Urlaub bei unserem EM-Gegner

Die 7 schönsten Orte an der Ostseeküste in Polen

Es gibt viele Gründe für einen Urlaub an der polnischen Ostseeküste: Nicht nur ist es dort mindestens so schön wie auf der deutschen Seite – die Preise für Essen und Hotel sind weitaus niedriger als bei uns. TRAVELBOOK hat einige der schönsten Orte herausgepickt und stellt sie vor.

Von Maike Grunwald

Mehr als 500 Kilometer traumhafte Sandstrände säumen die Ostseeküste Polens. Fischerdörfer und altehrwürdige Seebäder laden zum Schlemmen, Baden, Entspannen und Wassersport ein. Und im Vergleich zur deutschen Ostseeküste sind die Preise nach wie vor niedrig.

Wie Perlen an einer Schnur reihen sich die Badeorte an der polnischen Ostseeküste auf

Foto: Getty Images / Collage Travelbook

Im Zuge der Fußball-Europameisterschaft 2012 wurde in ganz Polen die touristische Infrastruktur modernisiert, und in jüngster Zeit  sind zusätzlich vor allem an den attraktiven Küstenorten Straßen und Radwege ausgebaut worden. Trotzdem ist die Küste unseres Nachbarlandes vielerorts noch immer ein Geheimtipp. TRAVELBOOK stellt sieben Highlights vor.

1. Świnoujście (Swinemünde)

Nur eine Stunde Strandspaziergang von Ahlbeck auf dem deutschen Teil von Usedom entfernt liegt das älteste Seebad der Insel: Świnoujście (Swinemünde), das dieses Jahr seinen 250. Geburtstag feierte. Als „Kaiserbad” berühmt wurde es durch die Besuche von Wilhelm II. ab 1882. Die Stadt liegt zusammen mit den drei anderen Kaiserbädern Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck an der längsten Strandpromenade Europas.

Strandidylle im Kaiserbad Świnoujście (Swinemünde) auf der Insel Usedom

Foto: Getty Images

Die Innenstadt und das Kurviertel von Swinemünde mit seinen historischen Villen im Stil der Seebäderarchitektur liegen auf Usedom, der Fährhafen dann schon auf der Halbinsel Wolin. Kostenlose Fähren verbinden die Stadtteile. Highlights sind – neben dem Strand – der mit 68 Metern höchste Leuchtturm an der Ostseeküste, die Festung „Fort Gerharda” aus dem 19. Jahrhundert und die Mole, die abends traumhafte Blicke auf den Sonnenuntergang bietet.

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2. Międzyzdroje (Misdroy)

Das schon zu deutscher Zeit beliebte Seebad bietet heute alles, was die quirligen Ferienorte der polnischen Küste gerade für Familien so attraktiv macht: schöne feinsandige Strände sowie eine zwei Kilometer lange Strandpromenade mit Mole, bunten Ständen, diversen Snackbuden und Fischrestaurants mit fangfrischen Leckereien (Hinweis: die Preisangaben beziehen sich meist nicht auf ein Gericht, sondern auf das Gewicht des Fischs) – alles lebendig, manchmal fröhlich-laut und vergleichsweise günstig. Ein kleines Stückchen von der neu verlängerten Seebrücke und der Promenade entfernt wird es dann deutlich ruhiger am Strand.

Ideal für Familien und Naturromantiker: Międzyzdroje (Misdroy) am Nationalpark der Halbinsel Wolin

Foto: Polnisches Fremdenverkehrsamt

Naturidylle pur bietet der Wolliner Nationalpark mit dem Wisentpark Międzyzdroje im duftenden Wald östlich des Badeortes, den lange, schöne Wanderwege durchziehen. Die Schauanlage mit grasenden Wisenten, Wildschweinen und Rotwild ist nicht nur für Kinder ein lohnendes Ziel. Wichtig für den Fortbestand der seltenen Tiere ist die Wisent-Zuchtstation, die für Besucher allerdings nicht zugänglich ist. Dafür informiert ein Naturkundemuseum über die reiche Tier- und Pflanzenwelt und zeigt Ausstellungen von Naturfotografie und -malerei.

3. Kołobrzeg (Kolberg)

Zu den größten und bekanntesten Badeorten gehört Kołobrzeg (Kolberg), die Kreisstadt der Region. Im Jahr 2007 feierte die Stadt an der Mündung der Parseta ihren 750. Gründungstag. Die Strandpromenade ist gesäumt von bunten Ständen, an denen Bernstein und andere Souvenirs feilgeboten werden. Deutsche Heimwehtouristen, Kurgäste und junge Familien schlendern durch die hübsche Altstadt. Man sieht nicht, dass diese im Krieg fast vollständig zerstört wurde: Die Gebäude wurden gekonnt originalgetreu wieder aufgebaut.

Kolberg ist bei Kurgästen und Aktivsportlern beliebt

Foto: Polnisches Fremdenverkehrsamt

Dank seiner natürlichen Solequellen, der Seeluft und den Heilmooren ist Kolberg schon seit dem 19. Jahrhundert ein beliebter Kurort, der ganzjährig belebt ist. Eine kleine Radtour von der zentralen Promenade entfernt finden Ruhesuchende dann wieder menschenleere weite Strände.

4. Łeba (Leba)

Naturromantiker lieben den Badeort am 500 Hektar großen, eindrucksvollen Słowiński-Nationalpark (Słowiński Park Narodowy), einem Unesco-Biosphärenreservat. Berühmt sind seine bis zu 42 Meter hohen Wanderdünen, die mit einer Geschwindigkeit von bis zu zehn Metern pro Jahr vom Wind verschoben werden. Die größte Düne ist die Lontzkedüne (Łącka Góra). Man erreicht sie per Schiff, zu Fuß oder per Rad.

Spektakulär: die Dünenlandschaft des Słowiński-Nationalparks beim Badeort Leba

Foto: Polnisches Fremdenverkehrsamt

Einzigartig sind auch die flachen Küstenseen, ehemalige Meerwasserbuchten, die von der Ostsee abgeschnitten wurden. Der Strand am Badeort Łeba ist feinsandig und ideal für Kinder. Für Familien ist Polen, das zu Recht als besonders kinderfreundlich gilt, ohnehin ein gutes Reiseland.

5. Hel (Hela)

Die rund 35 Kilometer lange, teilweise nur 200 Meter schmale Halbinsel Hel vor der Danziger Bucht ist als Paradies für Wasser- und Trendsportler bekannt. Dank der speziellen Windverhältnisse gilt es als eines der besten Kitesurfer-Reviere Europas. Schiffswracks vor der Insel sind beliebte Ziele für Taucher. Herrliche Sandstrände mit Dünen säumen die lange, dünne Landzunge.

Blick auf die Halbinsel Hel

Foto: dpa Picture-Alliance

Vor dem Badeort Hel an der Spitze der gleichnamigen Halbinsel liegen weitere Badeorte. Darunter auch der kleine Ort Chałupy (Ceynowa) , der bei FKK-Anhängern beliebt ist. Eine Besonderheit, denn normalerweise gilt: „Oben ohne” oder gar nackt baden ist im katholischen Polen nicht akzeptabel.

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6. Sopot (Zoppot)

Wenn im Juli und August ganz Polen geschlossen Sommerferien hat, verwandelt sich der altehrwürdige Badeort in die „Sommer-Hauptstadt Polens“. Aber auch beim internationalen Publikum ist die bekannte, trubelige Party-Hochburg beliebt: In den zahlreichen Restaurants, kreativ eingerichteten Cafés, Jazz-Clubs, Musikkneipen und Diskotheken machen junge Urlauber aus aller Welt die Nacht zum Tag.

Das alte Seebad Sopot (Zoppot) bietet neben schönen Stränden auch jede Menge Nightlife

Foto: Polnisches Fremdenverkehrsamt

Wem die feinen Sandstrände zu voll sind, weicht an die Strände von Gdansk (Danzig) oder Gdynia (Gdingen) aus, mit denen Sopot die so genannte „Trójmiasto“ („Dreistadt”) bildet: Mit dem Fahrrad erreicht man sie bequem über die gepflegten Radwege entlang der Promenade und der Küste. Oder er kommt im September: Das Wasser in der Danziger Bucht hält die Sommerwärme lang genug, um auch dann noch baden zu gehen. Ein Spaziergang in die stillen Seitenstraßen bietet Blicke auf schöne alte Villen.

Geheimtipp: Eine Insider-„3CityTour“ durch die Highlights der „Dreistadt“ Gdingen-Zoppot-Danzig mit dem deutschsprachigen Danziger Fremdenführer Andreas Kasperski, auf Wunsch auch auf bayrisch.

7. Gdansk (Danzig)

Die Innenstadt der berühmten Königsstadt Danzig liegt streng genommen nicht an der Ostsee, sondern am Fluss Motlau. Doch die traditionsreiche Hafen- und Hansestadt ist stetig gewachsen und umfasst heute auch ehemalige eigene kleine Badeorte mit Ostseestränden. Mit dem Leihrad lassen sich dank der gut ausgebauten Radwege vom Zentrum leicht erreichen – die Studentenstadt gilt als „Fahrradstadt Polens”.

Die historische Hafenstadt Danzig ist berühmt für ihre Schönheit und bietet alle Attraktionen einer lebendigen Studentenstadt 

Foto: Getty Images

Die malerische Innenstadt, die gleich nach ihrer starken Zerstörung im zweiten Weltkrieg aufwändig im vorherigen Stil wieder aufgebaut wurde, bietet alle Attraktionen einer schönen Studentenstadt mit vielen Restaurants und Kneipen. Patrizierhäuser mit prächtigen Fassaden säumen die ul. Długa (Langgasse). Auf dem romantischen Długi Targ (Langen Markt) finden im Sommer Open-Air-Feste statt.

Eine besonders schöne Gasse ist die berühmte ul. Mariacka (Frauengasse), die von zahlreichen Bernstein-Boutiquen mit zertifiziertem Schmuck gesäumt ist. Wie überall an der Bernsteinküste gibt es auch hier das „Gold der Ostsee” zu überraschend günstigen Preisen. Sehenswert sind auch das Danziger Bernsteinmuseum und das nagelneue Solidarność-Museum auf dem Original-Werftgelände, die Wiege der Freiheitsbewegung.

(mgr)

Die Teilnahme an der Reise wurde unterstützt vom Polnischen Fremdenverkehrsverein und DNV Touristik. Unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabhängigkeit finden Sie unter www.axelspringer.de/unabhaengigkeit.

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