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Liebe Freundinnen und Freunde des MASALA Festivals, der Vorverkauf für die Konzerte des diesjährigen MASALA Festivals hat begonnen. Ab sofort erhalten Sie alle Karten im Pavillon (Mo - Fr, 10 - 18 Uhr), bei allen Ticketonline-Vorverkaufsstellen sowie online über unsere Internetseite www.masala-festival.de. Hier können Sie sich auch ausführlich über alle Veranstaltungen des Festivals informieren.

Einen ersten Überblick möchten wir Ihnen aber schon an dieser Stelle geben: Musik kennt keine Grenzen - Musik ist eine Sprache, die jeder versteht. Konzerte können zu einem gemeinschaftlichen Erlebnis für Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und politischer Überzeugung werden. Sie wecken Neugier, eröffnen den Blick für die Vielfalt und das Unbekannte in fremden Kulturen. Diesem Motto fühlt sich das MASALA Festival seit nunmehr 16 Jahren verpflichtet und lädt auch in diesem Jahr internationale Künstlerinnen und Künstler und die lokale Szene nach Hannover ein. MASALA – das indische Wort für eine feurige Gewürzmischung – steht auch programmatisch für die Mischung von traditioneller und moderner Musik im Festivalprogramm, aber auch in den einzelnen Gruppen und Musikstilen. Für das 16. MASALA Festival haben wir uns zwei besondere Schwerpunkte gesetzt. Mit Blick in die Zukunft und auf das Zusammenwachsen Europas werden die beiden Kulturhauptstädte Tallin in Estland und Turku in Finnland, die 2011 die Aufmerksamkeit der europäischen Kulturszene auf sich ziehen werden, bereits ein Jahr im Voraus musikalisch vorgestellt.
Finnische Volksmusik und nordische Melodien, gewürzt mit Tango und irischen Tänzen, wird Maria Kalaniemi, Ausnahmeakkordeonistin und Dozentin an der Sibelius Akademie in Helsinki, auf dem Hermannshof in Völksen präsentieren. Gleichzeitig ist ihr Konzert der Auftakt für vier Konzerte in der Region Hannover, die, gefördert von der Stiftung Kultur Region Hannover, seit über 10 Jahren dem Programm des MASALA Festivals den besonderen regionalen Schwerpunkt geben. Siiri Sisask, sie ist Abgeordnete im Parlament von Estland, Fernseh- und Rundfunkmoderatorin, wird aber beim MASALA Festival als eine der derzeit populärsten Künstlerinnen aus Estland teilnehmen. Gemeinsam mit ihrer Begleitgruppe Jälg („Spur“) begibt sich Siiri Sisask auf die musikalische Reise in die faszinierende Klanglandschaft Estlands. Sie wird beim MASALA Festival in einem Doppelkonzert mit Kari Bremnes aus Norwegen zu hören sein, in deren Musik sich die Schönheit ihrer Heimat, der Lofoten im äußersten Norden Norwegens, und gleichzeitig der Sog und die Melancholie der Großstadt widerspiegelt.
Hannover liegt im Zentrum Europas, hier kreuzen sich sämtliche Verkehrswege in der Luft, zu Wasser und auf der Erde und wer in Europa unterwegs ist, wird unweigerlich auch in der Landeshauptstadt Niedersachsen Station machen. Diese strategisch günstige Lage macht sich das MASALA Festival seit vielen Jahren zunutze und lädt internationale Künstlerinnen und Künstler zum Dialog mit Musikern aus Niedersachsen ein. In diesem Jahr wird die weltberühmte Jazzformation Moscow Art Trio gemeinsam mit dem Orchester der Technischen Universität Braunschweig die Komposition „Village Variations“ einstudieren und sowohl in Braunschweig als auch im Kulturzentrum Pavillon aufführen.
Musiker aus der Mongolei, aus dem Iran und aus Niedersachsen treffen sich auch in der Formation Sedaa um den Gitarristen und Percussionisten Omid Bahadori. Dieser Gruppe gelingt es in einzigartiger Weise, fernöstliche Gesangstraditionen, die Obertonmusik aus der Mongolei, begleitet von traditionellen Instrumenten wie der Pferdekopfgeige, mit westeuropäischer Jazz- und Popmusik zu vereinen. Ein außergewöhnliches Klangerlebnis mit viel Rhythmus und Leidenschaft. Nach dem Konzert von Sedaa verspricht das rumänische Ensemble Mahala Rai Banda mit ihrer mitreißenden Mischung aus Oriental Pop, traditioneller rumänischer Musik, Rumba Catalan, Reggae und Manele unbändige Partylaune. Dafür sorgt dann auch – wie an vielen anderen MASALA Konzertabenden – die anschließende lange Partynacht, bei der bekannte DJs verschiedener Radiosender zur musikalischen Global Sightseeingtour einladen. Dudelsäcke erwartet man zurecht bei der Wachablösung der Königin vor dem Buckingham Palast, was die Red Hot Chilli Pipers aber mit ihren traditionellen Dudelsäcken auf die Bühne bringen, würde der Königsfamilie den Atem verschlagen. Ihr Name kommt nicht von ungefähr, denn sie wildern in allen Feldern europäischer und amerikanischer Popmusik, ohne ihre musikalische Herkunft in den Bergen Schottlands zu vergessen. Ein spektakuläres Live-Erlebnis, das man so schnell nicht vergessen wird.
Den leisen Tönen des portugiesischen Fado widmet sich Raquel Tavares . Und was ist da angenehmer, als sich in die weichen Sessel des Schauspielhauses fallen zu lassen und ihrer Musik mit den Geschichten voller Emotionen zu lauschen. Die charmante Raquel Tavares versteht es zudem immer wieder, der Tristesse und Melancholie mit Witz und Ironie zu begegnen. Nicht umsonst wird Raquel Tavares in ihrer Heimat die Prinzessin des Fado genannt. Neben Maria Kalaniemi auf dem Hermannshof wird es drei weitere Konzerte an den schönsten Veranstaltungsorten in der Region geben. Die weiteste Reise hat die koreanische Jazzsängerin Youn Sun Nah (siehe Foto) vor sich. Im Schloss Landestrost tritt sie gemeinsam mit dem Gitaristen Ulf Wakenius auf. Sie besticht durch Professionalität, Strahlkraft und frappierenden Nuancenreichtum und strahlt dabei zugleich Wärme, Emotionalität, Seele, eben Soul im allerbesten Sinne aus.
Gleich drei Sängerinnen werden in Tel Aviv das Flugzeug nach Hannover besteigen, um im Isernhagenhof aufzuspielen. HaBanot Nechama sind die aktuellen Shootingstars in Israel und sie treten dort in jeder großen Fernsehshow auf. Ihr Spielwitz, ihre energiegeladene Live-Show und ihre unverkennbaren Stimmen verzaubern ganz Israel und werden auch in Isernhagen Eindruck hinterlassen. Die vier herausragenden bulgarischen Frauenstimmen des Eva Quartets wirken bei einem der besten bulgarischen Chöre mit. Sie begeistern das Publikum mit ihrem virtuosen und ausdrucksvollen Gesangsstil, der auf einer exzellenten Technik beruht. Das Repertoire des Quartetts beinhaltet authentische Volkslieder aus allen Regionen Bulgariens, alte bulgarische Musik und Kirchengesänge, aber auch Improvisationen und moderne Musik. In der St. Martinskirche in Bennigsen werden Sie - ohne technische Verstärkung - allein mit ihren Stimmen den Raum der Kirche füllen und bereits am Nachmittag einen Gesangsworkshop und eine Einführung in die bulgarische Gesangskultur geben. MASALA zum Mitmachen!
Der Himmelfahrtstag gehört in Hannover dem Jazz am Rathausmarkt, aber am Abend beginnt im Pavillon die andalusische Nacht. Al Andaluz ist ein Projekt der spanischen Gruppe L'Ham de Foc, die durch ihre eigenständige Weltmusik in einer Mischung aus mittelalterlicher, mediterraner und vorderasiatischer Folklore bekannt geworden sind, und der deutschen Mittelalterband Estampie.
2010 - das Jahr der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika, wirft seine Schatten voraus und da alle südafrikanischen Bands natürlich ihr Geld in Südafrika vor Ort verdienen wollen, war es nicht leicht, herausragende Künstlerinnen vom Südzipfel Afrikas nach Hannover zu holen. Dem legendären, 2006 verstorbenen James Brown ist es zu verdanken, dass sein Saxophonist Pee Wee Ellis das Jahr der Fußballweltmeisterschaft nutzen will, um gemeinsam mit den Mahotella Queens , die bereits 2004 mit einem grandiosen Konzert das MASALA Festival eröffneten, eine Nacht unter dem Titel „An African Tribute to James Brown“ zelebrieren wird. Drei Stunden schweißtreibende Funk- und African-Roots-Musik erwarten die KonzertbesucherInnen.
Kommen wir am Ende zum Anfang: Wenn am 5.5.2010 die wichtigen Worte zur Eröffnung gesprochen sind, wird eine spanische Sängerin die Bühne des Pavillon betreten, die der Musikchef der taz, Daniel Bax, fast ehrerbietig die „Königin des Mestizo“ nennt. Amparo Sanchez – langjährige Frontsängerin von Amparanoia aber hat sich musikalisch weiterentwickelt und entführt uns mit ihrem ersten Soloalbum in die Wüste Arizonas und gleichzeitig in die vibrierende Atmosphäre der Karibik: Mexiko und Kuba, Mariachis, Bolero, Son und Country – sehr originell und ganz eigen, und natürlich jede Menge Spanien!
Für das MASALA Festival 2010 eines der besten Eröffnungskonzerte, das die ganz Vielfalt der Festivalphilosophie in einer Person widerspiegelt.

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