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Die besten Reisetipps für Wales

Wales gehört zum Schönsten, was die britischen Inseln zu bieten haben. Nur zwei Autostunden westlich von London wechseln sich saftig-grüne Wiesen und malerische Dörfer mit wilden, einsamen Gebirgslandschaften und Hochmooren ab.

Von Blacky Neubauer

An der Küste locken zwischen steilen Klippen, an denen sich die Wellen der Irischen See brechen, idyllische Buchten mit weiten, feinsandigen Stränden. In dem Land, das etwa halb so groß wie die Niederlande ist, kommen vor allem Wanderer und Naturfans auf ihre Kosten.

MEIN TIPP

Die schönsten Wanderrouten findet man am südwestlichsten Zipfel von Wales, in Pembrokeshire, wo die gesamte Küste zum Nationalpark erklärt wurde. Fast 400 Kilometer lang ist der Klippenpfad, auf dem man die wilde Küstenlandschaft zwischen Tenby und Cardigan umrunden kann. Idealer Ausgangspunkt ist das Hafenstädtchen Tenby, ein alter Sommerfrischeort mit pastellfarbenen Häusern und malerischen Gassen, Bookshops und urigen Pubs. Von Tenby sollte man nach Caldey Island übersetzen. In den Sommermonaten startet alle 20 Minuten ein Boot. Die Bilderbuchinsel mit dem wunderschönen Kloster gehört Zisterziensermönchen, die dort selbst gemachte Schokolade und Parfum verkaufen. Die Strände der Insel (und auch rund um Tenby) verströmen mediterranes Flair! Achtung: Bei Flut starten die Boote vom Hafen, bei Ebbe geht’s vom Landungssteg am Castle Beach rüber zur Insel (Ticket 11 britische Pfund).

In Penderyn, einem malerischen Dorf am Eingang des Brecon Beacons Nationalparks, befindet sich die einzige walisische Whisky-Brennerei. Bevor man von den „Wysgi“-Schätzen kostet, sollte man erstmal den Park mit seinen spektakulären Bergen, geheimnsivollen Mooren, reißenden Gebirgsbächen und Wasserfällen erkunden. Danach geht’s in die Distillerie, eine der kleinsten der Welt, wo 30 Experten exzellenten Whisky produzieren wie zum Beispiel den Madeira Single Malt (46 Prozent Alkoholgehalt). Ein leckerer Tropfen, der mindestens fünf Jahre in Bourbonfässern reift und danach in Madeirafässern den letzten Feinschliff bekommt. Herauskommt ein Whisky mit Aromen von Sahnetoffeem, tropischen Früchten, Rosinen und Vanille (Brennereibesuch mit Whisky-Tasting 6 britische Pfund).

Noch vor wenigen Jahren galt die walisische Hauptstadt Cardiff vielen als düster und verschlafen. Doch die Stadt hat sich zu einer jungen Metropole mit hypermoderner Architektur gewandelt. Besonders die Bay, einst der weltgrößte Umschlagplatz für Kohle und Eisen, und die St. Mary Street werden jedes Wochenende zur Partymeile. Dann strömt Jungvolk aus dem ganzen Land in die 300.000-Einwohner-Stadt, und bringt sich mit „Brains“, einer beliebten Cardiffer Biermarke, auf Touren. Wer auf coole Cocktails steht, geht in die „Buffalo Bar“ am Windsor Place. Zu den beliebtesten Drinks gehört dort das „Snake Oil“ – Whisky, gemischt mit Cranberry- und Limettensaft, Orangenlikör und Vanillesirup (1,1 Liter für 17,50 Euro). Na, dann Prost! Oder „Lechyd da“ wie die Waliser sagen würden.

Die Pembroke Castles: In der Region um die normannische Burg aus dem 12. Jahhundert gibt es die schönsten Wanderrouten

Foto: Getty Images
WUSSTEN SIE, DASS...

... in Wales drei Millionen Menschen leben und mehr als dreimal so viele Schafe – nämlich elf Millionen.

... es in Wales 641 Burgen gibt; das ist die größte Burgendichte der Welt.

... ein Dorf im Nordwesten von Wales den längsten Ortsnamen Europas trägt. Er hat 58 Buchstaben und heißt: Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch. Die Einheimischen nennen den Ort einfach nur Llanfairpwll oder noch kürzer Llanfair.

... das Fleisch vom Welsh Black-Rind, einer Rasse aus vorrömischer Zeit, besonders gut schmeckt. Es ist wunderbar marmoriert, wird 21 Tage am Knochen luftgetrocknet.

... in der walisischen Küche aber auch so kuriose Dinge wie Laverbread, ein Brei aus Seetang, und Fleischbällchen aus Schweineherz und Leber auf den Tisch kommen. Oder Herzmuscheln in Algensoße.

... die walisische Flagge mit dem roten Drachen die einzige ist, die nicht in der gemeinamen Flagge des Vereinigten Königreichs, dem Union Jack, repräsentiert ist.

Bevor's nach Wales losgeht: 10 Dinge, die man in Wales unbedingt erleben muss

BLOSS NICHT...

... einen Waliser Engländer nennen! Wales hat sich in bitteren Kriegen gegen die Überwältigung durch die Anglonormannen gewehrt, noch lange nach der Eroberung durch Edward I. im Jahr 1290. Das Land wurde von den Kelten, den Römern, den Sachsen und den Wikingern erobert – was die Bewohner zu einem stolzen und widerstandsfähigen Haufen machte.

... sich über die walisische Sprache lustig machen. Die Waliser sind stolz auf ihre Sprache, die aus dem sechsten Jahrhundert stammt und eine der ältesten Europas ist. Sie wird von über einem Viertel der Bevölkerung gesprochen und ist in weiten Teilen im Norden und Westen die erste Sprache. Straßenschilder sind immer in walisisch und englisch.

VERANSTALTUNGEN

Feierlichkeiten zum St. Patrick’s Day: am 17. März in zahlreichen Bars und Kneipen z. B. in Cardiff
Großes kulinarisches Festival: am dritten Wochenende im September in Abergavenny, Monmouthshire
Traditioneller sechswöchiger Weihnachtsmarkt mit Eisbahn: von Ende November bis Anfang Januar in Cardiff

SPRACHFÜHRER

Deutsch: Englisch
Hallo/Guten Tag: Hello
Auf Wiedersehen: Bye
Ja/Nein: Yes/No
Bitte/Danke: Please/You’re Welcome, Thank You
Ich heiße…: My name is…
Hilfe: Help
Ich spreche kein Englisch: I don’t speak english
Die Rechnung, bitte: The bill, please
Was kostet…?: How much…?
Prost!: Cheers!
Entschuldigung: Sorry
Eins/Zwei/Drei: One/Two/Three

FEIERTAGE

New Year's Day: 1. Januar
St. Patrick's Day: 17. März
Ostern: März oder April
Spring Bank Holiday (Bankfeiertag): Letzter Montag im Mai
Weihnachten: 25. Dezember

Hier finden Sie die schönsten Hotels in Wales

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