Lustige Panne

Darum wird dieses französische Bistro plötzlich überrannt

Wegen eines Restaurants mit demselben Namen erhält ein normales Kleinstadt-Bistro in Frankreich einen Michelinstern. Und auf einmal wird das Lokal von Feinschmeckern aus dem ganzen Land gestürmt, Koch und Wirtin sind überfordert.

Ein kleines Bistro in der französischen Kleinstadt Bourges wurde in der vergangenen Woche von Feinschmeckern gestürmt. Der Grund: Die Wirtin Véronique Jacquet staunte nicht schlecht, als auf einmal Franzosen aus allen Ecken des Landes anriefen, um einen Tisch zu reservieren. Der französischen Zeitung „Le Parisien“ sagte sie in einem Interview: „Wir werden überrannt! Ich habe hier nicht viel Platz und wir haben nur vier Kellner.“ Ihr Sohn habe sie von Paris aus angerufen, berichtet Jacquet. Als er vom Michelin-Stern hörte, „ist er vor Lachen beinahe gestorben“, sagt sie.

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Peinlich berührt waren dagegen gewiss die Autoren des Michelin-Guides. Denn bei der Auszeichnung des Bistros handelt es sich um eine  Namens-Verwechslung: 200 Kilometer nördlich von Bourges gibt es nämlich ein wesentlich teureres Restaurant in Boutervilliers, Essonne, das ebenfalls Bouche à Oreille heißt. Hier dreht sich die Speisekarte um Hummer und Kalbskopf. Unter 48 Euro pro Menü bekommt man hier nichts.

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Es dauerte fast eine Woche, den Fehler auf der Website des „Guide Michelin“ zu korrigieren. In der Printausgabe des Restaurantführers wurde der Fehler nicht gemacht. Die Verantwortlichen haben sich für den Irrtum entschuldigt. Auf die Frage von „Le Parisien“, ob er denn gerne mal einen echten Michelinstern verliehen bekommen möchte, antwortete der Koch der Brasserie in Bourges: „Nein. Ich koche mit dem Herzen.“

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