Ab Sonntag höhere Preise

Tickets teurer – wie Bahnfahrer jetzt sparen können

Ab Sonntag gelten die neuen Preise für Bahntickets. Um die drei Prozent müssen Reisende mehr zahlen. TRAVELBOOK verrät, wie Sie trotzdem an günstige Tickets kommen können.

Alle Jahre wieder: Seit 2003 ist kein Jahr vergangen, in dem die Deutsche Bahn ihre Preise für Tickets nicht erhöht hat. Ab Sonntag müssen Reisende sich erneut auf eine Verteuerung einstellen. Zum Fahrplanwechsel passt die Bahn ihre Preise an – allerdings nicht auf allen Strecken und nicht unbedingt sofort.

So viel teurer wird bahnfahren ab sonntag

Teurer wird Bahnfahren ab Sonntag vor allem im Nahverkehr. Hier erhöht die Bahn die Preise für Tickets um durchschnittlich 2,9 Prozent. Fernverkehrsverbindungen werden um durchschnittlich 1,3 Prozent teurer. Auf diese vergleichsweise geringere Preissteigerung bei Fernzügen kommt die Bahn aber nur, weil die Inhaber von Zeitkarten und der Bahncard 100 nicht mehr zahlen. Reguläre Fahrscheine für Fernzüge werden um 2,5 Prozent teurer.

Nicht erhöht werden die Preise zunächst auf allen Strecken, die auf den Linien Köln-Berlin und Düsseldorf-Berlin liegen. Hier hatte es wegen des Elbe-Hochwassers eine Streckensperrung und deshalb lange Umleitungen gegeben. Die Bahn hofft, mit dem Verzicht auf eine Preisanhebung mehr Kunden an sich binden zu können.

Auch Sitzplatzreservierungen werden ab dem 3. Advent teurer: Der Preis steigt von derzeit 4 Euro auf 4,50 Euro. Der Preis für das „Schönes-Wochenende-Ticket“ erhöht sich um 2 Euro auf 44 Euro. Die Bahncard 25 kostet ab Sonntag einen Euro mehr (62 Euro), die Bahncard 50 wird 6 Euro teurer (255 Euro).

Wie Bahnfahrer trotzdem sparen können

Wer bis kommenden Samstag bucht, bekommt die Tickets noch zum alten Preis. Das gilt allerdings nur für Reisen, die bis Mitte März angetreten werden, wie die Bahn mitteilte. 

Den Sparpreis der Bahn, mit dem man ab 29 Euro in der 2. Klasse bzw. ab 19 Euro auf kurzen Strecken reisen kann, gibt es weiterhin. Allerdings braucht man Geduld und Zeit, um wirklich günstige Tickets zu finden. Die besten Chancen hat, wer möglichst frühzeitig (ab drei Monate vor Reiseantritt) bucht und bereit ist, in weniger nachgefragten Zügen frühmorgens oder spätabends zu fahren. Die Tickets müssen mindestens drei Tage vor der Fahrt gebucht werden, es gilt eine Zugbindung. Wer eine Bahncard 25 hat, bekommt zusätzlich 25 Prozent Rabatt auf den Sparpreis. Für Fahrten zu Weihnachten stehen die Chancen auf Sparpreise allerdings schlecht – das Kontingent ist so gut wie ausgeschöpft.

Laut „Spiegel Online“ sollen in den zehn Jahren bis Ende 2013 die Fernstrecken bei der Bahn um 36,4 Prozent teurer geworden sein, Regionalstrecken um 39,3 Prozent.