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Die besten Reisetipps für Menorca

Vom Massentourismus ist Menorca bislang verschont geblieben. Auf der zweitgrößten Baleareninsel findet man noch immer malerische Fischerdörfer und herrliche Buchten zum Träumen, herzliche Gastfreundschaft und eine intakte Natur.

Von Blacky Neubauer

Mallorcas kleine Schwester steckt voller Überraschungen: Die Nordküste mit den wilden Klippen und den tiefen Fjorden ist kaum besiedelt. Viele der Traumbuchten sind nur mit dem Boot erreichbar. Im Naturreservat S’Albufera dés Grau, dem größten Feuchtgebiet der Insel, leben Schildkröten und Eidechsen, Fischadler und Flamingos.

MEIN TIPP

Unbedingt in Fornells den Hafen der Langustenfischer besuchen. Täglich liefern die Seeleute ihren Fang gleich in den exzellenten Restaurants des beliebten Fischerdorfes ab, die daraus die begehrte „Caldereta de Langosta“ zaubern: Ein Langusteneintopf, den auch Spaniens König Juan Carlos schätzt. Bei seinen sommerlichen Segeltörns durch die Balearen geht der königliche Feinschmecker regelmäßig mit seiner Segelyacht in Fornells vor Anker, um im Hafenrestaurant „Es Pla“ die edle Suppe, die in großen Tonschalen serviert wird, zu genießen. Zwischen 60 und 70 Euro kostet das Ess-Vergnügen.

Ciutadella, die alte Hauptstadt im Westen, ist eine echte Insel-Schönheit mit Adelspalästen und einem engen Gassenlabyrinth, kleinen Boutiquen und gemütlichen Cafés. Ein Törtchen-Paradies ist die Pastisseria Moll in der Carrer del Roser. Herrliche Herrenhäuser säumen die Placa des Born, den schönsten Platz der Stadt. Sehenswert ist auch die im 14. Jahrhundert erbaute Kathedrale. Abends zieht dann alles über die Freitreppe hinunter in den romantischen Hafen, um in den Musikbars wie dem „L’Herba“ eine „copa“ (Gläschen Sekt oder Cocktail) zu genießen. Zuvor sollte man sich mit ein paar Tapas in der kleinen „Triton“-Hafenbar stärken.

Ballermann-Strände sucht man auf Menorca vergebens. Dafür locken jede Menge Traumbuchten. Manche sind nur zu Fuß über holprige Feldwege oder mit dem Boot erreichbar. Wunderschön ist zum Beispiel die Cala Macarella, die karibisches Flair versprüht. Vor dem feinen Sandstrand das türkisfarbene Mittelmeer, dahinter ein würzig duftender Pinienwald, der Schatten spendet. Buchten wie aus dem Bilderbuch gibt es im Süden Menorcas, nur wenige Kilometer von der Hauptstadt Mahón entfernt. Zum Beispiel rund um Sant Lluis. Ein Traum ist die Cala Binissafúller – weißer Sand, Palmen...

Freizeitaktivitäten gibt es auf Menorca wahrlich genug an Land – und unter Wasser. Hier können Taucher alte Schiffwracks erkunden

Foto: Getty Images
WUSSTEN SIE, DASS...

... die Unesco 1993 die ganze Insel zum Biosphärenreservat ernannt hat?

... aus der Milch der rund 30.000 Kühe, die auf Menorcas Wiesen weiden, der berühmte Queso Mahón hergestellt wird? Ein würziger Rohmilchkäse, den man überall auf der Insel kaufen kann.

... in Es Mercadal, einem kleinen Dorf am Fuß des Monte Torre, Menorcas höchstem Berg (350 Meter), die „avarques“, die traditionellen Ledersandalen mit Kautschuksohle, fabriziert werden? Früher trugen sie nur die Bauern, als Sohle dienten plattgewalzte Autoreifen. Heute sind sie der letzte Schrei.

... die fjordartige, über fünf Kilometer lange Bucht der Inselhauptstadt Mahón der zweitgrößte Naturhafen der Welt ist?

... Mayonaise angeblich auf Menorca erfunden wurde? Ursprung soll die Salsa Mahonesa sein, die in der menorquinischen Küche noch immer sehr beliebt ist.

... die Sonne auf Menorca über 2.800 Stunden pro Jahr scheint?

... das Insel-Städtchen Es Castell Spaniens östlichste Stadt ist?

BLOSS NICHT...

... in den Wäldern Menorcas rauchen. Bis in den Oktober hinein herrscht extreme Waldbrandgefahr. Also keine Zigarettenkippen wegwerfen, Glasflaschen liegen lassen oder beim Camping ein Lagerfeuer entfachen!

... Wasser verschwenden. Auch auf Menorca sinkt seit Jahren der Grundwasserpegel.

... beim Baden leichtsinnig sein. Denn immer wieder mal hat das Meer gefährliche Strömungen. Also, auf die gelben und roten Flaggen achten, die „Baden auf eigene Gefahr“ beziehungsweise „absolutes Badeverbot“ signalisieren.

... vergessen, auf dem Weg zu einsamen Stränden oder beim Wandern die Tore der Privatgrundstücke wieder zu schließen.

VERANSTALTUNGEN

Festa de Sant Pere: Hafenfest zu Ehren des Heiligen Petrus mit Livemusik, Feuerwerk und Regatten im Juni an vielen Häfen
Festa de Sant Jaume: Fest zu Ehren des Heiligen Jakobus mit Musik und Pferdeumzügen im Juli am Hafen in der Gemeinde Es Castell
Festes de Sant Lluís: Feierlichkeiten zu Ehren des Heiligen Ludwig unter anderem mit einem Jahrmarkt, Konzerten und Umzügen am 4. Wochenende im August in der Gemeinde Sant Lluís

SPRACHFÜHRER

Deutsch: Spanisch
Hallo/Guten Tag: Buenas tardes
Auf Wiedersehen: Adiós
Ja/Nein: Sí/No
Bitte/Danke: De nada/Gracias
Ich heiße…: Me llamo…
Hilfe: Necesito ayuda
Ich spreche kein Spanisch: No hablo español
Die Rechnung, bitte: La cuenta, por favor
Was kostet…?: Cuánto cuesta…?
Prost!: Salud!
Entschuldigung: Disculpe, Permiso, Perdón
Eins/Zwei/Drei: Uno/Dos/Tres

FEIERTAGE

Neujahr: 1. Januar
Heilige Drei Könige: 6. Januar
Tag der Balearen: 1. März
Ostern: März oder April
Tag der Arbeit: 1. Mai
St. Jakobus der Ältere: 25. Juli
Mariä Himmelfahrt: 15. August
Nationalfeiertag: 12. Oktober
Allerheiligen: 1. November
Tag der Verfassung: 6. Dezember
Unbefleckte Empfängnis: 8. Dezember
Weihnachten: 25. Dezember

Hier finden Sie Menorcas schönste Hotels

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