitige Berühmtheit, als der ehemalige Fallschirmjäger Tom McClean sich hier für einen Zeitraum von 40 Tagen „häuslich“ einrichtete – in einem 1,70 x 1,20 Meter großen Wohncontainer. Sonst leben aber hier nur Seevögel. 

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Bouvet-Insel

2500 Kilometer südwestlich von der Küste Kapstadts entfernt liegt dieses fast vollständig von Gletschern bedeckte Eiland. Außer Robben und Seevögeln ist Bouvet unbewohnt, laut „Insel-Lexikon“ beträgt die Jahresdurchschnittstemperatur auch nur minus 1,5 Grad Celsius. Nach ihrer ersten Entdeckung durch den französischen Seemann Charles Bouvet de Lozier (das Jahr ist strittig) dauerte es noch einige Zeit, bis die genaue Lage der Insel kartographiert werden konnte. Erst im Besitz von Großbritannien, gehört Bouvet seit 1930 zu Norwegen.

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Porto santo

Porto Santo ist die „kleine Schwester“ von Madeira

Foto: Getty Images

Dieses kleine Juwel ist die Nachbarinsel von Madeira und bietet unter anderem einen 9 Kilometer langen Sandstrand. Mit dem Flugzeug nur 20 Minuten, mit der Fähre zwei bis drei Stunden von der großen Schwester entfernt, eignet sich Porto Santo perfekt für einen Tagesausflug. Auf der Insel hat auch Christoph Kolumbus einige Jahre gelebt haben, er war mit der Tochter des Inselgouverneurs verheiratet. Das Haus, in dem der Seefahrer gewohnt haben soll, ist heute ein Museum.

Foula

Insel-Idylle auf Foula

Foto: Getty Images

Nur etwa 30 Menschen leben hier auf der „Vogelinsel“, wie Foula aus der Wikingersprache übersetzt heißt. Sie ist Teil der zu England gehörenden Shetland-Inseln, wo schon vor 3000 Jahren Menschen lebten. Foula besticht durch seine spektakulären Klippen und seine fünf „Berge“, laut der Tourismusseite „Shetland“ sorgen hier im Sommer unzählige Wildblumen für ein beeindruckendes Farbenspiel.

Der Name Vogelinsel kommt übrigens nicht von ungefähr: Auf Foula gibt es die weltweit größte Kolonie Großer Raubmöwen. Eine weitere Besonderheit ist, dass die Menschen auf Foula auch heute noch nach dem Julianischen Kalender leben – Weihnachten fällt hier auf den 6. Januar, Neujahr dementsprechend auf den 13. 

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St. Kilda

Blick auf die Bucht von Hirta, die größte Insel des St.-Kilda-Archipels

Foto: Getty Images

Diese zu Schottland gehörende kleine Inselgruppe ist vulkanischen Ursprungs und bis auf die Hauptinsel Hirta unbewohnt. Dabei lebten hier bereits vor etwa 6000 Jahren Menschen, deren Nachfahren aber von 1852 bis 1930 in verschiedenen Wellen alle die Inseln verließen.

Obwohl nicht permanent bewohnt, ist laut der Webseite „St. Kilda“ dennoch immer jemand auf der Hauptinsel Hirta: Forscher, ein Team des National Trust for Scotland, der sich für die Bewahrung des Natur- und Kulturerbees Schottlands einsetzt, und Mitarbeiter auf dem fast nur noch zivil genutzten Militärstützpunkt. Interessierte können die Insel übrigens besuchen. 

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