Griechischer Klassiker

So geht Tzatziki – mit Knoblauch, aber ohne Fahne

Tzatziki, der griechische Klassiker mit jeder Menge Knoblauch darf bei keiner Grillparty fehlen. Wie man ihn in wenigen Minuten zubereitet und mit einem einfachen Trick die Knoblauch-Fahne am nächsten Tag vermeidet, verraten wir in unserer Food-Kolumne „Friederikes Weltspeisen“.

FriederikeKoenig.jpg Von Friederike Koenig

Die Sonne, das Meer, der Duft von Olivenöl, der Geschmack von frischem Knoblauch – genau darin habe ich mich in einem Sommer in Griechenland verliebt. Was klingt wie die Zeilen aus einem Groschenroman ist tasächlich so passiert. In zwei Wochen habe ich alles gegessen, was die griechische Küche zu bieten hat, zubereitet von einer echten Griechin, Paraskevi – zu Deutsch: Freitag.

Foto: Travelbook/ Getty Images

Da saß ich also in einem kleinen Garten mit Oliven- und Zitronenbäumen und habe ihn gegessen, den weltbesten Tzatziki. Täglich. Mit Knoblauch. Mit viel Knoblauch. Und der hinterlässt so seinen Geruch, wie jeder weiß. Schuld daran ist eine Verkettung chemischer Reaktionen rund um den Inhaltsstoff Allicin, der entsteht, wenn Knoblauch gepresst wird.

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Genau diese Eigenschaft macht den Knofi zu einem Dauer-Buhmann. Keiner will ihn essen, schon gar nicht roh, und besonders dann nicht, wenn man ein Date hat, in der Nacht noch etwas vor hat, oder aber am nächsten Tag ein wichtiger Termin ansteht. Dabei soll er doch so gesund sein, wurde 1989 sogar zur Arzneipflanze des Jahres gewählt.

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Mief hin oder her: Es gibt keine hinnehmbare Ausrede, warum man Tzatziki ohne Knoblauch zubereiten sollte. Auf der Suche nach einem Trick, wie man aber den unangenehmen Nebeneffekt umgehen kann, bin ich auf einen einfachen Tipp eines Kochs gestoßen: In einem Beitrag der „Apotheken Umschau“ empfiehlt er, die zerkleinerte Knofi-Zehe kurz in Gurkenwasser (siehe Rezept unten) einzutauchen und sie anschließend wieder herauszunehmen. So hat man den Geschmack ganz ohne Gestank. Ein weiterer Trick: Verwenden Sie Bärlauch statt Knoblauch.

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Am besten schmeckt der Dip natürlich zu Fleischgerichten wie Souvláki und Gyros, lauwarmem Fladenbrot oder Gemüse vom Grill. Wer also eines der einfachsten kalten Vorspeisengerichte der Welt selbst Zuhause zubereiten möchte, hier gibt es das Rezept:

Tzatziki – so geht's

Zutaten für zwei bis vier Personen:

  • 400g griechischer Joghurt (stichfest und mit ca. 10% Fett)
  • 1/2 Salatgurke
  • 3-4 Zehen frischer Knoblauch
  • etwas (gutes!) Olivenöl
  • evtl. 1 EL frischen Zitronensaft
  • Salz und Pfeffer
Zubereitung:
  1. Die Gurke kurz abwaschen, schälen und längs halbieren. Die Kerne mit einem Löffel entfernen und anderweitig verwenden (zum Beispiel in einem Gurkensalat), so wird der Dip nicht zu wässerig. Die Gurke raspeln, in einer Schüssel salzen und nach ca. einer halben Stunde abtropfen lassen. Das Gurkenwasser zur Seite stellen.

  2. Den griechischen Joghurt mit den gepressten Knoblauchzehen und den Gurkenraspeln in eine Schüssel geben und umrühren. (Alternative: Die Knoblauchzehen in das Gurkenwasser geben, kurz einwirken lassen und anschließend wieder herausnehmen.)

  3. Mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken, und etwas Gurkenwasser hinzugeben.

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