Portugals magische Hauptstadt

Die besten Tipps für 3 Tage in Lissabon

Kaum eine andere europäische Metropole fasziniert so wie Lissabon. TRAVELBOOK nimmt Sie mit in eine Stadt voller Lebensfreude, langer Nächte und legendärer Süßigkeiten – und zeigt, wie man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Portugals Hauptstadt in nur drei Tagen entdecken kann.

Von Robin Hartmann

Eigentlich scheint es zunächst kaum nachzuvollziehbar, wie sich der Fado, dieser oft sehr traurige portugiesische Musikstil, in einer Stadt wie Lissabon überhaupt entwickeln konnte – denn vieles in der Metropole steht für das genaue Gegenteil von Melancholie.

Gerade bei den Attraktionen gibt es in Lissabon dermaßen viele zu sehen, dass einem als Tourist am Ende eines langen Sightseeing-Tages garantiert der Kopf schwirrt, aber auf eine sehr angenehme Weise. Zwar bietet die Stadt am Fluss Tejo (z. Dt. Tajo) genug für einen längeren Besuch, doch immer mehr nutzen die günstigen Flüge innerhalb Europas für einen Kurztrip. TRAVELBOOK verrät, wie man die wichtigsten Spots in Lissabon in nur drei Tagen entdecken kann.

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Tag 1

Baixa de Lisboa: Modern trifft historisch

Der Rossio ist einer von Lissabons zentralen Plätzen

Foto: Getty Images

Einen Citytrip durch Lissabon beginnt man am besten in Baixa, auch Baixa Pombalina genannt, dem wohl kontrastreichsten Viertel der portugiesischen Hauptstadt. Es verbindet wie kaum ein anderes historische Orte mit modernem Leben. Ein guter Ausgangspunkt für eine Erkundungstour ist der Rossio bzw. Praça de Dom Pedro IV, wo sich Sehenswürdigkeiten wie der alte Bahnhof Terminal do Rossio befinden – von hier aus gelangt man auch in das nahe gelegene Sintra. Nicht zuletzt zieht der Platz aber auch wegen seiner zahlreichen Cafés und Bars Besucher an, denn hier bekommt man zu jeder Zeit einen schönen Espresso zu Preisen um die 70 Cent, sowie den für Lissabon typischen Likör Ginjinha, der aus Sauerkirschen hergestellt wird. 

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Über die schicke Rua Augusta mit ihren Läden und Restaurants gelangt man schließlich schlendernd, aber schnurgerade zum Praça do Comércio, der von einem monumentalen u-förmigen Gebäude eingerahmt ist und direkt auf den Tejo-Fluss hinläuft – an der Promenade ist ein guter Platz für eine erste Verschnaufpause, auch, weil man hier oft Straßenmusikern lauschen oder Künstlern zusehen kann. Wer möchte, schaut sich den Platz von oben an, nämlich vom Triumphbogen Arco da Rua Augusta aus, der seit 1873 über den Platz „wacht“. Skurril: In dem Turm befindet sich wegen des starken Besucherandrangs eine Art Ampelsystem, das den „Verkehr“ von auf- und hinabsteigenden Touristen regelt.

Alfama – ein buntes Gewirr aus Gassen

Das Castelo de São Jorge thront über Lissabon und belohnt Besucher unter anderem mit diesem Ausblick

Foto: Getty Images

Wem jetzt nach etwas zu Essen isst, der wird in Lissabons berühmter Markthalle Mercado da Ribeira garantiert fündig. Danach hat man dann auch wieder Energie, die Alfama zu erkunden, ein wunderbares Gewirr aus engen kleinen Gassen – und vielleicht Lissabons authentischste Nachbarschaft. Zahlreiche Miradouros, also Aussichtspunkte, laden hier zum Verweilen ein, während man spektakuläre Ausblicke über Lissabon genießt – nicht umsonst befindet sich meist in unmittelbarer Nähe mindestens ein Restaurant. Gekrönt wird die Stadt quasi von der alten Burg, dem Castelo de São Jorge, von wo aus man ebenfalls einen fantastischen Ausblick genießt.

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Abendstimmung im Bairro Alto – und die kann mitunter bis zum nächsten Morgen andauern

Foto: Getty Images

Wer dann langsam genug hat für den ersten Tag, steigt wieder hinab in Richtung Praça do Comércio, um anschließend mit dem nahe gelegenen historischen Fahrstuhl Elevador de Santa Justa ins Bairro Alto zu fahren. Hier tobt an Wochenenden Lissabons Nachtleben. In vielen Bars gibt es Fado live.

TRAVELBOOK-Geheimtipp: die Bar Pavilhão Chines, die voll ist mit historischem Nippes – hier kommt man sich vor wie ein Kind in einem Spielzeugladen, nur eben mit einem Cocktail in der Hand. Davor oder danach bieten sich hier zahlreiche Gelegenheiten für ein wunderbares Abendessen, zum Beispiel in dem bunten O Prego da Peixaria, wo neben leckeren Fischburgen auch göttliche Süßkartoffel-Pommes serviert werden. Traditioneller und üppiger, aber auch günstiger speist man im Casa dos Passarinhos, wo der Fisch immer direkt aus dem Meer zu kommen scheint. Auch das Ilha da Madeira mit seiner abwechsungsreichen Speisekarte ist definitiv einen Besuch wert.

Tag 2

Berühmte Entdecker und legendäre Süßigkeiten

Das alte Kloster Mosteiro dos Jerónimos ist die Ruhestätte zahlreicher bedeutender Persönlichkeiten Portugals

Foto: Getty Images

Der nächste Tag führt nach Belém, einen etwas abseits gelegenen Stadtteil von Lissabon, der aber dennoch reich an Historie und Sightseeing-Highlights ist. Los geht die Tour am Padrão dos Descobrimentos, einem beeindruckenden Denkmal für die Errungenschaften der portugiesischen Entdecker. Wichtige Figuren wie Vasco da Gama und Heinrich der Seefahrer sind hier auf diesem 52 Meter hohen Turm dargestellt, von dessen Aussichtsterrasse aus man einen weiteren wunderbaren Blick über den Tejo-Fluss und die nahe gelegene Atlantik-Mündung genießt. Aber schauen Sie auch mal nach unten, denn zu Füßen des Turms befindet sich ein gigantisches Mosaik in Form einer Windrose, in deren Mitte eine Weltkarte mit allen portugiesischen Entdeckungen verbaut ist. 

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Weiter geht es zu Fuß zum Torre de Belém, der bereits 1521 als Zeugnis der damaligen portugiesischen Seeherrschaft gebaut wurde – als heutiges Unesco-Weltkulturerbe wachte der Turm damals kanonenbewährt über die Hafeneinfahrt nach Lissabon. Manchmal sieht man von hier aus auch eines der riesigen Kreuzfahrtschiffe vorbeifahren, die von Lissabon aus in die ganze Welt fahren. Mit dem Kloster Mosteiro dos Jerónimos wird der Rundgang durch Belém abgerundet, denn hier gibt es nicht nur spektakuläre mittelalterliche Architektur zu bestaunen, sondern auch die Gräber des Entdeckers Vasco da Gama sowie des Dichters Fernando Pessoa.

Die Pastéis de Nata gehören zu den kleinen Lebensfreuden in Lissabons Alltag

Foto: Getty Images

Der perfekte Abschluss des zweiten Tages: ein Besuch von Pastéis de Belém, wo die lissabon-typischen Sahnetörtchen, Pastéis de Nata genannt, in Vollendung (und am Fließband) fabriziert werden. Hier heißt es fast immer Schlange stehen, aber es lohnt sich. Adresse: Rua Belém 84-92, 1300-085 Lissabon.

Tag 3

Mondfische und eine Seilbahn

Das Ozeanarium beeindruckt durch seine Größe und seine Artenvielfalt

Foto: Getty Images

Der dritte Tag führt in das neueste Stadtviertel Lissabons, das erst anlässlich der Weltausstellung 1998 entstand – den Parque das Nações, also Park der Nationen. Sehenswert an sich ist schon der moderne Bahnhof Estação do Oriente mit seinem beeindruckenden Glasdach. Mittels einer modernen Seilbahn können Besucher über das Gelände und direkt über die Wasser des Tejo schweben, wo heute neben Wohnungen auch Hotels und Bürogebäude stehen. Das Herzstück des Parque das Nações aber ist das gigantische Oceanário de Lisboa, das zweitgrößte Ozeanarium auf der ganzen Welt, dessen 500 Kubikmeter Wasser fassendes Hauptbecken Meerestiere wie Haie, Mondfische und Rochen beheimatet. Die Tripadvisor-User wählten es 2015 zum besten Aquarium der Welt.

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Wen es eher weg vom Lärm der Stadt zieht, der kann die gigantische, über zwei Kilometer lange Brücke Ponte de 25 Abril besuchen, die eine deutliche Ähnlichkeit mit der Golden Gate Bridge in San Francisco aufweist und sich majestätisch über den Tejo spannt. In ihrer Nähe wartet mit der 28 Meter hohen Christus-Statue Cristo Rei eine weitere Sehenswürdigkeit – sie ist tatsächlich dem weltberühmten Vorbild in Rio de Janeiro nachempfunden. In der Nachbarschaft der Brücke sind auf der Lissaboner Seite auch zahlreiche hippe Bars, Restaurants und Clubs entstanden, so wie das wunderbarbunte Rio Maravilha. Dort man bei einem Drink einen letzten Blick auf die Stadt und den Fluss werfen, und mit etwas Glück einen wunderbaren Sonnenuntergang bestaunen. Spätestens dann weiß das Herz ohnehin schon, dass man irgendwann nach Lissabon zurückkehren wird.

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